Facebook kündigt große Änderungen an (Timeline, social Apps)

Mit Spannung wurde die Facebook-Entwicklerkonferenz f8 erwartet und die Gerüchteküche, was denn da präsentiert würde, brodelte vorher bereits heftig. Mark Zuckerberg kündigte dann in der Tat auch die vermuteten neuen Meldungsarten für gelesen, gesehen, gehört an, denn Facebook redesignt Profile in Timelines und Apps werden social:

Profil wird zur Timeline

Während die allerersten Profile zu Beginn von Facebook noch bessere Visitenkarten waren, wurden sie 2008 zum Stream weiterentwickelt. Da inzwischen viele Menschen ihr ganzes Leben in Ihrem Profil teilen (so Zuckerberg), macht Facebook jetzt aus Profilen eine Art digitales Scrapbook: eine Visualisierung von wichtigen und aktuellen Ereignissen im Leben eines Nutzers (sofern er diese eingegeben hat):

Zuckerberg stellt Timeline vor
Navigation nach Jahren

  Dabei soll man laut Zuckerberg die Sichtbarkeit der einzelnen elemente weiterhin genau einstellen können. Der Clou am neuen Design ist die Navigierbarkeit nach Jahren und Themen (Fotos, Apps, Orte…):

timeline gefiltert nach Musikbeiträgen
timeline gefiltert nach Videobeiträgen

Damit kann man auch ältere Beiträge wiederfinden und auch nachträglich Beiträge zu bestimmten Zeitpunkten in der Timeline einfügen.

Mehr zum neuen Timeline-Layout hier im  Blog nachlesen…

Apps werden social

Zu deutsch: der Schwerpunkt bei Anwendungen wird auf der Integration in die Timeline und das gemeinsame Verwenden mit Freunden gelegt. Mehr dazu im folgenden Video:   Details zu den einzelnen neuen Features folgen hier im Blog, sobald sie ausgerollt wurden (laut Facebook in den nächsten Wochen). Wer das neue Profildesign schneller haben möchte, kann das hier angehen – oder, wenn man einen Entwicklerzugang hat, diesem Tipp hier folgen.

Facebook f8: Der Like-Button und noch mehr Neuerungen

„Instantly social“ und „simple“, das sind die Kernpunkte der Neuerungen, die Mark Zuckerberg vor wenigen Minuten zur Eröffnung der Entsicklerkonferenz f8 präsentiert hat. Die drei neuen Produkte, die dabei vorgestellt wurden sind:

  1. Social Plugins: http://developers.facebook.com/plugins
    • Like-Button (über einen iframe einzubinden)
    • Activity Stream (was sagen andere über XY – über html einbinden)
    • Recommendation Widget (Wiki-artige Empfehlungs-Möglichkeit über html einbinden)
    • Connect (wird vereinfacht)
    • Social Bar (über html einbinden)
  2. Open Graph Protocol (bringt semantische Verlinkungen zusammen und zu Interessen im eigenen Profil; ermöglicht u.a. Websites, die das verwenden , das Versenden von Updates an alle, die Like angeklickt haben.)
  3. Graph API (Schnittstelle – wichtig für Entwickler, Facebook implementiert oauth Standard)

Mehr Details gibt es bei netzwertig.com.

Der Knackpunkt dabei: man kann sehen, welche Freunde schon mit einer Seite interagiert haben – wenn man in Facebook eingeloggt ist auch wenn man selbst nicht eingeloggt ist:

Im ausgeloggten Zustand sieht man nur sowas:

Ausnahme davon werden wohl die „Partnerseiten“ sein (derzeit über 70), bei denen man dann aber per Opt-out die „personalisierte Erfahrung“ ablehnen kann.

UPDATE von der Pressekonferenz: keines der Plugins soll die bereits vorgenommenen Privatsphäre-Einstllungen verändern. Wenn Nutzer alles so beibehalten wollen wie jetzt, dann sei das kein Problem. (Ich hab die graph-Adresse mal mit mir selbst getestet und bei meinem Profil, das nur für Freunde freigegeben ist, ist außer meinem Namen und der id nichts zu sehen. Bei meiner Fanseite hingegen, siehe: http://graph.facebook.com/schwindtpr).