Das neue RebelMouse – Erst mal nur was für die Großen?

RebelMouse

Als ich die Ankündigung von RebelMouse bekam, dass sie ihren kostenlosen Service zum 1. Sepember 2016 einstellen und statt dessen nur noch drei Bezahlprodukte anbieten werden, fand ich das – wie einige andere – nicht lustig. Ich hatte über längere Zeit meine Social-Media-Beiträge über eine RebelMouse-Seite aggregiert und diese auf meiner Website als kleinen Newsroom eingebettet. Über dieselbe Funktion hatte ich auch einem iBook zu einer besonderen interaktiven Seite verholfen. Da ich mit den Gründern von RebelMouse seit Anfang ihres Unternehmens in Kontakt stehe und sie auch schon zweimal hier interviewt habe (2012, 2014), bat ich nun also wieder um ein Gespräch, das in englischer Sprache unter http://www.schwindt-pr.com/2016/09/14/rebelmouse-megan-berry/ nachgelesen werden kann. Da viele meine Leser nicht so gut Englisch verstehen, oder einfach nicht so genau in der technischen Materie drin stecken, fasse ich hier das Wichtigste nochmal auf Deutsch zusammen und ziehe ein erstes Fazit:

Wie sich RebelMouse entwickelt hat

Für das Interview habe ich die bisherige Entwicklung in drei Grafiken visualisiert:

  1. RebelMouse in der Anfangsversion als Aggregator für Social Media, wobei die RebelMouse-Seite auch in die eigene Website eingebettet werden konnte:
    REbelMouse aggregating Posts from Social Media to an embeddable page
  2. RebelMouse in der erweiterten Version, mit Editor im Backend und der Option für verschiedene Tabs auf der RebelMouse-Seite, alles weiterhin auf der eigenen Website einbettbar:
    RebelMouse aggregating Social Media posts to an embeddable page plus editor and tabs
  3. RebelMouse als share-optimiertes Content Management System (gab es zunächst auch parallel zu dem oben):
    RebelMouse as CMS with sharing to Social Media

Das Ganze hat sich also weg vom Aggregieren hin zum Publizieren entwickelt.

Welche Modelle es jetzt gibt

Die drei neuen Bezahlprodukte sind:

rebelmouse_sharing

  1. Rebel Discovery: Ein Tool, das Influencer (derzeit auf Facebook und Twitter, weitere Plattformen kommen) anhand Schlagworten und früherem Sharing identifiziert. Diese soll man dann per Mail oder Privatnachricht auf der jeweiligen Plattform kontaktieren und um Sharing des entsprechenden Beitrags bitten – ein System, das ich in Deutschland für derzeit nicht umsetzbar halte. Für die geteilten Beiträge gibt es dann in RebelMouse Statistiken, so dass man sehen kann, wer wie reagiert hat und ob es sich lohnt, mit demjenigen weiterzuarbeiten.
  2. Rebel Runner: Das RebelMouse Distributed Content Management System, cloudbasiert und von allen Seiten Sharing-optimiert, d.h. es hat all das, was man sich z.B. bei WordPress dazu installieren oder coden muss, schon eingebaut. Dazu gehört die Anbindung an Instant Articles, Google AMP, Twitter Cards, Sharepotimierung (Bildgrößen, Überschriften etc. – und das in einem selbstlernenden System), responsive Sharebuttons (wer von Pinterest kommt, bekommt den Button zuerst angezeigt usw.) und optimale Voraussetzungen fürs Einbetten von Social Media Content. Die Website kann per Drag&Drop zusammengebaut werden. Rebel Disocovery ist inklusive.
  3. Rebel Roar: Die Premium-Variante von RebelRunner, ebenfalls mit RebelDiscovery inklusive.

Was kostet das?

