„Geh auf die Menschen ein“ – Interview mit Gerhard Schröder #meinweginsweb

Gerhard Schröder

Nach langer Zeit wieder mal ein Interview zu meiner Reihe #meinweginsweb, die ja ja offen weiter läuft. Diesmal beantwortet Gerhard Schröder meine Fragen. Er war hier auch schon in Sachen YouTube als Gastautor tätig und dürfte vielen v.a. aus Google+ und Instagram bekannt sein. Seine Leidenschaft gehört dem Bewegtbild. Aber lassen wir ihn selbst zu Wort kommen:

Bitte stelle Dich kurz vor

Gerhard SchröderGerhard Schröder, ich wohne in Oberhausen, arbeite in Essen „auf Zollverein“ und verbringe viel Zeit mit (herum-)reisen für meine Firma. Auf Facebook, Twitter, YouTube, Instagram, Snapchat, Periscope und Co. bin ich unter dem Namen PADLIVE zu finden.

Drei Hashtags: #Tanzen #Tee #Technik

#Tanzen: Bereits als junger Mann habe ich diese Leidenschaft entdeckt und auch zum Beruf gemacht. Als Tanzlehrer, Leiter einer Tanzschule und professioneller Turniertänzer. Heute ist es ein Hobby, bei dem ich meinen Kopf frei machen kann und auch manchmal den Büroalltag vergesse.

#Tee: Kein Tag ohne Tee, am liebsten heissen Earl Gray. Mit Kaffee habe ich mich noch nie anfreunden können und deshalb haben wir in der Firma auch einen prellgefüllten Teeschrank.

#Technik: Ein Interesse, das ich noch länger verfolge als das Tanzen und das heute in gewissem Sinne ja auch den Mittelpunkt meines beruflichen Lebens ausmacht.

Oder etwas formeller: #Video #Content #Marketing

Diese drei Hashtags sind die Verbindung, die Verschmelzung all meiner beruflichen Erfahrungen, die sich in der Hauptausrichtung meines Unternehmens zum Ausdruck bringen.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Online bin ich seit circa 30 Jahren.

30 Jahre? Zur Erklärung: Ich bin durch meinen Vater mit 11 Jahren (1980) zur Programmierung und dann – ich meine – 1986 via FIDOnet und dann über LaTeX zum heutigen Web gekommen.

Damals (TM) gab es noch kein „Internet in der heutigen Form“, aber es gab das FIDOnet. Und lange vor den heutigen BarCamps gab es schon FIDO- User-Treffen, bei denen man seine Mail-Box-Nummer (Vorläufer der heutigen eMail-Adresse) auf dem T-Shirt trug. So wie heute bei einem BarCamp die Badges mit dem Twitter-Namen. Für mich war FIDOnet das erste „technische/soziale Netzwerk“ – wenn auch kein Social Network der aktuellen Couleur.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Die erste Firmenwebsite gestaltete ich 1997 oder 1998 für meine damaligen Arbeitgeber aus dem Mittelstand. 1999 wechselte ich in eine Online-Agentur in Bielefeld. Ein lieber Agenturkollege erzählte mir dann von seinem Projekt/StartUp ZOCKS.de. Damit begann meine „eigene Web- Publikation“ – eben das, was man heute Bloggen nennt. Daher möchte ich den Kollegen Mathias Nousch als einen wichtigen Impulsgeber bezeichnen.

Weitere Weggefährten im Social Web waren einige Jugendfreunde, weitere Agentur- Arbeitskollegen und die Mitspieler/Gildengefährten aus Everquest 1, Dark Age of Camelot, World of Warcaft, Age of Conan, EVE Online und Guild Wars 2. Achtung: Gaming ist auch eine eigene Social Community-Filter-Bubble, die bereits zu dieser Zeit stark aufgestellt war. 😉

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt?

Mit dem Aufstieg des klassischem Internets und den ersten Foren tauchte ich 1997/98 in die Welt des WWW ein. Erinnert sich noch jemand an FunCity, eine der ältesten Communities des deutschsprachigen Internets, die vom niedersächsischen Radiosender ffn gegründet wurde? Diese Foren waren für mich die „nächste soziale Evolutionsstufe im Web“. Es gab sogar schon kleine User-Profile und Real-Welt-Treffen. Heute können die wenigsten noch etwas mit Sätzen wie: „Kennst DU den XY in RL?“ anfangen!

Meine ersten Blog-Beiträge schrieb ich, wie oben angedeutet, für ZOCKS, ein Multi-Autoren-Gaming-Blog. Sowas war damals total IN bei Web-Agenturen. Danach kam eine eigene Website mit Kurzgeschichten und 2008 habe ich auf blog.de meinen ersten „richtigen“ Blog gestartet. Er war dann 2008/2009 für ein Nischenthema wichtigste deutsche Inspirations- & Informationsquelle als Blog.

Als einstiger Verkaufsleiter für studiVZ war ich dann natürlich auch früh bei Facebook aktiv. Man lernt viel dazu und auch die Plattformen verändern sich, deshalb habe ich circa 2010 ein neues Profil angelegt. Heute tummele ich mich auf diversen Plattformen unter dem Namen PADLIVE. Der Name entstand 2010 als URL für meinen neuen Blog zum Thema „Digital Publishing mit dem iPad“.

Das Digital Publishing wurde mit steigenden Bandbreiten und der Entwicklung der (Mobile-)Technik immer umfangreicher. Wo es einst nur Text als Mittel der Wahl gab, rückte visuelles Storytelling, zunächst über Bilder, dann auch über Bewegtbild immer mehr in den Mittelpunkt. Im Rahmen meines Publishing-Blogs testete ich deshalb früh die Möglichkeiten der Bewegtbild-Produktion mit dem iPhone. Daraus entstand ein weiteres Hobby, das sich in den letzten 2,5 Jahren immer weiter professionalisiert hat. So wurde aus meiner einstigen Ein-Mann-Beratungsfirma ein nun 13- köpfiges Video-Marketing-Team. Wir sind ein „Full-Service-Video-Dienstleister“ geworden. Von der Bewegtbild-Strategie, Hashtag- & SEO-Analyse über die Produktion bis zur Promotion (inkl. Video- Ads bei Facebook/-SEO/-SEM) decken wir alle Bereiche der Bewegtbild-Kommunikation ab.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ich möchte jetzt mal die nicht die üblichen Dinge nennen, die sicher schon viele vor mir in der Interview-Reihe genannt haben. Ich habe in den vielen Jahren immer wieder festgestellt, dass es um die Menschen an den Devices geht: Was sind deren Träume, Wünsche, Sorgen und Nöte? Geh darauf ein. Das nicht zu tun, ist der größte Fehler, den du machen kannst.

