Soziale Netzwerke: Facebook (Teil 1)

Wie im vorherigen Artikel angekündigt, werde ich nun einzelne Social-Media-Plattformen näher vorstellen. Dies soll zunächst durch einführende Artikel geschehen, die für Einsteiger gedacht sind. Auf die Details werde ich dann später in gesonderten Beiträgen eingehen. Auch wenn Social Media bereits sehr benutzerfreundlich sind, so sind viele Dinge (gerade am Anfang) doch leichter, wenn man eine „Führung“ bekommt. Die erste Führung in dieser Reihe widmet sich daher dem Thema Facebook. Da dies ein sehr komplexes Thema ist, wird es nicht in einem einzigen Blogpost abzuhandeln sein. Gehen wir also Schritt für Schritt vor:

Sich auf Facebook registrieren

Facebook ist das derzeit sicher vielseitigste soziale Netzwerk, das es jedem ermöglicht, ein eigenes Profil zu erstellen, über das er sich mit anderen vernetzen und austauschen kann. (Auf das Verwenden anderer Dienste über Anwendungen innerhalb von Facebook werde ich später eingehen.) Zunächst braucht man sich nur auf der Homepage von Facebook zu registrieren:

Facebook

Wie bei allen Social Media ist es auch hier ratsam, Ihren richtigen Namen zu verwenden (vor allem, wenn Sie Ihr Profil später auch für berufliche Zwecke nutzen wollen).Bevor Sie dann mit weiteren Einstellungen loslegen können, erhalten Sie eine Bestätigungsmail mit einem Link, den Sie zur Aktivierung Ihres Profils anklicken müssen.

Sind Sie einmal auf Facebook registriert, sollte als nächstes Ihr Profil eingerichtet werden. Überspringen (skip) Sie Aufforderungen von Facebook, Freunde aus Ihrem Adressbuch einzuladen etc., sondern gehen Sie direkt zu Ihrem Profil, indem Sie oben rechts im blauen Balken „Profil“ oder Ihren Namen anklicken.

Ihr Facebook-Profil

Zunächst einmal soll Ihr Facebook-Profil mit einer Grundausstattung von Inhalten gefüllt werden.

Facebook erlaubt übrigens, den Grad der öffentlichen Sichtbarkeit (die Privatsphäre) Ihres Profils en détail einzustellen. Hierzu klicken Sie auf den Link „Einstellungen“ oben rechts im blauen Balken und wählen dann „Privatsphäre-Einstellungen“. (Mehr dazu können sie einstweilen auf AllFacebook nachlesen, ich werde an gegebener Stelle auch immer wieder auf das Thema eingehen.)

Ihr Profil besteht in den Grundeinstellungen aus den Karteikarten „Pinnwand“, „Info“ und „Fotos“:

Facebookprofil

Auf der Karteikarte „Pinnwand“ (hier im Vordergrund) können Sie und die Besucher Ihres Profils Beiträge hinterlassen und Beiträge von anderen kommentieren/diskutieren. Aber darum geht es ja jetzt noch nicht. (Mehr zum Thema „Wie poste ich einen Beitrag auf Facebook“ erfahren Sie im nächsten Blogpost.)

Zunächst sollte die Karteikarte „Info“ ausgefüllt werden. Dazu klicken Sie den Karteireiter „Info“ an, so dass diese Karteikarte in den Vordergrund rückt. Dann klicken Sie auf die Schaltfläche „Informationen bearbeiten“:

info_bearbeiten1Daraufhin erscheinen die Profilabschnitte „Allgemeines“, „Persönliches“, „Kontakt“ und „Ausbildung und Beruf“:

info_bearbeiten2

Diese Abschnitte können einzeln angeklickt und dann ausgefüllt werden. Welche Felder Sie dabei ausfüllen und welche nicht, bleibt Ihnen überlassen. Überlegen Sie sich aber gut, was Sie – wenn Sie Ihr Profil (auch) beruflich nutzen wollen – ausfüllen und was nicht.

Außerdem können sie im Abschnitt „Kontakt“ wieder die Privatsphäre der jeweiligen Information einstellen, indem Sie auf das Schloss rechts neben jedem Feld klicken. Daraufhin erscheinen mehrere Optionen:

Privatsphäre-Einstellungen (1)

Hier sollten Sie sensible Informationen (wie z.B. die E-Mail-Adresse, von der aus Sie dieses Profil verwalten), für andere unsichtbar machen. Wer Sie kontaktieren will, kann und wird dies bereits über die zahlreichen Möglichkeiten, die facebook bietet, tun.

