RebelMouse – das social CMS

Dieses Interview wurde zunächst im englischen Original veröffentlicht. Hier folgt die Übertragung ins Deutsche:

“More than an aggregator” lautete der Titel des ersten Interviews, das ich vor zwei Jahren mit dem Gründer und CEO von RebelMouse Paul Berry geführt  hatte. Seitdem ist viel passiert und so wurde es Zeit für ein Update!

Annette Schwindt: Als wir vor zwei Jahren unser erstes Gespräch geführt haben, war RebelMouse noch ganz am Anfang. Damals konnte man nur Beiträge von Twitter, Facebook und Instagram importieren. Aber seitdem sind viele neue Optionen eingeführt worden. Welche Import-Möglichkeiten gibt es heute?

Paul BerryPaul Berry: Die Inhalte können jetzt im Grunde von überall her nach RebelMouse hereingeholt werden. Das bedeutet LinkedIn, Tumblr, Pinterest, Youtube, Google+ aber auch direkt RSS Feeds und XML/JSON. Es gibt auch ein wirklich praktisches Bookmarklet, das sich die Nutzer einrichten können, um Inhalte zu RebelMouse hinzufügen zu können.

Es gibt aber auch mehr und mehr ausgefeilte Filter, um die Inhalte zu verteilen und zu den richtigen Freigaben weiterzuleiten, oder um bei Veröffentlichung einen Nutzer zu benachrichtigen und um Nutzungserlaubnis zu bitten.

Neben den Importfunktionen wurden auch viele andere Neuerungen eingeführt. Es gibt die Möglichkeit, sein Layout zu individualisieren, Reiter hinzuzufügen, Inhalte zu filtern sowie das Ganze in die eigene Website einzubetten, wie ich es auch gemacht habe, und ich kann die Statistiken meiner Seite überwachen. Welches sind Ihre Lieblingsfunktionen und warum?

Ich freue mich darüber, wie alles zusammen findet. Ein herausragender, hypereffizienter Veröffentlichungsdienst im Social Web zu sein, ist wirklich schwer. Viel schwerer als es sein sollte. Jeden Monat gelingt es uns besser, die einzelnen Teile zusammen zu bringen, um Inhalte reinzuholen, ihnen Traffic zu verschaffen und diesen Traffic in Community zu verwandeln.

Ich denke, neben Velocity Alerts und Tracking sind die Calls to action, die wir anbieten, um weiteres Sharing und Leute dazu zu bewegen, sich der Community anzuschließen, meine Lieblingsfunktion.

Screenshot of the website thedodo.com

Ich mag ja die mobile App besonders gern. Sie erlaubt es mir, Beiträge neu zu ordnen oder zu entfernen und das genauso einfach wie in der Desktopversion. Außerdem kann ich mir die Beiträge von anderen ansehen, sie nach draußen weitersagen oder intern neu veröffentlichen. Gibt es Zahlen dazu, wie viele Menschen RebelMouse insgesamt nutzen und wie viele auf mobilen Geräten?

Wir stehen derzeit kurz vor 30 Millionen unique visitors pro Monat. Eine wesentlich kleinere Gruppe davon hat begonnen, ihre Inhalte aus der App zu verwalten, das geht mehr so in die Zehntausende. Wir arbeiten an einigen Dingen, die wir im Herbst veröffentlichen werden, von denen wir hoffen, dass es die native apps stärken wird. Unser Traffic ist derzeit 60/40 mobil.

Die App von The Dodo ist ein schönes Beispiel dafür, wie wir die volle Nutzererfahrung umsetzen (The Dodo ist 100% powered by RebelMouse).

Bei unserem letzten Interview arbeitete RebelMouse noch an der Art wie Suchmaschinen auf RebelMouse-Seiten reagieren. Werden meine Beiträge auf RebelMouse inzwischen so indexiert wie jeder andere Inhalt aus dem Social Web?

Wenn es eine powered domain ist, dann ja. Und das empfehlen wir wärmstens. Für die Einbettungsfunktion gilt das auch, aber in geringerem Umfang. Wir verstehen, dass das Einbetten wirklich einfach ist und Mehrwert bringt, aber wir zeigen unseren Kunden, wieviel mehr wir tun können, wenn wir eine ganze Domain oder Subdomain übernehmen. Eine kürzlich veröffentlichte Website dieser Art, bei der die Seite zu 100% übernommen wurde, ist garyvaynerchuk.com.

Vor zwei Jahren sagten Sie, dass RebelMouse mehr ist als nur ein Aggregator. Ich empfehle es gern als eine Art Newsroom, vor allem seit die Möglichkeit, direkt auf der Seite zu bloggen, und die Tabs eingeführt wurden. Gibt es viele Menschen, die RebelMouse als Newsroom nutzen? Welche anderen Möglichkeiten gibt es RebelMouse zu nutzen?

