Facebook für Eltern – Teil 2: Die Privatsphäre Ihres Kindes richtig einstellen #elternfb

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Logo von #elternfbAuch minderjährige Nutzer können bei Facebook grundsätzlich alle Inhalte – d. h. Text-, Foto- oder Video-Beiträge, aber auch persönliche Informationen – für jedermann sichtbar veröffentlichen und so einem sehr großen Personenkreis zugänglich machen, den sie nicht mehr überblicken können. Daher ist es wichtig, die Möglichkeiten der Privatsphäre-Einstellungen zu kennen und dort zu regulieren, wer die veröffentlichten Inhalte Ihres Kindes sehen kann. Es stehen folgende Einstellungsmöglichkeiten zur Verfügung:

  • Öffentlich: Jeder innerhalb und außerhalb von Facebook kann persönliche Informationen, Text-Beiträge, Fotos und Videos sehen.
  • Freunde von Freunden: Neben den Personen, mit denen Ihr Kind bei Facebook befreundet ist, können auch die Freunde dieser Freunde die veröffentlichten Inhalte sehen.
  • Freunde: Nur Personen, mit denen Ihr Kind bei Facebook befreundet ist, können die veröffentlichten Inhalte sehen.
  • Nur ich: Nur Ihr Kind kann die eigenen Veröffentlichungen sehen.
  • Benutzerdefiniert: Mit dieser Einstellung können einzelne Personen oder Listen ausgewählt werden, die Veröffentlichungen sehen können, aber auch Personen und Listen davon ausgeschlossen werden.

Die gewünschte Sichtbarkeit kann in den Privatsphäre-Einstellungen ausgewählt werden. Alternativ kann die Sichtbarkeit bei jeder Veröffentlichung von Inhalten vor dem Absenden neu ausgewählt werden. Facebook merkt sich diese Einstellung dann für das nächste Mal.

Einstellungen zur Sichtbarkeit vornehmen

Die Sichtbarkeit veröffentlichter Inhalte kann auch nachträglich bearbeitet werden. Für jeden Text-Beitrag, jedes Foto oder Video zeigt Facebook die jeweilige Sichtbarkeitseinstellung an:

Die Sichtbarkeit nachträglich verändern

Mit einem Klick auf die bestehende Sichtbarkeitsstufe kann diese eingeschränkt oder erweitert werden. Es ist jedoch ratsam, sich vor dem Absenden Gedanken über die Sichtbarkeit zu machen. Bei einer späteren Änderung müssen Sie damit rechnen, dass die veröffentlichten Inhalte bereits von Personen gesehen wurden, die eigentlich ausgeschlossen werden sollten.

Die richtige Zielgruppe auswählen

Besprechen Sie mit Ihrem Kind, welche Einstellung bei der täglichen Nutzung von Facebook akzeptabel ist. Hinterfragen Sie auch gemeinsam die Reichweite der jeweiligen Einstellung. „Öffentlich“ gepostete Inhalte sind für jedermann zugänglich. Aber auch die Einstellung „Freunde von Freunden“ kann schnell mehr Menschen erreichen als gedacht: Wenn ihr Kind 100 Facebook-Freunde hat und diese wiederum ebenfalls je 100 Facebook-Freunde, können bereits 10.000 zusätzliche Personen die veröffentlichten Inhalte sehen. Dass Sie und Ihr Kind diese Personen nicht alle kennen, liegt auf der Hand.

Um mehr Kontrolle darüber zu bekommen, welche Personen einzelne Text-Beiträge, Fotos oder Videos sehen können, ist es ratsam, Listen zu nutzen. So kann Ihr Kind einzelne Inhalte nur bestimmten Freundesgruppen (z.B. der eigenen Familie, den Mitschülern oder den Freunden aus dem Sportverein) zugänglich machen.