Wenn du einen Draht zu deinen Mitarbeitern hast, kannst du ihre Bedürfnisse erkennen und reagieren. Teilzeitregelungen, wo jemand privat mehr Zeit benötigt oder Fortbildungen, um den Mitarbeitern neuen Input zu geben sind da nur ein paar Beispiele.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Teste im kleinen Rahmen ob deine Ideen lebensfähig sind. Lade nur ein paar Freunde und wohlwollende Kritiker ein. Keine Ja-Sager, sondern Leute die Dir echtes Feedback geben.

Es gibt so viele Kurse zu allen Bereichen der digitalen Kommunikation – ich bin selbst Dozent – aber es gibt ein paar Bücher, die man auf jeden Fall gelesen haben sollte. Da fallen mir besonders die englischen Bücher von Gary Vaynerchuk ein. Gut gefallen haben mir auch die deutschen (Social-Media-) Bücher von Kerstin Hoffmann, Vivian Pein und Thomas Schwenke.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Das wechselt mit den Jahren. Ich sage immer „die Herde zieht weiter“. Früher war man bei studiVZ, dann bei Facebook und nun… je nach Filterblase bei WhatsApp, Snapchat, Instagram usw. Ich bin aktuell gern auf visuellen Plattformen, die ich selbst bespielen kann: Also Instagram oder SnapChat. Meine Ansprüche für Web-Videos (YouTube und Co.) sind gestiegen, daher halte ich mich dort privat eher zurück…

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Trend EINS: AR/VR/360-Grad-Video in all seinen Facetten. Ich denke dieses Thema ist 2016 auf dem Weg zu einer größeren Zielgruppe (mit Handy) und wird sehr schnell sehr wichtig. Deshalb beschäftige ich mich schon länger mit diesem Thema und gemeinsam mit meinem Team finde ich Ideen und erstelle Konzepte, wie man diese neue Art der Bewegtbild-Kommunikation für uns und unsere Kunden nutzen kann. Und da wir uns früh mit diesem Bereich beschäftigt haben, realisieren wir bereits jetzt umfangreiche Kombi-Projekte (Micro-Content + Video + 360-Grad-Foto & Video) fürs Social Web.

Trend ZWEI: Auch Live-Streaming ist ein Thema, das immer mal wieder aufgetaucht ist, aber durch Facebook-, YouTube-Live und Twitter-Periscope als Nachfolger von Google-Hangouts aus dem Jahr 2013, jetzt eine viel breitere Masse erreicht. Wir sind daher mit Facebook- & YouTube- Live (mit bis zu 7 Kameras bei einem Dreh) im Livestream-Einsatz für unsere Kunden unterwegs.

Bei beiden Trends gilt: Machen, wenn es zum Konzept passt. Nur bitte nichts übers Knie brechen, außer man möchte „First Mover“ sein. Dann ist es halt Teil des Konzepts…

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Schaut Euch die aktuellen Trends an – legt Euch sofort einen Account an! Dann wartet je nach Lust/Laune/Zeit ab, wie es sich entwickelt. Damit habt Ihr wenigstens einen zentralen Wunschnamen gesichert und könnt eine „Ein-Name-Strategie“ für alle Plattformen fahren. Bei mir ist es eben PADLIVE auf Snapchat, Instagram, YouTube, Periscope, Vine, Twitter und auf Facebook. 😉

Vielen Dank fürs Mitmachen, Gerd! 🙂

Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
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„Ich probiere so viel wie möglich aus“ – Interview mit Thomas Schwenke zu #meinweginsweb

Thomas Schwenke

Wenn man morgens um Viertel vor fünf von einem Anwalt geweckt wird, bedeutet das normalerweise nichts Gutes. Wenn der Anwalt aber Thomas Schwenke heißt und einen gerade aus Australien anchattet, ist das was anderes. 😉 Danke, lieber Thomas, dass Du Dir im Urlaub am anderen Ende der Welt Zeit fürs Beantworten meiner Fragen genommen hast! Da freue ich mich gleich doppelt aufs Lesen! 😉

Thomas SchwenkeBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Mein Name ist Thomas Schwenke, ich bin in Berlin als Rechtsanwalt für Marketingrecht und Datenschutz tätig, forsche an der Universität Oldenburg zu rechtlichen Aspekten von Datenbrillen, bin Autor (Social Media Marketing & Recht, O’Reilly) Blogger und Podcaster.

Meine Hashtags: #rechtsanwalt #rechtsbelehrung #datenschutz

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Online bin ich seit 1995, erste Website seit 1997, erstes Blog seit 2004. Das erste soziale Netzwerk war Facebook, das ich seit dem Jahr 2006 nutze. Nach meinen Studium in Neuseeland merkte ich, das Facebook mir die Möglichkeit bot, um mit Freunden in der ganzen Welt in Kontakt zu bleiben.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Oh ja, es vergeht kaum ein Tag, an dem ich nicht etwas Neues lese, erfahre oder einen hilfreichen Ratschlag erhalte. Es wäre aber eine sehr lange und mit jedem Tag längere Liste, zu der insbesondere auch Annette Schwindt gehört, weshalb ich hier einfach allen in der Community danke.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Es begann mit einer Faszination, die bis heute anhält. Was sich ändert, ist die Art und der Umfang der digitalen Kommunikation. Während ich am Anfang mit einem Modem „ins Netz ging“, bin ich mit meinem IPhone jederzeit und fast überall verbunden. Zum Beispiel tippe ich diese Antwort an einem weit abgelegenen Strand in Süden Australiens und schicke gleich das passende Bild (s. oben) mit.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ich denke, es waren einige Entscheidungen, die angesichts des angestrebten Zieles unrichtig waren, wie Geschäftsideen oder Onlinetools. Dennoch verlaufe ich mich lieber, als dass ich einen Weg erst gar nicht antrete. So kitschig es klingt, merkt man oft erst auf dem Weg, wo dieser hinführt und wo man überhaupt hin möchte.