Andere Informationen können Sie bestimmten Gruppen oder über die Option „Benutzerdefiniert“ sogar nur ausgewählten Kontakten zugänglich machen:

Privatsphäre-Einstellungen (2)

Zurück zu den Profilabschnitten im Bereich „Info“:

Was Sie auf jeden Fall ausfüllen sollten, ist das Feld „Über mich“ im Abschnitt „Persönliches“. Beschreiben Sie kurz wer Sie sind und was Sie tun. Details können Sie ggf. im Feld „Interessen“ oder in einem der anderen Felder unterbringen. Wenn Sie damit fertig sind, klicken Sie auf  „Bearbeiten beenden“ im gelben Balken oben.

Als nächstes sollten Sie ein Profilfoto hochladen, auf dem Sie gut wiederzuerkennen sind und sympathisch rüberkommen. Dazu fahren Sie einfach mit der Maus auf den Fotobereich oben links in Ihrem Profil, dann erscheint in der Bildecke oben rechts eine Schaltfläche zur Bearbeitung. Der Rest ist eigentlich selbsterklärend.

Zurück zur Profilseite gelangen Sie immer wieder durch das Anklicken Ihres Namens oder des Links „Profil“ im blauen Balken oben. Sollten Sie es noch nicht getan haben, könnten Sie jetzt noch das Feld „Schreib etwas über Dich“ unter dem Foto ausfüllen (einfach reinklicken).

Jetzt können sie loslegen und sich mit anderen vernetzen, indem Sie im Suchfeld innerhalb des blauen Balkens oben in Ihrem Profil nach einem Namen suchen. Haben Sie die betreffenden Person gefunden, brauchen Sie nur noch „Als FreundIn hinzufügen“ anzuklicken, fügen am besten noch eine kurze Nachricht zu Ihrer Freundanfrage hinzu und schicken das Ganze ab. Die betreffende Person erhält dann eine Mail und kann Ihre Freundanfrage bestätigen oder ablehnen. Wird die Freundanfrage bestätigt, werden auch Sie per Mail informiert. Freundanfragen auf Facebook funktionieren übrigens immer beidseitig!

Fangen Sie doch gleich mit mir an, indem Sie diesen Link anklicken! 🙂

Haben Sie Fragen zu dieser Einführung, dann hinterlassen Sie doch gleich hier einen Kommentar. 😉
Gern stehe ich auch auf Facebook selbst zur Verfügung.

In dieser Artikel-Serie erschienen:

ZUSAMMENFASSUNG ALLER ARTIKEL als eBook

„Social Media“? Was ist das überhaupt?

Ein Begriff, der in meiner Arbeit und in diesem Blog immer wieder fällt, heißt „Social Media“. Die meisten wissen, dass das irgendwas mit dem Internet zu tun hat. Manche können aber auch gar nichts mit diesem Begriff anfangen. Zeit, das mal genauer zu erklären:

Mit „Social Media“ (wörtlich übersetzt: „soziale Medien“) werden all die Kanäle im Netz zusammengefasst, über die man sich mit anderen austauschen (also sozial handeln) kann. Dieser gegenseitige Austausch ist es, was das „neue“ Internet (auch Social Web oder Web 2.0 genannt) ausmacht.

Im Gegensatz zu den Anfängen des Internet, als man noch html-Kenntnisse brauchte, um etwas online stellen zu können, kann im Zeitalter der Social Media jeder ohne großen Aufwand Inhalte online veröffentlichen und vor allem mit anderen teilen!

Diese Dienste sind für jeden, der Internetanschluss hat, zugänglich. Manche Dienste bieten über den kostenfreien Basisaccount hinaus auch sog. Pro- oder Premiumaccounts an, für die man monatlich eine geringe Summe zahlt und im Gegenzug vom Anbieter mehr Speicherplatz oder zusätzliche Funktionen freigeschaltet bekommt.

Texte, Bilder, Audio/Video und Microblogging

Besonders interessant ist dabei, dass dieser einfache Umgang mit dem Internet sich nicht nur auf das Onlinestellen und Austauschen von Texten bezieht (wie es z.B. Blogplattformen wie WordPress tun)! Es ist jetzt kinderleicht, auch Bilder, Bookmarks, selbstgemachte Audio- oder Videosequenzen über das Internet mit anderen zu teilen.

Allen Socal Media gemeinsam ist, dass sie jedem den direkten und persönlichen Kontakt ermöglichen. Die wichtigsten Schlagworte hier lauten: Transparenz und Partizipation!

Ich werde hier einen kurzen Überblick über einige der Plattformen geben, auf die ich dann in den kommenden Blogposts näher eingehen werde. (Zum Thema Blogs habe ich bereits einiges geschrieben, diese Artikelserie wird auch weitergeführt werden).

Soziale Netzwerke

In den sogenannten „Sozialen Netzwerken“ (social networks) kann man ohne html-Kenntnisse eine eigene kleine Homepage (Profil) erstellen, sie für alle oder nur für ausgewählte Personen zugänglich machen und sich mit anderen vernetzen und austauschen. Die prominentesten Beispiele hierfür sind:

Diese sozialen Netzwerke sind für jegliche Art von Informationsaustausch (Texte, Bilder, Audio, Video) geeignet.

Berufliche Netzwerke

Für den rein beruflichen Austausch gibt es außerdem spezifische Netzwerke:

Hier kann man nicht nur sein Profil online stellen und sich mit anderen vernetzen, sondern auch aktiv an Diskussionen in Gruppen teilnehmen, Kooperationspartner oder Kunden finden.

Andere Plattformen dienen dem Austausch bestimmter Dateiformate, bieten aber auch die Möglichkeit, sich untereinander zu vernetzen. Außerdem können Sie sie ganz oder teilweise innerhalb von sozialen Netzwerken einbinden und über sogenannte Widgets (Schnipsel) auch mit Websites oder Blogs vernetzen:

Bilder

Um digitale Bilder online aufzubewahren und zu teilen, gibt es viele verschiedene Plattformen. Die bekannteste ist sicher FlickR. Dort können die Bilder nicht nur gespeichert und in Alben organisiert werden. Man kann sie auch mit Schlagworten versehen und kommentieren. Außerdem liefert FlickR für jede so entstandene Liste von Fotos automatisch ein RSS-Feed, bietet also die Möglichkeit, sich automatisch über Updates informieren zu lassen.

Video

Von der Videoplattform YouTube dürfte inzwischen jeder schon einmal gehört haben, auch wenn er nicht im Internet aktiv ist. Hier kann man Videos (max.1GB groß und 10 Minuten lang) online stellen, die man dann mit anderen teilen und kommentieren kann.

Bookmarks

Jeder kennt die digitalen Lesezeichen, die man in seinem Browser ablegt, um interessante oder häufig besuchte Websites schneller zugänglich zu machen. Dasselbe Prinzip haben Onlinedienste für Bookmarking. Der Clue besteht jedoch darin, dass die Bookmarks öffentlich einsehbar sind, mit Schlagworten organisiert werden und per RSS abonniert werden können. So lassen sich interessante Informationen schnell und effektiv teilen. (Ich werde später näher auf den Dienst delicious eingehen, es gibt aber auch andere wie Mr.Wong, Digg oder diigo).

Microblogging

Die inzwischen bekannteste Microblogging-Plattform ist sicher Twitter. Hier kann man Micro-Blogposts von einer Länge bis maximal 140 Zeichen veröffentlichen und sich auch mit anderen vernetzen und austauschen. So entsteht (wenn richtig genutzt) eine höchst effektive und direkte Kommunikation.

Nachtrag:

Ein Dienst, den ich hier noch nennen wollte, ist Friendfeed! Damit lassen sich bestehende RSS-Feeds anderer Dienste in einen einzigen Feed zusammenfassen und einzelne Beiträge daraus kommentieren/diskutieren. Mehr dazu folgt.

All dies ist nur eine Auswahl der im Netz verfügbaren Dienste. Sie alle können für Ihre Öffentlichkeitsarbeit nützlich sein. Ob und, wenn ja, wie, muss von Fall zu Fall entschieden werden. Mehr dazu erfahren Sie demnächst. 😉

Haben Sie bereits Fragen zu diesem Beitrag oder zu einzelnen Diensten?
Dann hinterlassen Sie mir doch einen Kommentar.