Persönliche Informationen schützen

Nach der Anmeldung bei Facebook ist das Profil Ihres Kindes so voreingestellt, dass auch sehr persönliche Informationen – wie der Wohnort oder die Schule, Angaben zur Familie oder zu Interessen – öffentlich sichtbar sind.

Sichtbarkeit persönlicher Einstellungen anspassen

Beim Einfügen oder Ändern von persönlichen Informationen kann jedoch ebenfalls die Sichtbarkeitseinstellung verändert werden. Für jede persönliche Angabe kann die Sichtbarkeit individuell vorgenommen werden, sodass Sie auch hier Informationen gezielt Zielgruppen (un)zugänglich machen können.

Sichtbarkeit der Gefällt mir-Angaben einstellen

Die Sichtbarkeit der „Gefällt mir“-Angaben, die in der linken Spalte des Profils Ihres Kindes angezeigt werden, ist ebenfalls einstellbar. Bewegen Sie die Maus auf Bereich über den „Gefällt mir“-Angaben, damit ein Stift-Symbol zum Bearbeiten erscheint. Unter „Privatsphäre bearbeiten“ können Sie die Sichtbarkeit nun umstellen.

Und so gehts weiter…

In meinem nächsten Artikel werde ich Ihnen zeigen, wie Facebook Ihr Kind vor der Kontaktaufnahme durch Fremde schützt. Darin werde ich darauf eingehen, wer für Facebook als „fremd“ gilt und welche Möglichkeiten Ihr Kind hat, gegen unerwünschte Kontaktaufnahmen vorzugehen.

Alle Beiträge zum Thema Facebook für Eltern werden gesammelt unter
http://www.schwindt-pr.com/category/facebook/facebook-fuer-eltern

Weitere Infos gibt es von Facebook unter
https://www.facebook.com/safety/groups/parents/

Facebook für Eltern – Teil 1: Worauf Sie bei der Registrierung Ihres Kindes achten sollten #elternfb

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Ist bei Ihnen schon der Zeitpunkt gekommen, zu dem ihr Kind Sie gefragt hat, ob es sich bei Facebook anmelden darf? Wahrscheinlich wird die Begründung lauten: „Alle anderen aus der Schulklasse sind auch schon da“, oder „Wenn ich nicht dabei sein darf, dann finden mich die anderen uncool“. Sie als Eltern denken aber wohl mehr an die Risiken, die den Datenschutz, die Privatsphäre oder die allgemeine Kontrolle der Online-Aktivitäten Ihres Kindes betreffen. Fakt ist: Da Facebook und Co. in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, werden Sie Ihr Kind nicht dauerhaft davon fernhalten können. Sie können aber einiges tun, um Ihr Kind und seine persönlichen Daten in der weiten Welt der sozialen Netzwerke zu schützen. Der erste Schritt, den Sie dabei beaufsichtigen können, ist die Anmeldung bei Facebook. Ihr Kind muss dafür mindestens 13 Jahre alt sein.

Kontaktdaten von Dritten nicht an Facebook weitergeben

Bezüglich der Eingabe von persönlichen Daten sollten Sie Absprachen mit Ihrem Kind treffen, denn Facebook versucht an vielen Stellen, solche Daten abzufragen: So wird bereits im ersten Schritt der Erstellung des Facebook-Kontos nach den Zugangsdaten zum privaten E-Mail-Postfach gefragt, um dort mögliche Facebook-Kontakte zu finden:

Abfrage von E-Mail-Konten

Facebook weist zwar darauf hin, dass die dort gefundenen Kontaktdaten gespeichert werden, da die Speicherung und Nutzung fremder Kontaktdaten ohne die Einwilligung der betreffenden Personen ist nach deutschem Recht jedoch nicht erlaubt ist, sollten Sie Ihrem Kind erklären, warum es diese Funktion unbedingt überspringen sollte.

