Facebook: Wann ein Unternehmenskonto Sinn macht und was man damit (nicht) kann

Ein Problem, dem Ersteller von Unternehmenskonten begegnen, ist die Tatsache, dass eine über ein Unternehmenskonto erstellte offizielle Seite (Fanseite für ein Unternehmen) nicht den vollen Umfang an Funktionen bietet. Möchte man z.B. eine Namensadresse für die Seite anlegen oder eine Anwendung hinzufügen, wird man dazu aufgefordert, dem Konto ein Profil hinzuzufügen. Dass man damit das Konto in ein Privatkonto umwandelt, ist den Nutzern dabei nicht klar. Hier ein Versuch, etwas Ordnung in die Verwirrung zu bringen:

(Bitte beachten Sie mein Facebook-Lexikon
für die Klarstellung der hier verwendeten Begriffe)

Hier die Kurzfassung einer Erklärung:

Facebook ist als Netzwerk von Menschen gedacht, die dort als sie selbst aktiv sind. Deshalb ist das StandardKONTO auf Facebook ein PrivatKONTO, zu dem immer ein PROFIL gehört. Von diesem Profil aus kann man auch SEITEN (Fanseiten) erstellen. Dies ist aber nicht die einzige Möglichkeit, Seiten zu erstellen. Man kann dies auch über ein UnternehmensKONTO (ohne Profil) tun.

Ein UnternehmensKONTO dient der Erstellung und Verwaltung einer UnternehmensSEITE (Fanseite) unabhängig von einer bestimmten Person. Das macht z.B. dann Sinn, wenn die Verantwortlichen im Unternehmen wechseln können und die Seite ohne Weiteres übergebbar sein soll.

(Allerdings können seit Kurzem auch Seitengründer als Admin entfernt werden, so dass auch über Privatkonto erstellte Seiten durch Hinzufügen eines neuen Administrators und Löschen des alten Administrators übergebbar sind.)

Wird eine Seite nur von einem Unternehmenskonto aus administriert, hat der Administrator nicht dieselben Möglichkeiten wie ein Administrator mit Privatkonto:

(Mehr zu weiteren Unterschieden in meiner Blogpost-Serie zu diesem Thema)

Unternehmenskonto + Profil = Privatkonto!

Fügen Sie einem Unternehmenskonto ein Profil hinzu, wandeln Sie es damit unwiderruflich in ein Privatkonto um. Dieses Profil darf nur für reale Personen (nicht für Unternehmen) erstellt werden. Es kann nicht wieder entfernt werden (höchstens für andere unsichtbar gemacht und nicht benutzt werden), ohne das ganze Konto und damit auch die dazugehörige Seite zu löschen!

Wichtig ist auch, dass Facebook das Erstellen mehrerer Profile für dieselbe Person nicht erlaubt!

Was also tun?

Möchte ein Unternehmen für seine über Unternehmenskonto erstellte Seite alle möglichen Funktionen nutzen, ohne selbst ein Profil zum Konto hinzuzufügen, muss es dazu weitere Administratoren hinzufügen, die ein PrivatKONTO (also ein persönliches Konto mit persönlichem Profil) haben. Diese haben dann allerdings volle Zugriffsrechte auf die Seitenverwaltung! Gestaffelte Zugriffsrechte gibt es für Seiten derzeit nicht.

Egal, von welcher Art Konto aus Sie eine Seite administrieren und wer dies alles tut: das Konto des Administrators (oder dessen Profil)  ist für Besucher Ihrer Seite nicht ersichtlich! Sie sind auf Ihrer Seite immer mit Absender Seitenname unterwegs (außer beim Anklicken von „gefällt mir). Umgekehrt heißt das auch, dass Sie als Administrator einer Seite dort nicht mit Absender Ihres (zum selben Konto gehörenden) Profils posten können. Außerhalb der Seite können Sie nur mit Absender Profil (= als Besitzer eines Privatkontos) posten (und demenstprechend @mention-Beiträge verfassen).

Fazit

Entweder Sie erstellen Ihre Seite gleich von einem Privatkonto aus (und nutzen das dazugehörige Profil dann als Person oder machen es unsichtbar) oder Sie erstellen die Seite von einem Unternehmenskonto aus und fügen der Seite weitere Administratoren, die ein Privatkonto haben, hinzu.

Dies ist aber wie gesagt nur die Kurzfassung eines sehr komplexen Themas.

Ob es nun für Sie mehr Sinn macht, eine Unternehmensseite von einem Privat- oder einem Unternehmenskonto aus zu erstellen, wie Sie dabei vorgehen sollten und welche Möglichkeiten Sie dann damit haben, kann man nicht pauschal beurteilen. Dazu bedarf es einer Beratung, bei der Ihre konkreten Bedürfnisse und Gegebenheiten berücksichtigt werden müssen.

Wenn Sie Beratungsbedarf in dieser Hinsicht haben,
stehe ich Ihnen gern zur Verfügung
.