Zur Preisfrage hieß es, dass RebelMouse sich nun auf Unternehmen konzentriere und da sei es üblich, dass keine Preise gelistet werden, weil es viele verschiedene Einzeloptionen gibt, die der Kunde haben möchte, und  die könne man nciht alle einzeln beziffern. Es werde aber später vielleicht feste Optionen geben, für die man dann auch Preise auf die Website schreiben kann. Aber soweit sei man eben noch nicht.

Warum das Umdenken?

Das Nutzerverhalten im Web verändert sich stetig, und in den USA mag man da auch schon um einiges weiter sein als hierzulande. Fakt ist, dass bei denen, die auch einen regelmäßig aktualisierten Newsbereich mit einzeln weitersagbaren Beiträgen (Blog) haben, die Startseite der Website als Einstiegsseite ausgedient hat. Daran ändert auch ein Magazinlayout auf der Startseite nichts. Denn die Einstiegsseite und das, was über Sharing weitergesagt wird, ist in der Regel ein einzelner Beitrag. Und dieser wechselt je nach gerade aktuellem Thema und muss jeweils fürs Sharing optimiert werden.

Ob und von wem ein Beitrag geteilt wird, unterliegt laut Megan Berry aber bisher der „post and pray“-Mentalität. Das heißt: Man veröffentlicht einen Beitrag, teilt ihn in die eigenen Präsenzen und hofft, dass er Resonanz bekommt. Hier soll das Discovery Tool ansetzen. Ob das hierzulande funktioniert, wage ich derzeit zu bezweifeln…

Das zweite Argument lautet, dass man normalerweise viel Aufwand, Zeit und Kosten investieren muss, um eine Website zu bekommen, die das alles kann, was eine mit RebelMouse von Anfang an kann. Beispiel WordPress: Man muss das CMS auf seinem Webspace installieren, ein geeignetes Theme finden und anpassen oder selbst entwickeln, passende Plugins finden und/oder selbst entwickeln, um all die o.g. zusätzlichen Funktionen hinsichtlich des Sharings hinzuzufügen und das Ganze ständig selbst update halten. Nachteil: Ich gebe die Kontrolle ab und bin ganz von RebelMouse abhängig. Vorteil: Ich habe deutlich weniger Arbeit und es geht schneller.

Wer nutzt das schon?

Mein Fazit

Es ist schade, aber verständlich, dass RebelMouse sich auf sein Content Management System und den neuen Dreh mit dem Influencer Relationship Management konzentrieren möchte. Aus rein technischer Sicht klingt das alles spannend. Aber ob das mit deutschem Datenschutzrecht und deutschen Nutzergewohnheiten kompatibel ist, weiß ich nicht. So oder so ist das im Moment nur was für große News-Seiten, bei denen der Traffic hauptsächlich übers Sharing reinkommt und nicht direkt oder über Suchmaschine. Bleibt abzuwarten, wie sich RebelMouse weiter entwickelt. Wir sprechen uns dann spätestens 2018 wieder. 😉

 

Was ist was? Social Icons, Sharebuttons und optimiertes Sharing

Fragezeichen-Grafik

Ich hab zwar schon gefühlte 1000mal darüber gebloggt, aber die Missverständnisse halten sich. Selbst bei Leuten, die sowas beruflich können sollten, werden die Begriffe Social Icons, Sharebuttons und Optimierung fürs Sharing wild vermischt oder führen gar zu kompletten Fragezeichen. Daher hier nochmal kurz zusammengefasst, was diese drei Begriffe bezeichnen und was sie unterscheidet:

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Bitte zuerst nachdenken und erst dann teilen!

sharing

Immer wieder sehe ich, dass Leute Meldungen, die sie irgendwo im Netz aufgeschnappt haben, ohne Hinterfragen weiter teilen. Wir alle kennen die sinnfreien aber hartnäckig immer wiederkehrenden Wellen von Bildpostings zum Thema „Hiermit widerspreche ich…“ etc. Solange es dabei nur um solche Dinge geht, kann man das noch mit einem Schmunzeln abtun. Heikler wird es dann bei Inhalten, für deren Weitersagen man keine Rechte hat. Das kann schon mal in einer Abmahnung enden und teuer werden…

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Zusätzliche Funktionen für WordPress-Blogartikel einbauen (Updated)

Zusätzliche Funktionen im Blog con schwindt-pr (Sharing, Hinweis auf Mailabo, ähnliche Beiträge und Autorenkasten.

