Ulrike fragt: Was ist ein Tweetup? #udfragt (5)

Ulrike fragtDer heutige Beitrag in der Reihe “Ulrike fragt…” ist etwas anders als sonst. Bisher habe ich Annette im Rahmen meines Blogpraktikums zu verschiedenen Themen befragt und so soll es auch grundsätzlich weitergehen. Die aktuelle Frage habe ich mir durch Ausprobieren selbst beantwortet, als ich im Rahmen des Beethovenfestes kürzlich zu ersten Mal an einem Tweetup teilgenommen habe .
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Bestatter und Social Media?

Ich bekomme immer wieder Interviewanfragen aus den unterschiedlichsten Branchen, von der PR bis zum Handwerk – und nun auch von einem Magazin für Bestatter! Da ich mich bislang nicht mit dem Thema Bestatter und Social Media auseinandergesetzt hatte, habe ich die Frage via Twitter und Facebook an meine Leser weitergegeben und dabei interessante Linktipps bekommen. Die Ergebnisse der sehr angeregten Diskussion habe ich hier via Storify zusammengefasst:

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Das Feed-Prinzip verstehen

Viele Nutzer im Social Web haben Schwierigkeiten zu verstehen, was sie wo sehen und warum und wie sie dies mitbestimmen können. Das Problem scheint mir meist daher zu kommen, dass Ihnen das Prinzip eines Feeds nicht bekannt ist. Aber alle Dienste im Social Web, ob Blog, ob Facebook, Google+, Twitter oder sonstige basieren genau darauf: auf Feeds.

Was ist ein Feed?

Ein Feed ist ein Nachrichtenstrom, der sich aus bestimmten Quellen speist (= engl. to feed). Welche Quellen das sind, bestimmen Sie durch die Vernetzungen, die Sie eingehen.

Damit Sie nicht von einem Profil zum anderen springen müssen, um zu sehen, was es Neues gibt, werden Kopien der Beiträge Ihrer Kontakte in einem Nachrichtenstrom zusammengefasst. Das heißt, jedesmal, wenn einer Ihrer Kontakte etwas Neues postet, erscheint eine Kopie dazu in Ihrem Nachrichtenstrom.

Dabei werden diese Kopien wie der Originalbeitrag behandelt. Das heißt, wenn Sie die Kopie kommentieren oder liken, dann erscheint das genauso beim Original und umgekehrt.

Folgende Grafik verdeutlicht das am Beispiel von Facebook:

Folgende Liste zeigt, wie dieser allgemeine Nachrichtenstrom (Feed) auf welcher Plattform heißt und ob es dabei Besonderheiten gibt:

  • Facebook: Startseite
    (in Haupt- und Neueste Meldungen unterteilt, zeigt nur die Beitragskopien von Kontakten, mit denen man häufig interagiert, nicht rückwärts chronologisch, sondern nach Beliebtheit bezogen auf den Betrachter. Liveticker oben rechts zeigt Kopien der aktuellen Aktivitäten der Kontakte in Echtzeit.)
  • Google+: Übersicht
    (Beitragskopien aus allen Kreisen gemäß ihrer jeweiligen „Lautstärke„, rückwärts chronologisch nach Interaktion, nicht nach Veröffentlichungszeit)
  • Twitter: Startseite
    (zeigt Beitragskopien aller Kontakte rückwärts chronologisch nach Veröffentlichungszeit)

Da sich dieser Nachrichtenstrom aus den Beiträgen Ihrer persönlichen Vernetzungen speist und auf Ihren individuellen Einstellungen basiert, sieht Ihre Startseite/Übersicht immer anders aus als die von anderen Nutzern (da diese wieder andere Vernetzungen und andere Vorlieben haben).

Die Nachrichtenflut filtern

Je mehr Vernetzungen man mit anderen eingegangen ist, umso mehr Beitragskopien strömen auf einen ein. Das kann sehr unübersichtlich werden. Deshalb gibt es je nach Plattform verschiedene Filtermöglichkeiten, mit denen man selbst bestimmt, welche Meldungen man sehen möchte und welche nicht:

Ordnen Sie Ihre Kontakte in Listen oder Kreise ein – entweder thematisch sortiert oder danach wie interessiert Sie an den Beiträgen der jeweiligen Personen sind. Dann rufen Sie eine konkrete Liste oder einen Kreis auf der Startseite/Übersicht auf, um nur die Beitragskopien dieser Personen zu sehen.