Daher probiere ich so viel wie möglich aus und habe Freude daraus zu lernen. So habe ich als Finanzbeamter gearbeitet, hatte eine Onlineagentur, war Programmierer und konnte letzendlich all die Erfahrungen in meinem Beruf vereinen. Also hat sich letztendlich alles gelohnt.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Neugierig sein, beobachten, lesen und ausprobieren. Ich für meinen Teil kann das Lernen am Projekt, statt trockener Theorie empfehlen. Ich nutze dazu z.B. meine Reisen und versuche sie jeweils auf eine neue Art zu begleiten. So lernte ich die Eigenheiten des Bloggens, YouTube-Publishing und mache mich derzeit mit Snapchat vertraut. All die Erfahrungen konnte ich anschließend in meiner anwaltlichen Beratung einsetzen.

Das müssen aber keine Reisen, sondern können z.B. auch Hobbies oder ehrenamtliche Projekte sein.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Derzeit ist es Snapchat. Mir gefällt der Gedanke der Unmittelbarkeit und Vergänglichkeit. Als Jurist gefällt mir das geringere rechtliche Risiko der kurzlebigen Snaps.

Allerdings kommt es immer auf den Zweck an. Für Bilder nutze ich am liebsten Instagram, zur Information und Kommunikation Twitter, während Facebook quasi die private und berufliche Basis ist. Was Unterhaltung angeht, ist 9Gag meine Wahl.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

In der Zukunft freue ich mich auf eine Welt, in der die informationelle Dimension ebenso ein Bestandteil unseres Alltags sein wird, wie die materielle Welt. Dazu bedarf es jedoch effizienterer Schnittstellen, als der Bildschirme unserer Mobiltelefone. In meinen Augen liegt die Zukunft in einer mit Hilfe von Smartglasses, Smartlenses oder gar neuronalen Implantaten Wahrnehmung unserer körperlichen und digitalen Umwelt als eine einheitliche Realität.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Entdeckt, probiert aus, aber vergesst die rechtlichen Spielregeln nicht. Die Basics, wie z.B. des Urheberrechts, sind nicht allzu schwer zu erlernen und geben bei digitaler Kommunikation die nötige Sicherheit.

Herzlichen Dank fürs Mitmachen, lieber Thomas! 🙂

Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
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„Wir müssen auch zuhören!“ – Raul Krauthausen im Interview zu #meinweginsweb

Raul Krauthausen

Mit meinem heutigen Interviewpartner verbinden mich verschiedene Internet-Projekte in Sachen Menschen mit Behinderung, weshalb Raul Krauthausen auch zum Netzwerk von schwindt-pr gehört. Wie er aber ursprünglich dazu gekommen ist, sich mit digitaler Kommunikation zu beschäftigen, wusste ich bisher nicht. Zeit, ihn in meiner Interviewreihe #meinweginsweb zu Wort kommen zu lassen:

Raul KrauthausenBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)
Mein Name ist Raul Krauthausen, ich wohne in Berlin, arbeite beim gemeinnützigen Verein SOZIALHELDEN e.V. und blogge unregelmäßig unter www.raul.de über Projekte und zu den Themen Behinderungen, behindert sein/behindert werden, Inklusion und Barrierefreiheit.

Meine wichtigsten Social-Media-Kanäle sind:

Meine drei Hashtags wären: #Inklusion, #Barrierefreiheit und #desKleinenMannes

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?
Ich glaube, meine erste Website hatte ich 1997. Damals noch bei AOL. Aus dieser Zeit ungefähr stammt auch noch meine Domain raul.de, als es noch vierstellige Domainnamen gab. 😉

Ich fing an, mir HTML beizubringen, und blubberte Unbedeutendes ins Netz. Um die 2000er begann ich dann, mit Blogsoftware zu experimentieren und über meine Arbeit und Projekte bei diversen Werbeagenturen zu schreiben.

Das erste Social Network, dem ich beitrat, war glaube ich StudiVZ. Da waren anfangs all meine Freunde. Später dann bin ich beruflich Facebook und Twitter beigetreten. Inzwischen experimentiere ich mit Snapchat, Instagram und YouTube.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?
Ja. Es war ganz maßgeblich Johnny Haeusler von spreeblick.com. Er arbeitete damals bei Radio Fritz und ersann die Sendung “Trackback”. Das hat mich schwer beeindruckt. Ich fand es spannend, wie Radio und Internet begannen zu verschmelzen. Johnny hat auch eine super gute Art zu schreiben. Sie ist nicht so belehrend, sondern einfach empathisch und fragend demütig gegenüber dem, was gerade als “Neuland” auf uns zu kommt.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?
Anfangs lernte ich einfach HTML. Später dann beschäftigte ich mich beruflich in Werbeagenturen und dann ebenfalls bei Radio Fritz mit Internetkonzeption. Mich faszinierte die Fragestellung, was können wir unseren Hörern bieten, was es noch nicht gibt? Wie kann das Netz dabei helfen, mit den Hörern in einen Dialog zu treten?