Screenshot of the mentoring.esquireWir werden von Firmen aus der Medienbranche genutzt,  wie z.B. Esquire mit https://mentoring.esquire.com oder MTV mit https://collective.mtv.com, um sich eine Community und Interaktion aufzubauen und für eine gute Nutzererfahrung zu sorgen. Aber Newsrooms sind meine Herzensangelegenheit. Wir werden regelmäßig zum Einbetten von Nachrichtenströmen genutzt, die sorgfältig zusammengestellt werden, und wir sehen Nutzungsweisen, die mehr Community aufbauen und das Interviewen und Nachrichtensammeln über das Social Web zu einer hoffentlich interessanten Erfahrung machen.

Wir sorgen auch für social content ads, bei denen Marken unsere Plattform nutzen, um ihre besten Inhalte aus dem Social Web in Kampagnen umzuwandeln, die für gewöhnlich zwei- bis zehnmal so gut funktionieren.

Die Arbeit mit The Dodo hat zu einigen Ergebnissen geführt, die noch in Arbeit sind: http://www.fastcompany.com/3031567/most-innovative-companies/how-rebelmouses-social-publishing-platform-can-make-your-traffic-s

Welche Möglichkeiten bieten die bezahlten Accounts gegenüber den kostenlosen? Und werden die kostenlose werbefrei bleiben?

Um ein gesundes, langfristiges Unternehmen aufzubauen, konzentrieren wir uns wir auf das bezahlte Geschäft mit Software als Service für Firmen. Ich möchte gern, dass RebelMouse die Plattform wird, auf der man kostenlos anfängt und wenn man dann sieht, dass es sich geschäftlich lohnt, kann es übergangslos zum Rückgrat des neuen offenen Social Web werden. Wir haben noch viel zu tun, um dorthin zu gelangen. Aber für die nächsten Monate konzentrieren wir uns auf die Arbeit mit einigen der besten Marken und Medienunternehmen, um ihren Produkten wirklich Tiefe zu geben. Wir arbeiten aber auch mit Startups wie Trending Kenya und The Dodo, um Lösungen zu finden, die für deren Unternehmungen funktionieren.

In den vergangenen Jahren hat RebelMouse viel erreicht, aber ich nehme an, Sie arbeiten weiter an neuen Funktionen? Können Sie dazu schon etwas sagen?

Wir werden immer besser darin, die Systeme, die Redakteure und Schreibende nutzen, einfach aber ausgefeilt zu machen, während wir für die Besucher der Seiten eine so reichhaltige und communityfördernde Erfahrung wie möglich aufbauen. Ich bin sehr stolz auf unser Produkt, auf das Design und das inzwischen über 30köpfige Entwicklerteam. Sie haben alle Tests durchlaufen und sind ein richtiges Team, nicht bloß brilliante Individuen und das Produkt verändert sich sehr schnell. Wir haben native Apps, die immer mehr genutzt werden, und geprüfte Anzeigenprodukte unter hohem Traffic sowie Inhalte, die viral werden und über eine Million Likes pro Beitrag bekommen.

Die Herausforderung besteht nun darin, das Ganze einfach zu erklären. Als social CMS.

RebelMouse – the social CMS

Dieses Interview wurde im englischen Original belassen. Eine Übertragung ins Deutsche gibt es HIER.

„More than an aggregator“ was the title of the first interview that I’ve done with Paul Berry, founder and CEO of RebelMouse two years ago. A lot has happened since then, so it was time for an update!

Paul Berry
Paul Berry

Annette Schwindt: When we did our first interview two years ago, Rebelmouse was only in its beginning. It was possible to import updates from Twitter, Facebook and Instagram by then. There have been a lot more options added since then. What options for importing are there today?

Paul Berry: Content can now basically come from anywhere smoothly into RebelMouse. This means of course LinkedIn, Tumblr, Pinterest, Youtube, G+ but also direct RSS feeds and XML/JSON for custom clients. There is also a very cool bookmarklet that users set up to clip things into RebelMouse.

But also there are more and more sophisticated filters to process the content and send it to the right approvals/reviews or to be published and notify a user, or ask for permission to use the content.

Beside the import functions a lot of other updates have been introduced. There is the individual layout option, the tab option, one for filtered content and the option to embed the whole page in my own website, like I have done, plus I can monitor my page with its own insights. What are your favourite features and why?