Wer mit WordPress bloggt, kennt das: Man hat ein Theme gefunden und vielleicht schon ein bisschen an dessen Layout geschraubt, aber es fehlen einfach noch ein paar Sachen. Zum Glück gibt es für alles Plugins. Manchmal sind aber auch die nicht das, was man sucht. Wer sich ein bisschen mit HTML und CSS auskennt, kann daher noch einiges rausholen. So habe ich in den vergangenen Tagen an meinem Blog gearbeitet und u.a. folgende Bereiche eingerichtet, die am Ende eines jeden Artikels angezeigt werden:

Zusätzliche Funktionen im Blog con schwindt-pr (Sharing, Hinweis auf Mailabo, ähnliche Beiträge und Autorenkasten.

1. Beiträge weitersagen mit Sharebuttons (Updated)

Für das Weitersagen meiner Blogartikel habe ich mich für die Sharing-Option von Jetpack entschieden. Dort können Sie einen individuellen Einleitungstext (Sharing-Bezeichnung) speichern und sich zwischen verschiedenen Layouts (Schaltflächenstil) für die Buttons entscheiden, die man zuvor ausgewählt hat. Die Weitersage-Option via WhatsApp, die nur mobilen Besuchern angezeigt wird, ist im Standardpaket allerdings nicht enthalten. Wie Sie diese Funktion aktivieren können, habe ich hier erklärt: WhatsApp zu Jetpack-Sharebuttons hinzufügen.

UPDATE: Inzwischen nutze ich das Plugin Shariff Wrapper (Danke für den Tipp, Johannes Mirus!) und das in einer per Hand angepassten Version:

Weitersage-Buttons aus Shariff Wrapper

Statt in den Plugin-Einstellungen auszuwählen, wo die Buttons angezeigt werden sollen, habe ich den im FAQ des Plugins unter „Can I use it in my theme?“ genannten Code an der gewünschten Stelle in die single.php eingefügt. UPDATE: Wenn Sie die Zähler in den Buttons nicht verwenden wollen (wie ich im Newsroom), müssen Sie backend=on weglassen.

Dazu habe ich einen Einleitungssatz und eine horizontale Linie davor eingefügt. In den Plugin-Einstellnugen habe ich außerdem den Abstand zum folgenden Kasten in der CSS-Zeile definiert. UPDATE 2: Nach dem Plugin-Update am 6.6.2015 habe ich die Linie und die Überschrift direkt in den Einstellungen unter Design > Überschrift über allen Shariff-Buttons via html festgelegt. (Danke an Jan-Peter Lambeck für die prompte Hilfe via Twitter!)

2. Hinweis auf Blogabo per Mail

Unter den Sharebuttons und den automatisch angezeigten Meta-Informationen zum Artikel (Kategorie, Schlagworte) wird jetzt ein Kasten angezeigt, in dem ich den Leser auf die Möglichkeit hinweise, sich neue Artikel von mir per E-Mail zuschicken zu lassen. Für diese Funktion gibt es zwar auch Plugins, aber ich habe sie manuell eingefügt. Und das geht so:

Ich habe einen einfachen div-Container in die single.php eingefügt. Diese div enthält folgenden Hinweis mit dem Link zu meiner Mailabo-Funktion, wie ich sie auch in den Widgets der Sidebar bzw. im Footer verwende:

Screenshot des Kastens mit dem Hinweis auf das Mailabo

Die div habe ich mittels einer eigenen Klasse im CSS layoutet. Das geht sicher auch noch etwas schicker, aber für den Anfang reicht es so. 😉

Damit so eine Änderung beim nächsten Themeupdate nicht wieder überschrieben wird, empfiehlt es sich, ein Child Theme anzulegen und die Änderung dort vorzunehmen.