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?
Ja, wir fingen an, eine eigene Community zu bauen. Mit allem Drum und Dran. In einer Zeit, in der eigentlich schon alle Hörer bei StudiVZ, MySpace oder Facebook waren. Es machte, rückwirkend betrachtet, keinen Sinn, es als öffentlich-rechtliche Anstalt technisch mit den Großen aufzunehmen. Stattdessen hätten wir gleich dort hingehen sollen, wo die Hörer sind. Das haben wir dann letztendlich auch gemacht.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?
Ich glaube, dass es Sinn macht, sich zu überlegen, was man der Welt da draußen mitteilen möchte. Was ist der USP, das Alleinstellungsmerkmal? Ich habe mir irgendwann überlegt, dass es bei mir die Tatsache ist, dass ich eine Behinderung habe. Ich möchte den Followern für zehn Sekunden am Tag einen kurzen Einblick in das Leben eines Menschen mit Behinderung geben. Mit all seinen witzigen, tragischen oder auch langweiligen Situationen.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?
Um ehrlich zu sein, ganz langweilig, mag ich Facebook gerade am meisten. Denn es ist, was meinen Freundeskreis angeht, das am weitesten verbreitete.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?
Ich bin gespannt, wie sich VR auf Facebook und YouTube entwickeln wird. Und ob die Jugend Facebook wirklich abschwört, wie ja gerne behauptet wird. Ist Snapchat wirklich das neue Ding?

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?
Ja, ich finde es ungemein wichtig, dass wir das Internet nicht ausschließlich als Sendeplattform wahrnehmen, sondern auch zuhören, was zurückkommt. Was die Leser sich wünschen, rückmelden oder kritisieren. Ich finde, das passiert noch viel zu selten.

Herzlichen Dank für Deine Antworten, lieber Raul! 🙂

Foto © Andi Weiland

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„Bleib Mensch!“ – Interview mit Carsten Knobloch zu #meinweginsweb

Carsten Knobloch

In dieser Interviewreihe durfte ich schon einige Blogger-Urgesteine begrüßen. Da darf Carsten Knobloch alias Caschy nicht fehlen, der gerade sein sehr lesenswertes Fazit zu 30.000 Blogbeiträgen veröffentlicht hat! Deshalb freut es mich sehr, dass gerade er die Fortsetzung von #meinweginsweb mit seinen Antworten einläutet:

Carsten KnoblochBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Ich bin Carsten Knobloch und wohne als Dortmund-Exilant mit meiner Familie in Geestland, ehemals Langen in Niedersachsen. Ich arbeite als das, was man heutzutage schlichtweg als Blogger bezeichnet. Ich könnte auch Online-Redakteur sagen, bevorzuge aber den „Blogger“, da das Ganze bei mir langsam gewachsen ist. Hier schreibe ich täglich über Technik, das Web und irgendwie alles, was mich interessiert – was wiederum meistens mit dem eben beschriebenen zu tun hat.

Drei Hashtags, die mich beschreiben? Schwer, außer #BVB und #Technik fällt mir da nichts ein. Das müssen wohl andere machen.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Puh, das ist alles schon so lang her. Ich steige mal beim Bloggen ein, das begann 2005. Noch ganz privat. Ich war vorher schon mit Seiten und in Foren aktiv, das Bloggen kam dann als persönlicher Ausgleich. Zu dieser Zeit starteten auch Freunde das Bloggen und dann war ich irgendwann dann halt auch dabei. In Social Networks bin ich irgendwie immer sehr früh zu finden, ich probiere alle aus, übrig blieben in den letzten Jahren eigentlich nur wenige Größen.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Nein, alles geschah aus dem eigenen Antrieb heraus.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Da kann ich für mich gar keine persönlichen Meilensteine festhalten, da irgendwie alles bei mir harmonisch gewachsen ist. Ich hatte irgendwann zum Glück die Möglichkeit, mein Hobby zum Beruf zu machen und bin seitdem dabei.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Fehler eher weniger, eher Erfahrungen. Was viele heute noch vergessen: es gibt ein Urheberrecht und eine Industrie, die sich auf das Abmahnen eingeschossen hat. Hier sollte man generell sehr vorsichtig sein und schauen, was man wie macht.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Gar nichts. Ich empfehle selten bis nie etwas, da ich mich selber auch nicht als den großen Kommunikator sehe. Ich schreibe Informationen, manchmal Geschichten. Kommunikation hat so viele Facetten, in den letzten Jahren hat sich Kommunikation so verändert, dass man ausser festen Benimm- oder Grundregeln kaum etwas empfehlen kann. Gut ist sicherlich der, der sich selber auch mal ausprobiert, dabei aber nicht gewisse Grundwerte vergisst.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Ich habe da zwei Trennungen. Twitter ist mein schnellstes Informationsnetzwerk, während Facebook eher das persönliche ist.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Spannend nicht, eher herausfordernd. Schauen wir einfach mal auf Netzwerke wie Facebook, wie diese mit Hassreden und Aufrufen zu Gewalt umgehen. Nicht einmal Facebook bekommt dies momentan wirklich auf die Kette, was ich überraschend finde. Da muss noch einiges passieren.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Bleib Mensch. Behandle andere, wie du behandelt werden möchtest. Gilt überall, nicht nur im Netz. Wird allerdings immer häufiger vergessen.

Vielen Dank für Deine knackigen Antworten, lieber Carsten! :)

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„Wir Menschen machen das Web“ – Interview mit Ute Blindert zu #meinweginsweb

Ute Blindert

Mit meiner heutigen Interviewpartnerin hatte ich bewusst das erste Mal zu tun, als sie mich für ihr Buch in Sachen Facebook interviewt hat. Von da an hatten wir immer mal wieder via Social Media miteinander zu tun. Erst in letzter Zeit hat sich der Kontakt intensiviert und mündete kürzlich in einem persönlichen Treffen. 🙂 Zeit, sie hier selbst zu Wort kommen zu lassen:

Ute BlindertBitte stelle dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags).

Ute Blindert, Köln, #Speakerin, #Autorin, #Unternehmerin. #Speakerin rund um die Themen Karriere und Wirtschaft 4.0. Ich liebe es zu schreiben, Themen zu suchen und mich so richtig darin zu versenken. So war es besonders schön für mich, als im März mein Buch „Per Netzwerk zum Job“ im Campus Verlag herauskam. Daneben verstehe ich mich als journalistische #Unternehmerin, denn ich betreibe seit vielen Jahren die Websites www.zukx.de (ab September 2015: www.karriereletter.de) und www.businessladys.de. Und wenn ich dann auch noch das ganze auf die Bühne bringen darf, bin ich glücklich!