I love how it is all coming together. Being a great, hyper efficient, social publishers is really hard. Much harder then it should be. Every month we are farther along at bringing all the pieces together to take content, get it traffic, and turn that traffic into community.

So I think along with Velocity Alerts and Tracking (sorts by popularity triggered against fast moving content), my favorite is the calls to action we are launching which encourage further sharing and get you joining the community.

Screenshot of the website thedodo.com

I really like the mobile app. It allows me to rearrange or remove postings from my page just as quickly as in the desktop version plus to browse and share or repost the postings of others. Can you give us an insight on how many people use Rebelmouse in total and how many use it on mobile devices?

We are now under traffic reaching about 30 million UVs a month. A much smaller group of those have started to really obessively manage their content from the apps, which is in more of the tens of thousands. We are working on some things we are will be launching in fall that we hope to really amplify native apps. We do obessess about mobile web and our traffic is about 60/40 mobile.

Check out The Dodo app on the google store or iTunes, its a great example of how we’re building the full experience for clients (The Dodo is 100% powered by RebelMouse).

In our last interview you were still working on the way that search engines would react on RebelMouse pages. Are my postings on RebelMouse indexed like any other social media posting by now?

If you are running a powered domain, yes. And we highly recommend that. If you are using embeds, yes but to a lesser degree. We understand that the embeds are really easy to add and give value, but we are showing our customers how much more we can do when we take over a domain or subdomain. A recent launched site you can see as an example that moved over 100% is garyvaynerchuk.com.

Two years ago you said that RebelMouse is more than an aggregator. I like to recommend it as a kind of newsroom, especially since the option to create content directly on the page and the tabs have been introduced. Do you see a lot of people use RebelMouse as a newsroom? What other ways are there to use a RebelMouse page?

Screenshot of mentoring.esquire.com

We are being used by media companies like Esquire for https://mentoring.esquire.com or MTV for https://collective.mtv.com, to build community and engagement and make beautiful experiences. But the newsroom is in my heart and while we are used regularly to embed streams of content that are curated carefully, we have some really interesting iterations of that which build more community and take interviewing and news gathering across social to a hopefully very interesting place.

But we are also powering social content ads, where brands use our platform to transform their best social content into display campaigns that outperform traditional by 2-10x.

The work with the Dodo has led to lots of launches that are in the works right now: http://www.fastcompany.com/3031567/most-innovative-companies/how-rebelmouses-social-publishing-platform-can-make-your-traffic-s

What possibilities do the paid accounts offer compared to the free ones by now? And will the free ones remain free of advertising too?

In order to build a healthy long term business, we’ve focused on the paid enterprise SaaS (software as a service) business. I very much want RebelMouse to become the platform that you start on, paying nothing and when you find you are building a real business that it can scale without migration to be the backbone of the new social open web. We have a lot to do to get there! But for the next months we are focusing on working with some of the best brands and media companies in a way that is giving the product real depth, while working with start ups like Trending Kenya and The Dodo to help find solutions that work for their business.

A lot has been achieved for RebelMouse in these last two years but I suppose you’re still working on new features? Can you let us know about any of them yet?

We are getting better and better at having the systems editors and writers use become simple but sophisticated while building out as rich an experience for the site visitors and community as possible. I am extremely proud of our product, design and dev team which is now 30+ strong and have all gone through trials and are really a team not just brilliant individuals and the product is iterating very quickly. We have native apps that are gaining engagement, and ad products that are certified by ad servers and under high traffic, and content going viral at over 1 million likes on a single post.

The challenge we have is explaining ourselves back simply. The social CMS.

Thanks a lot to Paul Berry for answering my questions
and to Megan Berry for providing me with links and photos!

Vom Social Web ins E-Book und zurück

Wer mir auch auf Twitter folgt, wird sich gestern vielleicht gewundert haben, was es mit all den Tweets auf sich hatte, die mit #streetartdue verschlagwortet waren. Anlass war die Vorstellung des „enhanced iBooks“ (also des erweiterten E-Books für iPad) namens „Open Your Eyes – StreetArt in Düsseldorf“ von Sebastian Hartmann bei 11punkt Verlag. Der Autor und die Verleger sind nicht nur besonders liebe Kollegen von mir, nein, ich durfte auch an einem Detail des E-Books mitwirken, das ich – wie versprochen – hier genauer erklären möchte. Ich versuche es, so einfach wie möglich zu machen, warne aber vor, dass das eher was für Fortgeschrittene wird…
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Newsrooms: Aufbau, Konzeption und Umsetzung #sck12

Gerade noch beim stARTcamp Köln zugeschaltet, kommen hier wie versprochen die Folien und die im Vortrag genannten weiterführenden Links:

„Social Web ist schön, macht aber viel Arbeit“, lautet das Motto der Veranstaltung, bei der sich alles um die Arbeit und das Berufsblid von Social-Media-Managern dreht. Selbige jonglieren tagtäglich mit ihren Präsenzen auf verschiedenen Netzwerken. Da verliert man schnell den Überblick. Wo gibt es jetzt nochmal was???