Übrigens: Leider hat sich das Plugin post notification, das ich bis gestern für die Benachrichtigung über neue Artikel per E-Mail genutzt habe, mal wieder verselbständigt. Daher habe ich es jetzt ein für alle Mal abgeschafft und weise nun wieder auf den bereits früher verwendeten Weg via Feedburner hin.

3. Ähnliche Beiträge anzeigen

Um Besucher meiner Website für weitere Beiträge als nur den einen, über den sie auf die Website gekommen sind, zu interessieren, verwende ich das Plugin Contextual Related Posts.

Beispiel für die Anzeige ähnlicher Beiträge

Zuvor hatte ich das Jetpack-Modul Ähnliche Beiträge ausprobiert. Das erlaubt aber leider keine weiteren Einstellungen für die Auswahl der anzuzeigenden Beiträge und zeigt so auch öfter mal stark veraltete Artikel an. Mit dem neuen Plugin hingegen kann ich einen Zeitrahmen definieren, innerhalb dessen die ähnlichen Beiträge ausgesucht werden sollen. Außerdem kann ich bestimmte Artikel sogar komplett ausschließen.

Leider platziert das Plugin die ähnlichen Beiträge in meinem Theme standardmäßig nicht so, wie ich das gern hätte. Daher hab ich statt der Positionierung über die Plugin-Einstellungen (einfah alle Häkchen rausnehmen) die gewählt, die unter Manual install im FAQ auf der Plugin-Seite zu finden ist (Danke an Peter Müller für den Tipp!).

Außerdem habe ich unter Einstellungen > Ähnliche Beiträge das Original-CSS so verändert, dass es besser zu meinem Layout passt.

4. Autorenkasten anzeigen

Da mein WordPress-Theme Graphy kein eigenes Autorenfeld unter den Blogbeiträgen vorsieht, hatte ich zunächst das Plugin Fancier Author Box verwendet. Leider ließ sich das aber im Layout nicht so anpassen, wie ich es gern gehabt hätte. Deshalb bin ich auch hier auf eine manuell eingefügte Lösung in der single.php des Child-Themes ausgewichen. Wie das geht, wird hier erklärt: http://www.elmastudio.de/wordpress/wordpress-tipp-ein-autorenfeld-einfuegen.

Screenshot des Autorenfelds von Annette Schwindt

Der Text, der im Autorenfeld gezeigt wird, ist der, den Sie im Benutzerprofil Ihres WordPress-Blogs eingegeben haben. Das Foto ist Ihr Gravatar.

 

Soviel zu den aktuellen Änderungen hier in meinem Blog. Sie können sie live hier unter dem Artikel testen. 😉 Welche Helfer oder zusätzlichen Codeschnipsel verwenden Sie in Ihrer WordPress-Installation? Haben Sie Tipps für andere Leser? Ich freue mich auf Ihre Kommentare! 🙂

 

Whatsapp zu Jetpack Sharebuttons hinzufügen

WhatsApp Sharing in Jetpack

Falls Sie mit WordPress bloggen, nutzen Sie vielleicht die Sharing-Option des Plugin-Pakets Jetpack. Die Dienste, die Sie damit zum Weitersagen Ihrer Inhalte anbieten können, sind zunächst die üblichen: Facebook, Twitter, Google+, Mail und (ja, das gibt’s immer noch:) Drucken. Hinzu kommen Tumblr und LinkedIn sowie die hierzulande weniger genutzen Netzwerke Pocket, Stumbelupon und Reddit. Was bislang leider fehlt, ist eine Option für das mobile Weitersagen via WhatsApp.