Meine drei Hashtags sind: #Karriereletter #BusinessLadys und #Rollwende

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Das erste Mal online gegangen bin ich 1997 im Libanon. Dort war ich für ein paar Monate zu einem  Praktikum am Orient-Institut in Beirut. Irgendwann kam einer der Mitarbeiter und zeigte mir dieses Internet – und seine erste E-Mail. Ich war fasziniert. Als ich wieder zurück in Deutschland war, bin ich sofort losgezogen, habe mir ein Modem besorgt und los ging‘s. Dieser Einwahlton weckt noch immer nostalgische Erinnerungen bei mir.

Richtig online unterwegs war ich dann bereits in meinem ersten Job nach dem Studium beim Karriereführer. Dort war ich für die Website karrierefuehrer.de verantwortlich. Alles war nicht nur sehr langsam, man musste vieles selber machen, aber ich habe ja nie Scheu, mich in Neues einzuarbeiten.

Mit dem eigentlichen Bloggen habe ich erst vor ein, zwei Jahren auf meiner Website uteblindert.de angefangen. Allerdings schreibe ich ja quasi seit 1999 in dieses Internet.

Mein erstes soziales Netzwerk war Xing/OpenBC: Das fand ich toll! Ich habe mich viel in den Gruppen herumgetrieben, mich an Diskussionen beteiligt. Ich mag es heute immer noch. Später kamen dann Facebook, Twitter, Google+, Instagram dazu. Manches probiere ich auch aus und lasse es auch wieder.

Gab es Menschen, die dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Für mich waren in meiner Anfangszeit als Unternehmerin zwei Gruppen bei Xing, „Akquisition & Kundengewinnung“ und „Gründer & Selbständige“ sehr wichtig. In der ersten fand ein toller Austausch unter den Mitgliedern statt, der mir viel Mut gemacht hat. Dort habe ich zum Beispiel Martina Bloch als sehr kompetent und hilfsbereit erlebt. „Akquisefachfrau“ Martina habe ich dann witzigerweise erst dieses Jahr auf der re:publica das erste Mal persönlich gesprochen.

Ebenfalls sehr wichtig für mich in dieser Zeit war Dr. Andreas Lutz, „Mr. Gründungszuschuss“, der einfach super Tipps über die Xing-Gruppe zur Verfügung stellt. Später haben dann Menschen wie Dr. Kerstin Hoffmann, Lars Hahn, Robindro Ullah, Svenja Hofert, Silke Loers und vor allem auch du, liebe Annette, meinen Weg begleitet.

Wie hat sich dein Weg in Sachen digitaler Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

So richtig schätzen gelernt habe ich Facebook erst durch die Business Ladys-Seite. Der Austausch mit unseren Leserinnen ist toll und wir bekommen viel Feedback und Unterstützung. Da habe ich persönlich Social Media erst so richtig begriffen. Ein weiterer Meilenstein war die radikale Umstellung unserer Webseiten von Django/Python auf WordPress. Das war ein riesiger Schritt, aber so ging es nicht mehr weiter – wir wollten unbedingt responsiv werden!

Gibt es Fehler, die du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ich bin immer so neugierig, dass ich vieles auch einfach mal ausprobiere. Dann stelle ich auch schnell mal etwas um, ohne zu hinterfragen, ob das wirklich strategisch sinnvoll ist. Geduldiger sein, das wäre mein Tipp. Auf der anderen Seite wird es einem nicht so schnell langweilig – und ich langweile mich schnell.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Machen. Vieles lernt man erst wirklich durchs Tun. Offen sein, lesen, diskutieren und fragen. Social Media lebt von vielen Fragen und der Bereitschaft von anderen Menschen, diese Fragen zu beantworten.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Facebook. Hier findet einfach so viel Austausch statt, die Vernetzung funktioniert, es macht Spaß. Ich bekomme immer Neuigkeiten mit und kann so herrlich prokrastinieren… Und machmal bietet es einfach unglaublich schnell Hilfe und Unterstützung, so wie bei der Aktion „Ein Buch für Kai“, in der Flüchtlingshilfe oder auch konkret bei Mac-Problemen oder anderen Technik-Fragen.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Ich finde hier tatsächlich den Aspekt am spannendsten, der in Richtung New Work und Karriere 4.0 geht. Was ändert sich im Recruiting, wie lassen sich Prozesse automatisieren, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Inwieweit kommen Unternehmen und Jobsuchende da überhaupt zusammen? Beziehungsweise welche Unternehmen und welche Bewerber verlieren den Anschluss?

Und auch: Wie können Unternehmen in Zeiten schwindender Arbeitskräfte ihre Top-Kräfte halten? People Analytics finde ich da zum Beispiel einen hoch interessanten Ansatz. Da geht es jetzt nicht um einzelne Tools, die sind je nach Kandidaten-Zielgruppe ja auch unterschiedlich, sondern mehr um das Verständnis digitaler Kommunikation in Unternehmen.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Das Social Web und die digitale Kommunikation ist nur so gut, wie wir sie machen! Wir Menschen machen das Web! Das ist eine unglaubliche Chance – mit all den Risiken, die zum Leben gehören.

Vielen Dank fürs Mitmachen, Ute! :)

Foto © Christine Sommerfeldt

Diese Interviewreihe geht weiter,
derzeit liegen mir allerdings keine weiteren Antworten vor.