Eine zentrale Anlaufstelle muss her, auf der man sich eine Übersicht verschaffen und die einzelnen Beiträge und Präsenzen direkt erreichen kann. Am besten noch so, dass sich interessante Beiträge direkt weitersagen lassen und man auch Rückfragen stellen kann, ohne suchen zu müssen, wer denn da jetzt zuständig ist. Lösung:

Ein Newsroom muss her!

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News präsentieren mit RebelMouse

Ich habe es schon hier und da erwähnt: ich teste derzeit einen News-Aggregator namens RebelMouse. Unter http://www.rebelmouse.com/schwindtpr/ werden damit meine neuesten Beiträge pinterestartig dargestellt:

Dabei können derzeit Updates aus Twitter und Facebook (Profil oder Seite) sowie aus Instagram importiert werden. (Anmerkung: Wer sich wundert, wie meine Google+Beiträge da rein kommen: über RSS, Socialize von Feedburner – es geht auch ifttt – nach Twitter!)

Die Beiträge können verschoben, gelöscht und auch bearbeitet werden. RebelMouse bietet außerdem verschiedene Layouts an und hat auch angekündigt, demnächst das Einbinden eines eigenen CSS zu ermöglichen.

So eine RebelMouse-Seite sieht nicht nur hübsch aus, sondern bietet außerdem folgende Möglichkeiten:

Mehrere Seiten in einem Account

Pro Account können Sie nicht nur eine Seite, sondern auch mehrere anlegen und verwalten. Derzeit sind diese nur getrennt aufrufbar. Wie mir von einem der Macher gesagt wurde, soll es aber bald möglich sein, verschiedene Seiten innerhalb eines Accounts auch als Tabs anzulegen (wie ich es z.B. in netvibes nutze). Damit könnte man dann seine Inhalte noch weiter strukturieren.

Direkt bloggen

Über den Add Story-Button oben rechts kann man direkt eigene Beiträge in RebelMouse veröffentlichen. Dabei kann man nicht nur Text eingeben, sondern auch einzelne Bilder oder Alben und Videos einbetten und die Beiträge taggen:

Wie mir einer der Macher von RebelMouse berichtete, soll es demnächst auch möglich werden, bereits bestehende externe Blogfeeds nach RebelMouse einzuspeisen.

Extern einbetten

Über die embed-Funktion im Dashboard lässt sich RebelMouse auch extern einbinden. Ich verwende das derzeit auch hier auf der Website.

Das sieht deutlich schöner aus als ein reines Textwidget. Für WordPress gibt es diese Einbettungsfunktion auch als Plugin. Das benutze ich hier in der Blog-Sidebar.

Direkt interagieren

Über die kleinen grauen Icons in jedem Posting kann jeder direkt mit einem Beitrag interagieren (antworten, teilen, favorisieren, zur Quelle gehen):

Über den Stick-Button oben rechts, (erscheint beim Überfahren mit der Maus) kann jeder Rebelmouse-Nutzer einen Beitrag auch auf seine eigene Seite pinnen (vgl. Pinterest).

Spitzen-Support

Über die Facebook-Seite bzw. den Twitter-Account von Rebelmouse stehe ich seit einigen Tagen in direktem Kontakt zu den RebelMouse-Machern. Und trotz Zeitverschiebung (das Unternehmen sitzt in New York) und Wochenende, bekam ich immer prompt Antwort und Hilfe und kann mich auch darüber hinaus über das Produkt austauschen. Bei dem Support könnte sich manches andere Unternehmen mal was abschauen! Spitzenmäßig!

Da kommt noch mehr

Wie in diesem Artikel schon angedeutet, konnte ich bereits von einigen kommenden Features erfahren. Und das sind sicher nicht alle! Premiumaccounts mit weiteren Funktionen sind wohl auch in Planung.

Ich werde RebelMouse sicher weiter nutzen, und bei Gelegenheit wieder berichten. Inzwischen kann ich RebelMouse nur wärmstens empfehlen!

Impressum nicht vergessen

Falls Sie RebelMouse jetzt nutzen wollen, vergessen Sie nicht, auch hier die Impressumspflicht zu beachten. Dazu lässt sich der Kasten oben links ganz leicht editieren (auch HTML möglich):

Weiterführende Beiträge zu diesem Thema: