Mit verbesserter Kommunikation den Behindertensport voranbringen

Wie Ende November 2009 bereits angekündigt, werde ich die Optimierung der Onlinekommunikation meines Kunden Holger Nikelis hier im Blog begleiten. Wie es zu diesem Projekt kam, welche Ziele der amtierende Weltmeister im Rollstuhltischtennis damit verfolgt und wie es mit der Kommunikation im Behindertensport generell aussieht, beschreibt er im folgenden Interview:

Bitte stelle Dich kurz vor.

Mein Name ist Holger Nikelis, ich bin international erfolgreicher Rollstuhl-Tischtennisspieler und (noch) 31 Jahre alt, geboren in Köln, wo ich derzeit auch lebe und trainiere. Auf meiner Website www.nikelis.de finden sich weitere Informationen.

Holger Nikelis

Weshalb hast Du Dich entschlossen, Deine Onlinekommunikation zu erweitern?

Als gelernter Fachinformatiker habe ich die neuen Techniken und Möglichkeiten des Web 2.0 am Rande verfolgt, mich jedoch nie intensiv damit befasst, geschweige denn etwas davon umgesetzt. Die Zeit zwischen Sport und Beruf und vor allem das nötige Hintergrundwissen fehlen mir dazu einfach.

Ich möchte erreichen, dass die von mir bereitgestellten Informationen für eine größere Zielgruppe und einfacher auffindbar sind und dies nicht mehr nur einseitig geschieht, sondern das Ganze auf Dialog ausgerichtet ist.

Warum hast Du Dich dazu für die Zusammenarbeit mit schwindt-pr entschieden?

Bereits in der Vergangenheit habe ich in anderen Bereichen erfolgreich mit der Agentur schwindt-pr zusammengearbeitet, so dass hier schon ein Kontakt bestand. Zusätzlich war die räumliche Nähe und das Hintergrundwissen von Annette Schwindt über die Themen Behinderung und Behindertensport ausschlaggebend. Das hat einfach gepasst. Mein Ziel, die eigene Online-Kommunikation zu verbessern, und die Spezialisierung der Agentur schwindt-pr in genau diesem Bereich machten eine Zusammenarbeit naheliegend.

Wie sah Deine Online-Kommunikation bislang aus?

Bisher bestand sie hauptsächlich aus der eigenen Website nikelis.de mit aktuellen Berichten und Ergebnissen und digitalem Versand von Pressemitteilungen und Pressefotos per E-Mail. Zusätzlich, in unregelmäßigen Abständen, der Versand eines E-Mail-Newsletters.

Welche Maßnahmen habt Ihr geplant und warum hast Du gerade diese gewählt?

Holger NikelisIn Zukunft soll der Haupt-Informationsfluss über die Website und die Facebook-Fanseite laufen. Hierzu wird die Website relauncht und um ein Blog erweitert. Durch Verknüpfung mit der Fanpage sind alle Informationen auf beiden Plattformen verfügbar und auch kommentierbar. Die vorhandenen Materialien aus der Vergangenheit (Berichte, Fotos, Termine etc.) werden zentral gesammelt, verschlagwortet und kategorisiert, zur besseren Auffindbarkeit durch Suchmaschinen und Nutzer.

Welche Ziele verfolgst Du damit?

Über die zahlreichen Möglichkeiten von Social Media und des Web 2.0 die Informationen über mich und meinen Sport (Ergebnisse, Berichte, Fotos) zu verbreiten und zwar zielgerichtet und angepasst an unterschiedliche Nutzergruppen (Presse, Fans, Sponsoren). Dies aber alles basierend auf einer ausgearbeiteten Netzwerk-Struktur, die an meine Anforderungen angepasst ist.

Wie weit seid Ihr mit der Durchführung dieser Maßnahmen schon gediehen und was passiert als nächstes?

  • Facebook Fanseite von Holger NikelisAls erstes wurde eine Facebook-Fanseite eingerichtet, auf der derzeit zentral Informationen und Fotos veröffentlicht werden, teilweise mit Verknüpfungen zu nikelis.de.
  • Dann haben wir einen Flickr-Account eingerichtet, auf dem jetzt sämtliches Bildmaterial gesammelt wird – auch, um der Presse hochauflösendes Material anzubieten.
  • Die Website wird grafisch überarbeitet und technisch neu aufgesetzt werden, mit einem Blogsystem und RSS-Funktionalität. Hier werden alle bisher veröffentlichten Beiträge gesammelt, verschlagwortet und kategorisiert.
  • Sämtliche alten und neuen Artikel werden dann auch über delicious gebookmarkt und so auch thematisch abonnierbar gemacht.
  • Außerdem habe ich jetzt einen Xing-Account.

Würdest Du mit Deiner neu gestalteten Onlinekommunikation eine Vorreiterrolle im Behindertensport übernehmen?

Da bin ich mir sicher! Bisher findet man in den einzelnen Bereichen zwar hier und da einige Sportler bzw. Organisationen, die eine Facebook-Fanseite oder einen Flickr-Account oder ein Blog betreiben. Aber all diese Kommunikationsmöglichkeiten verknüpft und aufeinander abgestimmt anzubieten, ist mit Sicherheit so noch nicht zu finden.

Wird über Behindertensport Deiner Meinung nach schon richtig/ausreichend kommuniziert und was könnte man verbessern?