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Immer wieder Neues ausprobieren – Interview mit Nico Lumma zu #meinweginsweb

Nico Lumma

Nico Lumma war einer der ersten, denen ich im Social Web gefolgt bin. Ich habe seinen Weg aus der Ferne mitverfolgt, so richtig ins Gespräch gekommen sind wir aber erst in letzter Zeit. Da freut es mich natürlich, dass er sich die Zeit genommen hat, uns über seinen Weg ins Web zu erzählen:

Nico LummaBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Ich bin Nico Lumma und wohne mit meiner Familie in Hamburg. Als COO des next media accelerator helfe ich jungen Startups aus dem Medienbereich beim Wachstum. Vor ein paar Jahren habe ich den Verein D64 – Zentrum für digitalen Fortschritt e.V. mitgegründet, dessen Co-Vorsitzender ich mittlerweile bin. Für Bild.de schreibe ich eine Kolumne über die Herausforderungen der Digitalisierung.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Ich bin seit 20 Jahren online und blogge seit 12 Jahren. Die anfängliche Schockstarre vor der digitalen Variante des weißen Blatts Papier habe ich überwunden, in dem ich die erste Schwangerschaft meiner Frau einmal pro Woche mit einem Photo dokumentierte und Donnerstags Fotos vom Dönerstag machte. Bei Twitter bin ich seit Januar 2007 und bei Facebook auch schon ewig, am längsten sicherlich bei XING.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Oh ja, total viele, die kann ich hier gar nicht alle aufführen. Für mich stellt Social Media eine totale Bereicherung meines Lebens dar, denn ich erreiche so viele Menschen und kann mich gleichzeitig durch noch mehr Menschen inspirieren lassen. Ich bin nach wie vor total begeistert, was ich alles lerne, welche neuen Blickwinkel ich erfahre und wieviel kreatives Potential nur ein paar Mausklicks entfernt verfügbar ist.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Haha. Die wichtigsten Meilensteine? Ich habe nicht den Schimmer einer Ahnung, was die gewesen sein könnten. Mein Weg war auch nicht einfach geradeaus, sondern schön eierig im Kreis herum. Ich teste viel, habe einen großen Spieltrieb und probiere viel aus. So habe ich digitale Kommunikation für mich erfahren und so mache ich es auch weiterhin, denn alles ändert sich fröhlich weiterhin.

Natürlich gibt es einige Konstanten, wie z.B. mein Blog auf http://lumma.de, aber ich nutze eben auch viele andere Plattformen und verändere immer wieder auch meinen Fokus. Ein Meilenstein war sicherlich der Gewinn des Vodafone-Etats mit Scholz & Friends, denn damals durfte ich als einer der ersten in Deutschland Social Media für ein richtig großes Unternehmen und eine globale Marke machen. Das war eine riesige Herausforderung für alle Beteiligten und meine Lernkurve war entsprechend steil.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ja. Immer wieder. Das liegt ja auch in der Natur der Sache. Ich probiere immer wieder neue Dinge aus und dabei passieren auch mal Fehler oder falsche Einschätzungen. Das ist allerdings nichts Schlimmes, so lange man die Fehler nicht ständig wiederholt.
 
Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Einfach mitmachen. Lesen, verstehen, selber agieren. JedeR kann irgendwas, damit sollte man anfangen. Witzigerweise habe ich mal an einem Buch mitgeschrieben, bei dem es genau darum geht: Berufsziel Social Media – Wie Karrieren im Web 2.0 funktionieren. Digitale Kommunikation basiert aus einer Kombination von einer Portion gesundem Menschenverstand gepaart mit einem dicken Fell und viel Ignoranz.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Facebook. Dort finden für mich die spannenderen Interaktionen statt.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Wir erleben gerade nicht nur den Switch vom Desktop zum Mobile, sondern auch von einer Dauerhaftigkeit der Inhalte zu einer Vergänglichkeit. Snapchat ist ein Ausdruck dieser Entwicklung, aber viele weitere Apps basieren auf der Idee, dass nicht mehr alles für immer dokumentiert wird.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Ja. So spannend Debatten auch sein mögen, so viel Zeit man auch für digitale Kommunikation aufwenden kann: es gibt noch mehr im Leben. Eine Debatte im Internet zu gewinnen bedeutet nicht, dass man die Gesellschaft nachhaltig verändert hat. Manchmal nimmt man sich und die digitale Kommunikation viel zu wichtig.

Vielen Dank für Deine Antworten, lieber Nico! :)

Diese Interviewreihe geht weiter,
derzeit liegen mir allerdings keine weiteren Antworten vor.

Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
http://www.schwindt-pr.com/tag/meinweginsweb.

„Seid unbequem“ – Interview mit Pia Kleine-Wieskamp zu #meinweginsweb

Pia Kleine-Wieskamp

Mit meiner heutigen Interviewpartnerin interagiere ich vornehmlich über Instagram, wo sie sehr aktiv ist. Es war also mal Zeit, Pia Kleine-Wieskamp nach ihrem sonstigen Weg in und durch die digitale Landschaft zu befragen:

Pia Kleine-WieskampBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Hallo miteinander, mein Name ist Pia Kleine Wieskamp und ich arbeite als selbstständige Kommunikationsexpertin, Trainerin und Beraterin in den Bereichen Storytelling, Kommunikation und Marketing bei POINT-PR. Zudem bin ich als Bloggerin – beispielsweise auf dem Reiseblog travelontoast.de – unterwegs.

Ich fotografiere für mein Leben gerne, ob mit meiner DSLR oder dem iPhone und liebe Netzwerken, sowohl online in Social Networks als auch im realen Leben.

Wer sich mit mir vernetzen möchte,  findet mich auf

Meine Hashtags lauten:  #storytelling, #fotografie, #reisen und natürlich auch #catcontent, da ich stolze Katzenmutter zweier Bengalen bin.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Online unterwegs, bzw. meinen ersten Internetanschluss, damals musste ich mich noch per piependes Modem einwählen, bin ich seit ca. 1993/1994. Damals hatte ich noch kein Internet im Büro von RTL zur Verfügung und alle Kollegen waren ein wenig neidisch!

Mein erstes Social Media Tool war Xing: Damals, 2003, hieß es noch OpenBC – also Open Business Club. Darauf folgten zwei Coporate Blogs für die Verlage Markt+Technik sowie Addison-Wesley im Auftrag meines damaligen  Arbeitgebers Pearson Deutschland. Danach entdeckte ich Twitter und bald darauf Facebook für mich.