Deshalb hat Valerio Souza ein eigenes Plugin geschrieben, das Jetpack mobil um einen WhatsApp-Button erweitert. Sie finden es unter https://wordpress.org/support/view/plugin-reviews/whatsapp-jetpack-button oder unter WhatsApp Sharing Button for Jetpack im Plugin-Verzeichnis im Backend Ihres WordPress-Blogs.

Titelbild der Pluginseite WhatsApp Sharing Button for Jetpack

Sobald sie das Plugin installiert und aktiviert haben, können Sie, wie bereits von Jetpack gewohnt, über Einstellungen > Sharing > Teilen-Schaltflächen einen WhatsApp-Button zu den schon vorhandenen hinzufügen:

sharing

Der grüne WhatsApp-Button erscheint auf der Website nachher natürlich nur in der mobilen Ansicht, also via Smartphone, Tablet etc., wo WhatsApp auch genutzt werden kann:

Mobile ansicht der Sharebuttons inklusive WhatsApp

In der Desktop-Ansicht bleibt alles beim Alten:

Desktop-Ansicht der Sharebuttons ohne WhatsApp

Die Installation ist kinderleicht und der Button funktioniert einwandfrei. Das sieht dann z.B. so aus:

Screenshot eines per Whatsapp weitergesagten Artikels (Überschrift und Link)

Update: Offenbar hat das Plugin Probleme in Verbindung mit W3 Total Cache… 🙁

Wie Sie Tweets mit Zitaten aus Blogartikeln ermöglichen (click & tweet)

Haben Sie das auch schon mal gesehen? Manche Blogs haben in ihren Artikeln kleine Kästen oder auf sonstige Weise hervorgehobene Bereiche mit Zitaten oder Kernsätzen, die man direkt nach Twitter weitersagen kann. „Click & Tweet“ oder „Click to tweet“ steht meistens dran. Die meisten werden Plugins dafür benutzen, es gibt aber auch die Möglichkeit, so etwas manuell mit statischem Code in seine Artikel einzubauen:

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Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 3: Weitersagen erleichtern

In Teil 1 dieser Serie ging es um das gesamte Vernetzungsgeflecht von Website und Social Media, das in den darauf folgenden Teilen in die einzelnen Bestandteile zerlegt wird. So ging es in Teil 2 um die Verweise von der eigenen Website zu den dazugehörigen Social-Media-Präsenzen. Hier in Teil 3 soll nun gezeigt werden, wie Sie den Besuchern Ihrer Website das Weitersagen (Sharing) Ihrer Inhalte erleichtern und das Ergebnis nach Ihren Wünschen beeinflussen können.

Natürlich können Sie einen Webinhalt auch immer durch manuelles Kopieren von dessen Webadresse und Einfügen im Eingabefeld der Social-Media-Plattform Ihrer Wahl weitersagen. Weitaus weniger Aufwand ist es jedoch, wenn der betreffende Webinhalt bereits eigene Links oder Buttons dafür zur Verfügung stellt.

Sharing von Website zu Social Media

Weitersage-Buttons sind nicht dasselbe wie Verweise

click & tweet Immer wieder werden die Weitersage-Buttons (auch Sharebuttons genannt) mit den in Teil 2 genannten Verweisen auf die eigenen Social-Media-Präsenzen verwechselt. Das passiert vor allem dann, wenn sie in derselben Größe und demselben Layout verwendet werden. Zu diesem Thema gibt es hier bereits einen älteren Artikel von mir: Verweise und Sharebuttons sind nicht dasselbe!

Stellen Sie also sicher, dass Verweise und Sharebuttons …

  • nicht dieselbe Größe haben
  • nicht dasselbe Layout haben
  • so platziert sind, dass klar wird, was wozu dient: Verweise werden für gewöhnlich im Kopf oder Fuß der Website oder als Widget in der Sidebar platziert. Sharebuttons hingegen befinden sich in der Regel am Ende eines Beitrags oder eines Inhaltsbereichs. Manche Websites platzieren sie auch am Anfang von Artikeln oder als mitscrollende Leiste am Rand.In einer schematischen Zeichnung einer typischen Website sieht das so aus:
    Platzierung der verschiedenen Varianten von Sharebuttons und Verweisen in einer typischen Website

Es ist wichtig, dass die Weitersage-Buttons bei jedem einzelnen Artikel bzw. auf den gewünschten einzelnen Unterseiten Ihrer Website vorhanden sind. Am besten setzen Sie noch eine erläuternde Textzeile dazu. Ich verwende z.B. „Ich freue mich, wenn Sie diesen Beitrag weitersagen“. click & tweet

Woher die Weitersage-Buttons nehmen?

Je nachdem, welches Content Management System Sie für Ihre Website/Ihr Blog verwenden, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Buttons fürs Weitersagen einzubauen.

Sharebuttons von Facebook und Co.

Die einzelnen Plattformen stellen verschiedene Codes zur Verfügung, mit denen Sie die Buttons zum Weitersagen in Ihre Website einfügen können. Sie finden sie unter:

Diese Codes müssen dann an passender Stelle im Quelltext Ihrer Website untergebracht werden.

Wer sich mit dem Coden auskennt, aber nicht diese Skripte verwenden will, kann die Buttons auch per Hand schreiben. Wie das geht, habe ich HIER bereits erklärt.

Plugins (WordPress und anderswo) click & tweet

Für weniger Fortgeschrittene gibt es in WordPress die Möglichkeit, Plugins zu nutzen. Davon gibt es viele verschiedene. Ich benutze hier derzeit die Sharing-Option des Plugins Jetpack, für die es verschiedene Layout-Varianten gibt. Es gibt aber auch noch andere Plugins, z.B. die von Shareaholic, Simple Share Buttons, oder Share this.

Share this oder Shareaholic bieten auch Lösungen außerhalb von WordPress an.

Optimierung des Weitersage-Ergebnisses

Welche Buttons Sie auch immer in Ihre Website einbauen – Ihre Arbeit ist damit noch nicht beendet. Jetzt geht es noch ans Optimieren Ihrer Weitersage-Ergebnisse. Dies ist vor allem für Facebook wichtig, wofür dort eigene tags (Codezeilen zur Ergänzung des Quelltexts der Website) zur Verfügung gestellt werden. Die beiden wichtigsten sind die für das Bild (wird auch von Google+ verstanden), das beim Weitersagen erscheinen soll, und für die Beschreibung der Website:

<meta property=“og:image“ content=“[URL des Bildes]“>
<meta property=“og:description“ content=“[Kurze Beschreibung der Website]“>

Diese tags müssen in den Header einer Website eingetragen werden. Das Ergebnis sieht bei mir dann zum Beipsiel so aus:

Metatag-ergebnis auf Facebook

Alle weiteren von Facebook zur Verfügung gestellten Tags finden Sie über https://developers.facebook.com/docs/web/webmasters/.

Wer sich mit Quelltext-Feinheiten nicht so auskennt, aber selbstgehostetes WordPress benutzt, für den gibt es auch hier Plugins wie z.B. den Facebook Thumb Fixer, die den Eintrag für das richtige Bild übernehmen.

Übrigens: Um zu überprüfen, ob die Optimierung funktioniert, können Sie die URL der betreffenden Seite durch den Facebook debugger überprüfen lassen.

Im nächsten Teil dieser Serie wechseln wir die Perspektive: Bislang ging es ja um die Verknüpfung von der Website hin zu Social Media. In Teil 4 widmen wir uns der Frage, wie in umgekehrter Richtung die einzelnen Social-Media-Präsenzen sinnvoll auf die Website verweisen können und müssen (Impressumspflicht!). Alle weiteren Teile dieser Serie finden Sie über die Liste in Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.