Persönliche Informationen mit Bedacht eintragen

Im zweiten Anmeldeschritt erfragt Facebook den aktuellen Wohnort, die Heimatstadt und den Namen der Schule. Ist das Profil angelegt, können im Infobereich außerdem zahlreiche weitere persönliche Informationen hinterlegt werden. Hier wird Ihr Kind Angaben machen wollen, um sich selbst zu beschreiben. Sprechen Sie gemeinsam ab, welche Informationen sensibel sind, also Ihr Kind zu leicht identifizierbar machen, und welche Angaben unverfänglicher sind. Auch sollte gemeinsam geklärt werden, wem diese Informationen später zugänglich gemacht werden dürfen. Gemäß der Voreinstellung sind die Angaben zur Schule oder Ausbildung, dem Wohnort, der Familie und sonstigen persönlichen Beziehungen sowie die weiteren persönlichen Details öffentlich sichtbar:

Profilinformationen eingeben

Auch die „Gefällt mir“-Angaben und die eingetragenen Vorlieben zu Musik, Filmen, Büchern usw. werden zunächst öffentlich angezeigt. Lediglich die allgemeinen Angaben und Kontaktinformationen sind nur für die eigenen Freunde sichtbar. Facebook weist allerdings darauf hin, dass sensible Daten von Minderjährigen nicht in der Suche öffentlich sichtbar sind.

Eine Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Kind, welche Angaben eingetragen und wem diese Informationen zugänglich gemacht werden dürfen, ist daher für die grundsätzliche Nutzung von Facebook wichtig. Die Privatsphäre-Einstellungen zur Sichtbarkeit sollten daher dem Kind erklärt und grundsätzlich individuell eingestellt werden.

Und so gehts weiter…

In meinem nächsten Artikel werde ich darauf eingehen, was Jugendliche bei der Nutzung von Facebook hinsichtlich der Privatsphäre bzw. den Sichtbarkeitseinstellungen beachten sollten. In einer offenen Reihe möchte ich weitere Stolpersteine ansprechen und wie man sie umgehen kann, damit Jugendliche das soziale Netzwerk sicher nutzen und auch Sie als Eltern beruhigt sein können.

Alle Beiträge zum Thema Facebook für Eltern werden gesammelt unter
http://www.schwindt-pr.com/category/facebook/facebook-fuer-eltern

Weitere Infos gibt es von Facebook unter
https://www.facebook.com/safety/groups/parents/

Mythos 4 über Facebook-Seiten: „Besser allein verwalten, sonst werden sie geklaut“

Weiter geht es mit meiner kleinen Reihe zum Thema Mythen über Facebook-Seiten. Warum es sinnvoll ist, eine Facebook-Seite nicht allein zu verwalten, habe ich bereits in einem früheren Artikel erklärt. Dennoch scheuen sich viele davor, andere zur Verwaltung ihrer Seite mit ins Boot zu nehmen, denn – so der Mythos – die anderen könnten dem Ersteller ja die Seite stehlen.

Das stimmt jedoch nicht – vorausgesetzt der Ersteller beachtet beim Ernennen der weiteren Verwaltungspersonen die verschiedenen Rollen, die er diesen zuweisen kann:

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Fake-Profile auf Facebook: Was tun, wenn sich jemand für Sie ausgibt?

Leider erreichen mich immer wieder Hilferufe von Lesern, die ein Profil entdeckt haben, das sich für sie ausgibt. Facebook hat für diese Fälle eigene Meldewege vorgesehen und zwar sowohl für Personen, die Facebook auch selbst nutzen, als auch für solche, die es nicht tun.