Auf Twitter bin ich nun seit 7 Jahren aktiv und im Bereich Corporate Blogs noch länger.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Wunderbar fand und finde ich immer noch die Kombination zwischen sozialen Netzwerken und realen Treffen. Gerade hier in München hatte ich mit vielen Social Media Veranstaltungen, wie dem Twittwoch mit Thomas Pfeiffer, eine ideale Spielwiese. Aber auch Barcamps oder Kongresse wie die re:publica fand ich immer wieder als Plattform fürs Netzwerken und als Weiterbildung und Input wichtig und inspirierend. Auf meinen ersten Schritten haben mich wunderbare Kollegen wie Mirko Lange, Steffen Meier, Scott Kelby, Klaus Eck, Leander Wattig und viele unzählige Personen begleitet und beeinflusst.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Einer meiner Meilensteine war 2010 mein erster selbst organisierter MobileCityWalk, wobei gleichzeitig an einem Tag in 3 Ländern und 15 Städten Menschen mit Smartphones ihre Umgebung fotografisch eroberten; mit dieser Aktion kamen wir 2010 sogar als News auf HEUTE.de. Ich liebe einfach die Mischung aus Live und Online-Events, wie die Bloggertour mit rund 60 Bloggern 2012 auf der Photokina oder der Twittwoch-Veranstaltung auf der CeBIT, die ich zusammen mit Roland Panter organisierte.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ich weiß, dass ich gerne experimentiere und oft auch bauchgesteuert Entscheidungen treffe. Ein Fehler, den ich gemacht habe und nicht mehr machen würde, ist das Prinzip „einfach nur machen“: das bedeutet oft auch, ohne Strategie Social Media Tools nutzen. Ja, ich musste oft durch „learning bei doing“ erst lernen, wie etwas geht und Erfolge vorzeigen, damit ich Kollegen und Vorgesetzte überzeugen konnte, dass der ganze „Social-Media-Kram für Nerds wie mich“ doch seine Berechtigung hat. Es war ein Kampf gegen Windmühlen und Vorurteile.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Vergesst die Neugierde nicht, vernetzt euch und fragt einfach eure Themen in beispielsweise Facebook-Gruppen wie den Social Media Women ab. Glaubt aber nicht, dass Social Media bzw. Kommunikation ein Beamtenjob von 10 bis 17 Uhr ist und man sich nicht in seiner Freizeit, auf Social Media Events, Barcamps usw. weiterbilden und vernetzen sollte.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Ich liebe Bilder und nutze hauptsächlich mein Smartphone zur Kommunikation. So sind meine augenblicklichen persönlichen Lieblingsnetzwerke Facebook – ich liebe die Albenfunktion, Instagram, 500PX, 1X, Pinterest und Twitter sowie Xing und LinkedIn. Das sind meine Favoriten!

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Für mich sind Themen wie Augmented Reality, Transmedia Storytelling, 3D-Drucker, Virtuelle Räume, das Internet der Dinge – beispielsweise computergesteuerte Autos, Holo-Decks und alles, was mich an Raumschiff Enterprise erinnert, besonders spannend.

Oft denke ich an ein Konzert der Band Kraftwerk in Düsseldorf zurück. Sie spielten den Song „Taschenrechner“ – das ist nun Realität: Mein Smartphone in der Größe eines kleinen Taschenrechners hat eine höhere Leistung und bedeutend mehr Funktionen, als ein PC vor 10 Jahren! Nur das „beam me up Scotty“ gibt es leider noch nicht in naher Zukunft.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Wir leben gerade in einer spannenden Zeit, in welcher sich Kommunikation und Ansichten über Kommunikationsregeln ändern. Zusätzlich haben wir die Möglichkeiten, vieles mit zu bestimmen – an der Entwicklung teilzuhaben. Ich denke nur an die Bewegung #einfachmachen und das Manifest zur Veränderung des Arbeitsalltags #OutOfOffice. Die Gesellschaft kann sich durch Technik und den Umgang mit ihr ändern – wenn sie nicht zu stark reglementiert wird. Ich denke nur an die Urheberrechtsreform der EU und das Thema Panoramafreiheit. Hierbei hilft nur, den Mund aufzumachen und seinen Unmut laut zu äußern.

Ich schließe mit einem Zitat von Günter Eich – dem letzter Absatz aus dem Schlussgedicht des Hörspiels „Träume“: „Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt!“

 Vielen Dank fürs Mitmachen, Pia! 🙂

Diese Interviewreihe geht weiter,
derzeit liegen mir allerdings keine weiteren Antworten vor.

Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
http://www.schwindt-pr.com/tag/meinweginsweb.

„Erfahrung wächst durchs Tun“ – Interview mit Christian Müller zu #meinweginsweb

Christian Müller

Ich weiß gar nicht mehr, wie und wann es dazu kam, dass Christian Müller und ich angefangen haben, uns so häufig und intensiv auszutauschen. Ich erinnere mich noch an seinen Podcast zum Thema Blogpraktikum, der schließlich dazu geführt hat, dass sowohl er als auch ich heute als Mentoren unterwegs sind. Inzwischen gehört Christian fest zu meinem Netzwerk. Heute erzählt er uns, wie er seinen Weg nach Digitalien gefunden hat:

Christian MüllerBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Christian Müller, wohnhaft in Stuttgart. Kommunikationsberater, Mobile Videograf, Lebenskarriere-Coach und Blogger. Anders formuliert: Ein aktiver Netzbewohner, für den Social Media und die Kommunikation über die verschiedensten Kanäle natürlicher Teil des täglichen Lebens und der zwischenmenschlichen Kommunikation sind – privat wie beruflich.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Online bin ich seit Anfang der 2000er Jahre. Lange Zeit – ungefähr bis zu meinem 18. Lebensjahr – war ich übrigens Gegner von Handys und Internet, danach kam eine recht radikale Kehrtwende. Mein erstes soziales Netzwerk war StudiVZ, dicht gefolgt von Twitter. Darauf gekommen bin ich über meine Affinität fürs Schreiben, die mich zum Bloggen und schließlich zur Karrierebibel und davor in die sozialen Netzwerke geführt hat.