Diese Filter können für andere sichtbar gemacht werden, oder nicht.

Ihr Profil = Ihre Beiträge

Um Ihre eigenen Beiträge anzuzeigen, gibt es das jeweilige Profil. Auf den verschiedenen Plattformen ist dort Folgendes rückwärts chronologisch zu sehen:

  • Facebook: Ihre Beiträge mit Likes, Shares und Kommentaren von anderen sowie Ihre Aktivitäten und sonstigen Informationen (Sie sehen alles – andere nur das, was für sie sichtbar eingestellt wurde). Wenn freigeschaltet, gibt es dort auch Beiträge, die andere an Sie richten.
  • Google+: Ihre Beiträge mit +1, Shares und Kommentaren von anderen (Sie sehen alles, andere nur das, was für sie sichtbar eingestellt wurde).
  • Twitter: Ihre Beiträge

Auch Ihr Profil ist also ein Feed! Nämlich der Ihrer eigenen Beiträge. Wer sich mit Ihnen vernetzt, abonniert sich diesen Feed in seinen allgemeinen Nachrichtenstrom und ggf. Liste/Kreis.

Feeds abonnieren

Der Sinn von Feeds besteht also zum einen in der Bündelung von Nachrichten nach einem bestimmten Gesichtspunkt. Zum anderen ermöglicht dieses Prinzip das Einspeisen eines solchen Nachrichtenstroms in einen anderen (z.B. Profil-Feed in Startseiten-Feed).

In dem Moment, wo Sie sich innerhalb einer Plattform mit jemandem vernetzen, abonnieren Sie also dessen Feed.

Viele Feeds können aber auch extern verfügbar gemacht und damit auch extern abonnierbar gemacht werden, indem man den Link dazu für andere sichtbar zur Verfügung stellt. Das erkennen Sie in der Regel an folgendem Symbol:

Abonnieren kann man solche Feeds entweder über

  • einen sogenannten Feedreader (ein Programm zum Lesen von Feeds, z.B. Feedly)
  • in den Browser integrierte Feedreader
  • eigene Feedreader-Apps (z.B. Google Currents)
  • per E-Mail (muss z.B. via Feedburner eigens verfügbar gemacht werden)

So können Sie sich z.B. mit den neuesten Artikeln dieses Blogs hier bequem beliefern lassen, statt jedesmal herkommen zu müssen, um zu sehen ob und was es hier Neues gibt. Dazu einfach die gewünschte Variante oben rechts in diesem Blog anklicken.

Feeds darstellen

Viele Dienste ermöglichen es, den eigenen Feed woanders einzubinden. Beispiele dafür sind:

Für Fortgeschrittene: Newsrooms

newsroomWer anderen die Übersicht über seine verschiedenen Feeds erleichtern möchte, kann das über verschiedene Dienste (z.B. Netvibes) oder in einem eigenen Newsroom tun, wie ich ihn benutze.  Dort finden Sie (von links oben nach rechts unten):

  • Feed dieses Blogs
  • Feed der News über schwindt-pr (eigenes Blog)
  • Über schwindt-pr mit Links zu den verschiedenen Präsenzen im Social Web und den verschiedenen Optionen für Feed-Abos
  • Feed der Facebookseite von schwindt-pr
  • Feed der Google+ Seite von schwindt-pr
  • Feed des Twitter-Accounts von schwindt-pr
  • Neueste Videos aus dem YouTube-Account von schwindt-pr
  • Feed der Instagram-Bilder von schwindt-pr

Auf diese Weise kann sich jeder einen Überblick über die neuesten Aktivitäten webweit verschaffen, ohne die einzelnen Präsenzen abklappern zu müssen, kann sie aber auch mit einem Klick von hier aus erreichen.