Facebook: Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonto (Teil 4)

Nachdem ich die unterschiedliche Struktur, die verschiedenen Vernetzungs– und Postingmöglichkeiten von Privat- und Unternehmenskonten eingegangen bin, möchte ich in diesem letzten Teil die verschiedenen Möglichkeiten der nicht-öffentlichen Kommunikation zeigen.

Inhaber eines Privatkontos verfügen automatisch auch über ein persönliches Profil, zu dessen Funktionen auch ein Nachrichtenpostfach gehört. Von dort aus können Sie Privatnachrichten an andere Profile verschicken und erhalten. Diese Nachrichten können nur Sie und der/die Empfänger lesen. Umgekehrt können die Inhaber der mit Ihnen vernetzten Profile (= gelb markiert) auch Ihnen Privatnachrichten schicken oder auf Ihre antworten (= orangefarbene beidseitige Pfeile).

Betreiber einer Fanseite können von dieser Fanseite aus keine wirklichen Privatnachrichten schreiben, sondern haben nur die Möglichkeit, sog. Aktualisierungen an ihre Fans zu versenden ( = einseitige lila Pfeile).

Diese Aktualisierungen landen zwar auch im Postfach, aber in einer eigenen Rubrik namens „Aktualisierungen“. Sie können nur gelesen, aber nicht beantwortet werden. Stattdessen enthalten Sie einen „Teilen“-Link zum Weitersagen.

Fanseitebetreiber haben dabei keine Möglichkeit, persönlich an bestimmte Fans zu schreiben. Sie können nur an alle oder zielgruppenspezifisch nach Ort, Geschlecht und Alter Aktualisierungen versenden (über: Seite bearbeiten > rechte Seitenleiste: „Aktualisierungen an Fans senden“).

Da zu Unternehmenskonten kein persönliches Profil gehört, kann der Inhaber eines Unternehmenskontos keine Privatnachrichten, sondern nur die o.g. Aktualisierungsfunktion seiner Fanseite für die nicht-öffentliche Kommunikation an seine Fans nutzen (sie können ihm darauf nicht direkt antworten):

Dies war der letzte Teil der Serie zum Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonten. Insgesamt sind folgende vier Teile erschienen:

Teil 1: strukturelle Unterschiede
Teil 2: Vernetzungs-Unterschiede
Teil 3: Wer kann wo als was posten?

Teil 4: Unterschiede nicht-öffentliche Kommunikation
(= dieser Beitrag)

Facebook: Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonto (Teil 3)

Nachdem es in Teil 1 um strukturelle Unterschiede zwischen Privat- und Unternehmenskonten auf Facebook und in Teil 2 um die unterschiedlichen Vernetzungsmöglichkeiten mit denselben gegangen war, möchte ich heute darauf eingehen, wer wo als was posten kann:

Besitzer von Privatkonten, die auch eine Fanseite betreiben, können in den mit ihnen als Freund vernetzten Profilen (gelb markiert) mit ihrer Profilidentität posten. Ebenso können die Freunde im Profil des Beispielkontos mit deren Profilidentität posten (=beidseitige orangefarbene Pfeile). Und natürlich kann der Privatkontoinhaber in seinem eigenen Profil als er selbst auch posten (=orangefarbener Kreispfeil).

Als Fanseitenbetreiber kann man nur innerhalb der eigenen Fanseite posten (=lila Kreispfeil). Ansonsten können nur Fans mit deren Profilidentität auf der Fanseite posten.

NICHT möglich ist das Posten…

  • als Fanseite auf dem eigenen Profil (auch nicht via @mention)
  • als Fanseite an anderen Orten (Ausnahme: in Kopie via @mention)
  • als Profilidentität auf einer selbst administrierten Fanseite

Der Betreiber einer Fanseite von einem Unternehmenskonto aus verfügt ja über kein Profil und auch über keine Freunde. Daher kann er nur als Fanseite auf der eigenen Fanseite (=blauer Kreispfeil) posten. Ansonsten können Fans mit deren Profilidentität auf der Fanseite posten (=lila Pfeile).

NICHT möglich ist das Posten…

  • als Fanseite an anderen Orten (Ausnahme: in Kopie via @mention)

Im vierten und letzten Teil dieser Serie werde ich zeigen, worin die Unterschiede in der nicht-öffentlichen Kommunikation zwischen Privat- und Unternehmenskonten liegen.

Teil 1: strukturelle Unterschiede
Teil 2: Vernetzungs-Unterschiede
Teil 3: Wer kann wo als was posten?
(= dieser Beitrag)
Teil 4: Unterschiede nicht-öffentliche Kommunikation

Facebook: Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonto (Teil 2)

Nachdem ich in Teil 1 die strukturellen Unterschiede zwischen Privat- und Unternehmenskonten auf Facebook gezeigt hatte, möchte ich heute auf die Unterschiede in der Vernetzung eingehen.