Der Weg war übrigens keineswegs absehbar. Ursprünglich habe ich Sozialpädagogik studiert und war mir sicher, dass ich auch in diesem Bereich dauerhaft arbeiten würde. Aber Pläne sind ja dazu da, um geändert zu werden.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Zuerst muss ich hier ganz klar Jochen Mai nennen, der mich nicht nur durch seine Artikel, sondern vor allem durch die Chance des Praktikums und danach durch die freie Mitarbeiter unterstützt und geprägt hat. Von ihm konnte und durfte ich auch extrem viel lernen – übrigens bis heute. Dafür bin ich nach wie vor dankbar.

Doch auch Annette Schwindt habe ich früh gelesen und von ihr gelernt, auch Jan Tißler habe ich früh – damals noch auf den Blogwerk Blogs – gelesen und von ihm gelernt. Und auch Alex Olma vom iPhone Blog habe ich früh gelesen.

Natürlich gehörte auch Klaus Eck zu den einflussreichen Autoren, das bleibt glaube ich nicht aus.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Der Beginn bestand aus einem Blog auf Blogspot, darauf folgte das Macoholic Blog, dann die Karrierebibel, dann sozial-pr. Nach und nach kamen Videos und ein eigener Podcast dazu, dann auch das Lebenskarriere Blog und das Chromebookblog. Was sich vor allem verändert hat, ist mein Umgang mit den Netzwerken. Zu Beginn waren sie alle etwas besonders, heute gehören sie selbstverständlich dazu. Zwar faszinieren mich die Möglichkeiten immer noch jeden Tag, doch ich nutze die Kommunikationswege viel selbstverständlicher.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Ganz klar: Zu viele Baustellen und zu viel Output. Ab einem gewissen Punkt lässt sich eine hohe Frequenz auf zu vielen Kanälen nicht mehr aufrecht erhalten und/oder geht auf Kosten der Qualität. Heute bin ich da viel entspannter. Mein wichtigster Tipp: Befasse Dich nur mit Themen, die Dich wirklich interessieren und voranbringen. Du musst nicht jeden Tag schreiben, aber wenn Du etwas veröffentlichst, muss die Qualität stimmen. Und halte nicht mit Deiner Meinung hinterm Berge. Profile brauchen Persönlichkeit mit Ecken und Kanten.

Und wenn Du bloggst: Produziere nicht einfach Content. Finde Deine Kernthemen, erstelle dazu hochwertige Inhalte und baue diese nach und nach aus. Das kann auch heißen, alte Artikel auszubauen, statt neue zu schreiben. Besetze Deine Themen und verzettle Dich nicht.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Drei englische Worte: Just do it. Sicher, die Grundlagen der Social Media und der Kommunikation lassen sich theoretisch lernen und anlesen und der eine oder andere Kurs kann auch helfen. Doch echte Erfahrung und Kompetenz wächst erst durchs Tun, durch die Praxis.

Die Betonung liegt hier auf wächst. Denn es handelt sich um einen stetigen Lern- und Entwicklungsprozess und jeder – egal wie lange aktiv oder dabei – kann noch dazu lernen.

Ganz wichtig ist für mich auch das Thema Netzwerken. Beziehungen und Kontakte aufzubauen nimmt Zeit in Anspruch. Und Du musst in Vorleistung gehen. Wenn du mit einer soliden Basis und einer guten Reputation – Tipp: Die Zahl der Follower ist zweitranging, ihre Qualität entscheidet – Kontakt aufnimmst, wirst du meist auf offenen Türen treffen. Übrigens auch bei den so genannten “großen” der Branche. Sie sind auch nur Menschen. Hier gilt: Trau dich, sprich sie an – aber mit klaren Themen und einer guten Basis. Wer kommt und einfach nur will, muss sich über Ablehnung nicht wundern.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Am kommunikativsten: Ganz klar Twitter. Am inspirierendsten: YouTube. Am liebsten: Google+. Ich liebe das Niveau der Diskussionen dort und schätze Hangouts sehr. Periscope nimmt gerade übrigens auch einen größeren Stellenwert ein.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Ich finde es enorm spannend, dass Livestreaming auf einmal auf dem Radar vieler Menschen auftaucht. Meerkat und Periscope haben da etwas geschafft, was durch Hangouts on Air nicht gelungen war.

Die zweite spannende Entwicklung betrifft Blogs. Aktuell geht die Entwicklung stark in Richtung von Content Hubs oder Social Mags. Zu deutsch: Das klassische Blog tritt in den Hintergrund, multimediale Seiten zu bestimmten Themen nehmen ihren Platz ein.

Dazu passt auch mein Tipp oben: Es geht nicht mehr darum, ständig neue Artikel zu schreiben. Stattdessen zählt, bestimmte Themen optimal abzubilden und nutzerrelevante, attraktive Inhalte mit viel Informationsgehalt und Wert zu schaffen. Wer sich für diese Entwicklung interessiert, sollte unbedingt mal bei Karl Kratz vorbeischauen.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitalen Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Drei Punkte, die jeder, der meine Artikel liest, bereits kennt. Ich wiederhole sie trotzdem, weil sie für mich einfach der Kern der Kommunikation darstellen.

1.   Du sprichst mit Menschen. Immer. Egal ob Du für ein Unternehmen arbeitest oder für Dich selbst kommunizierst: Du kommunizierst mit Menschen. Bring Ihnen den Respekt und die Wertschätzung entgegen, die sie verdienen.

2.   Kommuniziere mit Leidenschaft. Bleib Deinen Themen treu. Spring nicht auf jeden Zug oder auf jedes populäre Thema auf. Reichweite ist nicht alles, Qualität zählt. Für mich ist eine Frage der Maßstab: Kann ich das tun und morgen noch guten Gewissens in den Spiegel schauen? Die Antwort ist meist klar.

3.   Experimentiere. Trau Dich, neue Wege zu gehen, Neues auszuprobieren und auch mal zu scheitern. Fehler gehören dazu, unpopuläre Meinungen und Standpunkte auch. Verbiege Dich nicht für andere, bleib Dir treu und offen für Neues. Es lohnt sich.

 Vielen Dank für Deine Antworten, lieber Christian! 🙂

Diese Interviewreihe geht weiter, derzeit liegen mir aber keine weiteren Antworten vor.
Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
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