Sind Sie selbst Facebooknutzer, dann finden Sie Hilfe unter https://www.facebook.com/help/174210519303259/. Über den Button mit den drei Punkten im missbräuchlichen Profil > Melden/Blockieren gelangen Sie zu einem Fenster wie diesem:

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Surfen auf Facebook wird dank https sicherer (Gastbeitrag)

UPDATE im Blog von Alexander Schestag

Dies ist ein Gastbeitrag meines Kooperations-Partners Alexander Schestag (mehr zu ihm am Ende dieses Blogposts). Vielen Dank, Alex! 🙂

Wie Facebook heute bekanntgegeben hat, soll es in den nächsten Wochen möglich sein, in den Einstellungen zur Konto-Sicherheit anzugeben, dass man Facebook automatisch über eine verschlüsselte Verbindung (https) verwenden möchte. Zwar war die Nutzung einer verschlüsselten Verbindung bisher auch schon möglich, aber jeder musste sich bis jetzt selbst darum kümmern, in die Adresszeile des Browser https://www.facebook.com statt http://www.facebook.com einzugeben. Daß die Umleitung auf eine verschlüsselte Verbindung nun bald automatisch möglich sein wird, ist für alle Nutzer eine wesentliche Verbesserung ihrer Sicherheit auf Facebook.

Warum ist das nun so wichtig? Das Problem bei unverschlüsselten Verbindungen zu Websites ist, dass Logins und andere vertrauliche Daten von Dritten mitgelesen werden können. Dass das kein hypothetisches Szenario ist, hat die Kompromittierung zahlreicher tunesischer Facebook-Accounts durch die ehemalige Regierung des Landes gezeigt.

Aus diesem Grund ist die Nutzung dieser neuen Funktion sehr zu empfehlen, auch wenn anfangs noch mit Problemen zu rechnen ist, wie Facebook berichtet. So kann es sein, dass einige Anwendungen mit verschlüsselten Verbindungen nicht funktionieren. Facebook arbeitet jedoch nach eigenen Angaben bereits an der Lösung dieses Problems. Unter anderem können Entwickler schon jetzt eine „Secure Canvas URL“ verwenden, die Anwendungen über eine verschlüsselte Verbindung ermöglicht. Die im Facebook-Blog  ebenfalls erwähnte Verlangsamung der Verbindung dürfte vernachlässigbar sein.

Wenn Sie also nicht mit Anwendungen arbeiten müssen, die nur über eine unverschlüsselte Verbindung funktionieren, sollten Sie diese Option aktivieren, sobald sie zur Verfügung steht. Derzeit ist das noch nicht der Fall, die Funktion soll aber in den kommenden Wochen freigeschaltet werden. Sie sollten also ein Auge auf Ihre Kontoeinstellungen unter „Kontosicherheit“ haben.

Über den Autor:

Alexander Schestag ist seit 2003 selbständig in der Internet-Branche tätig. Seit er  Facebook nutzt setzt er sich kritisch mit Fragen rund um Privatsphäre und Datenschutz in sozialen Netzwerken auseinander, berichtet darüber regelmäßig in seinem Blog und bietet dazu auch Beratung an.

Sicherheitsabfrage für Facebook definieren

Eine kuriose Anfrage, die mich neulich erreichte, drehte sich um das Prozedere bei vergessenem Passwort. Der Nutzer hatte sich selbst ausmanövriert, weil er bei seiner Registrierung in Facebook ein erfundenes Geburtsdatum angegeben und sich dieses nicht gemerkt hatte. Als er dann auch noch sein Passwort vergessen hatte und ein neues anfordern wollte, wurde er nach seinem Geburtsdatum gefragt, das er dann nicht angeben konnte…

Das hätte nicht passieren müssen, wenn derjenige entweder sein richtiges Geburtsdatum angegeben (man muss sein Geburtsdatum übrigens nicht anzeigen lassen) oder sich wenigstens das falsche gemerkt hätte. Darüber hinaus besteht auch die Möglichkeit, eine andere Sicherheitsabfrage als die Frage nach dem Geburtsdatum zu definieren:

Über Konto > Kontoeinstellungen > Sicherheitsabfrage gelangt man zu folgendem Formular:

Hier kann man zwischen sechs verschiedenen Fragen wählen, die als alternative Sicherheitsabfrage verwendet werden soll. Eine eigene Frage kann man leider nicht eingeben.