Verweise und Sharebuttons sind nicht dasselbe

Was für Kommunikationsprofis selbstverständlich ist, erschließt sich dem Laien nicht immer auf den ersten Blick. So werde ich zum Beispiel regelmäßig gefragt, wo der Unterschied zwischen den Links zu Facebook und Co. die üblicherweise oben rechts auf einer Website gegeben werden, und denen unter einem Blogpost auf derselben Website besteht.

Diese Frage kann freilich nur stellen, wer diese Buttons noch nie angeklickt hat. Wenn ich dann zum Ausprobieren anrege, erschließt sich der Unterschied meist sofort:

  • Das oben sind Verweise auf die entsprechenden Präsenzen der betreffenden Website in Social Media, führen also zur Facebookseite, Twitteraccount etc. eines Unternehmens. Sie dienen dazu, diese Präsenzen von der Website aus leichter auffindbar zu machen. Den Fan/Follower werden kann ja nur, wer überhaupt weiß, dass es die entsprechende Präsenz gibt.
  • Das unter den Artikeln sind sogenannte Sharebuttons. Diese Buttons dienen dem Weitersagen durch den Besucher in sein eigenes Profil oder andere Orte in Sozialen Netzwerken.

Die Verwirrung beginnt oft von neuem, wenn Sharebuttons auch am Anfang von Artikeln platziert oder Verweise auf die Präsenzen im Fuß der Seite platziert werden (wo manche Websites auch gern winzige „Bookmarking“-Links verstecken, die oft Sharebuttons sind aber mangels Knowhow falsch bezeichnet werden).

Deshalb rate ich für gewöhnlich dazu, den Sharebuttons einen eindeutigen Text voranzustellen (was sich im Zuge der Abmahnungsdiskussion als doppelt sinnvoll erwiesen hat) und sie nicht genauso aussehen zu lassen wie die Verweise. Was die Verweise angeht, empfehle ich, auch ihnen eine passende Beschreibung zu gönnen und sie möglichst weit oben (im Kopf oder in der Sidebar) unterzubringen.

So habe ich es in meinem Blog hier umgesetzt:

  • Verweise zu den wichtigsten Präsenzen sind im Kopfbereich der Seite untergebracht:
    kopfbereich
  • Die (selbst codierten statischen) Sharebuttons mit eindeutigem Weitersagetext befinden sich unter den Artikeln:

sharebuttons

Es gibt auch Websites, die platzieren die Sharebuttons sowohl am Anfang als auch am Ende jedes Artikels. Ist Geschmackssache… Mir persönlich ist das zuviel.

Statt die Sharebuttons selbst zu codieren,  kann man auch vorgefertigte nehmen, wie sie beispielsweise in WordPress über verschiedene Plugins umsetzbar sind. Leider ignorieren viele von denen aber die Share-Varianten zum Likebutton und +1 Button und bieten nur die an, die an die Mutterseiten „funken“. 😉

Icons für die Verweise findet man in variierenden Größen bei verschiedenen Websites, z.B. von komodomedia, oder direkt bei den einzelnen Plattformen.

Übrigens: Warum ich den Sharebutton für besser halte als den – zudem noch in Deutschland datenschutzrechtlich umstrittenen – Likebutton…

Wie haben Sie die Verweise und Weitersagemöglichkeiten auf Ihrer Website umgesetzt?

Annette Schwindt

hat das Erklärbärentum als schwindt-pr im September 2016 an den Nagel gehängt. Das Blog hier bleibt jedoch bis auf Weiteres wegen der großen Nachfrage als Archiv online. Annette ist als Kommunikations-Katalysator aktiv, d.h. sie unterstützt andere bei deren Projekten – seien es Bücher oder digitale Kommunikation. Für Schulungen von Einzelpersonen in WordPress, Social Media und Personal Branding ist sie unter webundsocialmedia.de erreichbar. Für digitale Themen ist sie außerdem beim UPLOAD-Magazin als Redakteurin tätig.

12 Kommentare

  1. Wie kann man sich denn einen datenschutzrechtlich unbedenklichen (also nicht nach Hause telefonierenden) Share-Button Marke Eigenbau selber zusammennageln?

  2. Vielen Dank für Ihren ausführlichen Betrag. Leider bekomme ich meine eigene digitale Kommunikation mit meinem Netzwerk nicht vollständig eingerichtet. Vielleicht können Sie da ja helfen. Liebe Grüße Peter

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