Da zu PRIVATKONTEN automatisch auch ein PROFIL gehört, können sich Besitzer von Privatkonten über Ihr Profil auf mehrere Arten vernetzen:

Die hier orange dargestellten Pfeile zeigen Vernetzungen unter Profilen als FREUNDE. Diese Vernetzungen sind BEIDESEITIG. Beide Seiten können das Profil des anderen einsehen und benutzen (so wie mit Profil 1,2, und 4).

Die pink dargestellten Pfeile zeigen Veretzungen von Profilen zu SEITEN als FANS. Diese Vernetzungen sind EINSEITIG. Das heißt die Profilinhaber können die (Fan)Seite komplett einsehen und benutzen, die (Fan)Seitenadmins können aber von den Profilen dieser Personen nur die öffentliche Ansicht einsehen (3,5, und 6).

Ist jemand Fan Ihrer Seite, mit dem Sie auch befreundet sind (so wie hier mit Profil 2 und 4) dann können Sie deren Profil natürlichauch einsehen. Das liegt aber an der Profil-Vernetzung, nciht an der Vernetzung mit der Seite.

Da UNTERNEHMENSKONTEN kein Profil haben, können sich deren Inhaber nicht aktiv mit anderen vernetzen. Es können nur andere als FAN eine einseitige Vernetzung mit der (Fan)Seite dieses Unternehmenskontos eingehen :

Das heißt also, die Fans (pink markiert) können die Fanseite komplett einsehen und benutzen, die (Fan)Seitenadmins können aber von den Profilen dieser Personen nur die öffentliche Ansicht einsehen.

In Teil 3 und 4 werde ich auf die Unterschiede in den Kommunikationsmöglichkeiten
von Privat- und Unternehmenskonten eingehen.

Teil 1: strukturelle Unterschiede
Teil 2: Vernetzungs-Unterschiede
(= dieser Beitrag)
Teil 3: Wer kann wo als was posten?
Teil 4: Unterschiede nicht-öffentliche Kommunikation

Facebook: Unterschied zwischen Privat- und Unternehmenskonto (Teil 1)

Da ich immer noch zahlreiche Kommentare bekomme, in denen die Begrifflichkeiten der einzelnen Elemente auf Facebook total durcheinandergeworfen werden, habe ich das Ganze hier mal grafisch umzusetzen versucht:

Der Standardfall der Facebook-Nutzung ist das Privatkonto, über das sich eine Person auf Facebook registriert. Dieses KONTO dient der Verwaltung aller ihrer Facebook-Aktivitäten.

Automatischer Bestandteil eines Privatkontos und untrennbar mit diesem verbunden ist ein PROFIL.

ZUSÄTZLICH zu ihrem Profil kann diese Person auch (Fan)Seiten erstellen (oder Gruppen gründen, aber das ist jetzt nicht das Thema).

Die Fanseite gehört zwar auch zum ErstellerKONTO (verwaltungstechnisch), kann aber jederzeit auch gelöscht werden. Das Profil kann NICHT gelöscht werden (höchstens unsichtbar gemacht werden), da es UNTRENNBAR zum KONTO gehört.

Ein Unternehmenskonto hingegen hat kein Profil, sondern dient nur dem Erstellen der Fanseite für eben dieses Unternehmen:

Egal ob Privat- oder Unternehmenskonto: LÖSCHEN kann man nur ein KONTO und damit ALLE mit ihm verbundenen Elemente.

In den folgenden Teilen werde ich zu den unterschiedlichen Vernetzungsarten und den verschiedenen Kommunikationsmöglichkeiten eingehen.

Teil 1: strukturelle Unterschiede (= dieser Beitrag)
Teil 2: Vernetzungs-Unterschiede
Teil 3: Wer kann wo als was posten?
Teil 4: Unterschiede nicht-öffentliche Kommunikation

Facebook: Unterschied Privatkonto und Unternehmenskonto

Da hier immer wieder dieselben Fragen zum Unterschied zwischen einem Privat- und einem Unternehmenskonto in Bezug auf Fanseiten auftauchen, habe ich das Ganze mal in einer Tabelle zu visualisieren versucht:

Die mit nein gekennzeichneten Elemente können Sie dann umgehen, wenn Sie nach dem Erstellen und Veröffentlichen einer Fanseite andere, die mit ihrem Privatkonto Fan geworden sind, zum Admin machen. Diese können dann so wie in der Spalte „Privatkonto“ mit der Fanseite umgehen.

Eine Fanseite über ein Unternehmenskonto zu erstellen, macht dann Sinn, wenn ein von Privatkontos unabhängiger Zugang zur Fanseite gewährt bleiben muss (z.B. weil das Unternehmen und damit die Fanseite in andere Hände übergehen könnte oder weil der Inhaber kein Privatkonto hat und will).  Ansonsten ist vieles einfacher, wenn man eine Fanseite über ein Privatkonto erstellt. Das Erstellerkonto ist so oder so für Dritte nicht erkennbar.

Wichtig: Facebook untersagt das Erstellen eines Unternehmenskontos, wenn der Unternehmensinhaber bereits ein Privatkonto hat! Bei Zuwiderhandlung können die Konten gesperrt/gelöscht werden!