Mehr zum Thema Newsrooms lesen

Haben Sie Fragen zu diesem Thema? Dann hinterlassen Sie mir einfach hier einen Kommentar:

Die Sache mit dem Mehrwert

Es gibt einige Dinge, die ich immer wieder gebetsmühlenartig wiederholen muss. Dazu gehört auch die Sache mit dem Mehrwert. Zu oft werden einfach nur Meldungen rausgeblasen, die genauso bereits woanders zu lesen sind. Dabei wird kein Dialog angeregt, Kommentare und Fragen bleiben unbeantwortet, wahrgenommen wird nur die Zahl der Likes und natürlich die Anzahl der Fans/Follower.

Wenn ich dann mit dem Mehrwert komme und dabei auch noch sage, dass der Mehrwert für die Fans/Follower im Vordergrund stehen sollte, dann ernte ich große Fragezeichen… Wie jetzt? Da will man doch hin, weil das so genial werbewirksam sein soll…

Also überall mal ’ne Präsenz aufmachen, nur in eine Richtung kommunizieren oder noch schlimmer nur seinen Blogfeed autoposten lassen. Und wenn es dann nicht funktioniert, bestätigt das ja nur, was man schon immer wusste: alles nur ein Hype, der auch bald wieder vorbei ist. Dialog? Wozu?

Dabei ist das doch nicht so schwer. Meldungen veröffentlichen ist ja nicht prinzipiell verkehrt. Nur regt das allein eben nicht zum Gespräch an. Hier ein paar einfache Tipps:

  1. Stellen Sie sich einfach vor, Sie würden jemandem von dem Artikel, auf den Sie da hinweisen wollen, kurz erzählen.  Das kann z.B. ein zusammenfassender Satz sein, oder eine Aussage aus dem Artikel als Zitat. Wichtig ist, dass eine Frage enthalten ist, vorzugsweise am Ende des Postingtexts, die den Leser dazu anregt, seine Meinung oder Erfahrung einzubringen.
  2. Lassen Sie Kommentare und v.a. Fragen nicht unbeantwortet! Nehmen Sie die Leute, die sich da einbringen, sichtbar (!) wahr. Und wenn es nur ein Like/+1 zu einem Kommentar ist.
  3. Greifen Sie Fragen auf und machen wieder eigene Postings daraus. Verweisen Sie dabei auf den Kommentar/das Posting, aus dem die Frage stammt. So zeigen Sie, dass Sie zuhören und erkennen, wenn eine Frage so relevant ist, dass es mehr als die am Ausgangsgespräch Beteiligten erfahren sollten.

Und bitte: Wenn Sie nicht die Zeit oder Einsicht haben, um verschiedene Kanäle manuell zu bedienen, dann bauen Sie wenigstens eine zeitliche Verzögerung ein, damit man nicht auf sämtlichen Kanälen zeitgleich wortwörtlich dasselbe lesen muss. Es gibt genügend Möglichkeiten, sowas einzurichten.

Google+ hat das Crossposten in die Plattform hinein mangels Öffnung der Schnittstelle bislang unterbunden. In die umgekehrte Richtung geht das über den Feed, aber auch den gibt es nicht direkt, sondern nur über Umwege. Also entweder manuell bedienen, oder aufgeben.

Crossposten nach Twitter mache ich auch (aus Facebook und aus Google+), beobachte aber währenddessen die Reaktionen und antworte dann in Twitter selbst.

Und was passiert, wenn man in Facebook nicht manuell postet, habe ich hier bereits erklärt.

Kommen wir aber wieder zurück zum Thema Mehrwert im Social Web: Stellen Sie sich einfach folgende Fragen: Warum sollte jemand meiner Präsenz folgen? Was bekommt er dort, was er so nicht schon auf meiner Website oder in meinem
Blog bekommt? Kurz: WO IST DER MEHRWERT (für die anderen)?

Nur wenn Sie dafür eine gute Antwort haben, kann Ihre Social Web Präsenz langfristig Erfolg haben.

Von Google+ nach Twitter posten mit Feedburner Socialize

Update: inzwischen nutze ich hierfür auch ifttt.

Als eingefleischter Firefox-Nutzer konnte ich mich bislang nicht dazu durchringen, wegen der Extensions für Google+ zu Chrome zu wechseln, und war auf der Suche nach einem anderen Dienst, mit dem ich meine Updates aus Google+ nach Twitter posten könnte. Heute wurde ich per Zufall fündig: die Socialize-Funktion in Feedburner kann das!

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