Seitdem ich Mitglied der großen „Behindertensport-Gemeinde“ bin und die Entwicklungen auch aktiv verfolge (ca. seit 1997) hat sich einiges getan. Die Häufigkeit von Berichterstattungen steigt und wird auch immer professioneller, aber sie hängt im Vergleich zum „Nicht-Behindertensport“ um Längen hinterher. Mit Sicherheit sind die Kommunikationsmöglichkeiten im Bereich Internet nicht ausgeschöpft. Hier bietet sich dem Behindertensport eine riesige Plattform und Chance, um kostengünstig eine riesige Community zu erreichen und anzusprechen.

Fotos: Helmut Nikelis

Begleiten Sie schwindt-pr bei einem Modellprojekt

Auf meiner Agenturwebsite steht zu lesen:

„Die Arbeit von schwindt-pr umfasst generelle Kommunikationsberatung, Optimierung oder Erstellung von Websites, Blogs und Social-Media-Präsenzen sowie die sinnvolle Integration dieser Kommunikationsmittel in den Gesamt-Kommunikationsmix des Kunden.“

Was genau sich hinter dieser Zusammenfassung verbirgt, soll in den kommenden Monaten anhand eines Modellprojekts gezeigt werden. Die einzelnen Maßnahmen werden hier im Blog erklärt und dokumentiert, wobei Sie als Leser aufgerufen sind, Rückfragen zu stellen und Ihre Meinung kund zu tun.

Das Modellprojekt

Wie auf meiner Fanseite bereits zu lesen war, arbeite ich seit Kurzem wieder mit meinem früheren Kunden Holger Nikelis zusammen. Bereits in 2004/2005 hatte meine Agentur die PR des Kölner Behindertensportlers (u.a. für Turniere, Veranstaltungen, Projekte) in Bewegung gesetzt.

Neben der Personen-PR stand bereits damals unser gemeinsames Interesse, die Wahrnehmung von Menschen mit Behinderung positiv zu verändern, im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.  Damals entstand auch das von schwindt-pr herausgegebene Infoblatt „Wissenswertes für den Umgang mit und das Berichten über Menschen mit Behinderung“.

Jetzt, zum Ende von 2009, haben wir diese Zusammenarbeit wieder aufgenommen, da Holger seine (Online-)Kommunikation verbessern und ausbauen möchte. Dabei wird es zunächst um den Relaunch der Website nikelis.de sowie die Erweiterung derselben durch verschiedene Social-Media-Präsenzen gehen.

Ein Anfang

Gestartet sind wir vor zwei Tagen mit einer Fanseite auf Facebook:

Fanseite für Holger Nikelis

Diese Maßnahme haben wir deshalb an den Anfang gesetzt, weil die derzeitige Website von Holger rein statisch aufgebaut ist. Über ein Gästebuch kann man dort zwar etwas hinterlassen, das aber eben nur dort und somit außerhalb der Beiträge, die man vielleicht gern kommentieren würde. Durch die Einbindung der Facebook-Fanbox auf der derzeitigen Website (auch wenn ich mit deren Positionierung noch nicht wirklich glücklich bin, Holger 😉 ) wird nun eine Möglichkeit zum direkten Kommentieren und Interagieren aufgezeigt, solange diese Möglichkeit auf der Website selbst noch nicht besteht.

Anmerkung: Weder die Javaskript-Version der Fanbox, die Facebook standardmäßig anbietet, noch  die iframe-Variante sind barrierefrei…

Planung

Unsere weitere Planung sieht im Moment wie folgt aus:

  • Einrichten einer Facebook-Fanseite (erledigt)
  • Vernetzung der Fanseite mit der jetzigen Website (erledigt)
  • Schulung in und Begleitung der Pflege der Fanseite (läuft)
  • Einrichten eines FlickR-Accounts
  • Einpflegen des sehr unfangreichen Bildmaterials
  • Schulung und Begleitung des Umgangs mit FlickR
  • Vernetzung des FlickR-Accounts mit der jetzigen Website und Fanseite
  • Einrichten eines delicious-Accounts
  • Einpflegen bestehender externer Webartikel
  • Schulung und Begleitung des Umgangs mit delicious
  • Einpflegen der alten eigenen Artikel (zwei verschiedenen Datenbanken, nämlich von der jetzigen und von der vorherigen Website) in eine neue Datenbank, die dann auch Teil der neuen Website wird und dort weiter genutzt werden kann
  • Einpflegen der Artikel aus dieser Datenbank in delicious
  • Vernetzung der delicious bookmarks mit Fanseite und jetziger Website
  • Relaunch der Website in Blogformat (ggf. auch statische Website plus Blog) inkl. o.g. Vernetzung zu den Social-Media-Präsenzen
  • Aufbau eines Blogs für kommende Beiträge
  • Blogschulung und Begleitung des Bloggens
  • Aufbau eines Newsrooms innerhalb des neuen Webauftritts durch Einbindung der RSS-Feeds der o.g. Elemente

Ergebnis

Wenn wir das alles so umsetzen, sieht das alles zum Schluss so aus:

Modell 1 - Projekt Nikelis

Das derzeitige Fragezeichen in diesem Modell ist die Art, wie wir das Datenbankproblem mit den alten Websiteartikeln lösen werden. Derzeit stehen typo3 oder WordPress dafür zur Diskussion.

Möglicherweise kommen auch noch weitere Social-Media-Maßnahmen hinzu (denkbar wäre z.B. Twitter, YouTube, Friendfeed). Sehr wahrscheinlich wird demnächst noch ein Xing-Profil den Mix ergänzen.

Weitere Artikel zum Thema folgen und werden zukünftig
in der Kategorie „Modellprojekt“ zu finden sein.