Blogger Relations – Wie wäre es mit einfach kommunizieren?

Mike Schnoor veranstaltet eine Blogparade zum Thema Blogger Relations, also dazu wie Unternehmen Blogger ansprechen sollen, wenn sie möchten, dass diese in ihren Blogs über sie oder ihre Produkte/Dienstleistungen berichten. Dazu schreibt er: „Jeder Blogger hat eigene Erwartungen an die Kontaktaufnahme und das Verhältnis zu Unternehmen.“ und stellt die These auf: „Jedoch führen meiner Meinung nach die meisten Aktivitäten von ‚Blogger Relations‘ zu keinem hochwertigen Ergebnis – Blogger Relations sind großteils für die Katz. Zudem glaube ich, dass viele Blogger gar nicht so heiß auf abgedroschene PR-Infos sind.“
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Einfach Kommunizieren #eifko

Mein Grundsatz lautet: Einfach Kommunizieren. Dabei geht es um den Demokratisierungsprozess, der durch die digitalen Medien ausgelöst wurde: Über das Social Web kann jeder Teil des globalen Informationsaustauschs werden. Dieser Austausch basiert auf Beziehungen zwischen Menschen und diese wiederum auf Kommunikation.

Es geht um Menschen und Gespräche und auf welche Weise Sie daran teilhaben.click & tweet

Das betrifft keineswegs nur Einsteiger, sondern gerade auch diejenigen, die das Social Web beruflich nutzen, denn sie wollen schließlich möglichst viele Menschen mit dem erreichen, was sie da verbreiten. Daher sollten gerade sie sich auf Einfach Kommunizieren zurückbesinnen. Einfach Kommunizieren bedeutet dabei Zweierlei:

  • Einfach Kommunizieren = sich möglichst verständlich auszudrücken, raus aus dem eigenen Kopf und rein in den Kopf dessen, dem ich etwas mitteilen möchte.
  • Einfach Kommunizieren = wirklich zu kommunizieren, also Gespräche zu führen, echte, gleichberechtigte Dialoge von Mensch zu Mensch.

Einfach Kommunizieren = sich verständlich ausdrücken und echte Gespräche führen.click & tweet

Das klingt furchtbar simpel, solange es theoretisch bleibt. In der Praxis sieht das aber ganz anders aus. Deswegen haben ja so viele Unternehmen Probleme damit, im Social Web richtig zu kommunizieren. Denn die Art von Kommunikation, die sie gewohnt sind, ist einseitig ausgerichtet und nicht auf Dialog. Das funktioniert im Social Web aber nicht. Dort ist das Gespräch gefragt, bei dem ich meinen Gegenüber ernst nehme und da abhole, wo er steht.

Das Social Web bringt uns dazu, Kommunikation wieder so zu praktizieren, wie sie ursprünglich gedacht war.click & tweet

Um das zu schaffen, muss ich folgende Schritte gehen:

  1. Selbst verstanden haben, worüber ich rede (Erfahrung)
  2. Raus aus dem eigenen Kopf (Abstraktion)
  3. Rein in den Kopf des Gegenübers (Empathie)
  4. Gespräche von Mensch zu Mensch führen (Dialog)
  5. Mich dabei so klar und verständlich wie möglich ausdrücken (Verständlichkeit)
  6. Die Resonanz darauf beobachten (Evaluation)
  7. Meine Art zu kommunizieren weiterentwickeln und hoffenlich verbessern (Reaktion)

und dann wieder von vorn anfangen. Der Ausgangspunkt Erfahrung kann zu Beginn natürlich verschieden stark ausgeprägt sein. Aber egal ob Anfänger oder Profi: Wir alle gehen immer wieder die in diesem Schema folgenden Schritte und dabei wächst unsere Erfahrung immer weiter.

Es reicht nicht, etwas nur verstanden zu haben. Man muss es auch umsetzen können.click & tweet

Der Einstieg wird für Anfänger dann zum Problem, wenn sie die schiere Fülle dessen, was technisch machbar ist, erschlägt. Aber auch da gilt: weniger ist mehr! Lieber erst mal auf eine Plattform konzentrieren oder einiges erst mal privat ausprobieren und dabei Erfahrung sammeln. Denn:

Nicht alles, was technisch machbar ist, ist auch für jeden sinnvoll.click & tweet

Viele bleiben auch gern bei der Technik stehen, statt sie als Transportmittel für die eigenen Inhalte zu sehen. Man muss selbst wissen, was man zu sagen hat. Hat man nichts zu sagen, oder macht das schlecht, dann ist das nicht die Schuld von Facebook und Co. Diese Plattformen sind nur Hilfsmittel, um uns die  digitale Kommunikation zu erleichtern. WAS wir dort kommunizieren und WIE wir es tun, entscheidet nicht die Plattform, sondern wir! Es ist ja generell die Frage, ob der Mensch der technischen Entwicklung hinterher rennen sollte, oder ob die wahre Kür in der technischen Entwicklung nicht die ist, etwas so zu entwickeln, dass es sich selbst erklärt und intuitiv genutzt werden kann?! Denn schließlich soll ja die Technik dem Menschen dienen und nicht umgekehrt. Und in diesem Wandel stecken wir mittendrin! Womit wir beim Kommunikationswandel und seinen gesellschaftlichen Folgen angelangt wären. Dieser gesellschaftliche Wandel kann nur nachhaltig funktionieren, wenn diese „neue“ Art zu kommunizeren wirklich im Alltag der Menschen ankommt, indem sie begreifen, dass es sich hier nur um eine weitere Gesprächsmöglichkeit und nicht um eine Geheimwissenschaft handelt. Dazu ist eine umfassende Alphabetisierung nötig. Und zu der sollte meines Erachtens jeder, der im Social Web kommuniziert, seinen Teil beitragen.

Wie?

Durch EINFACH KOMMUNIZIEREN! 🙂

 

Einfach kommunizieren – bildlich dargestellt #eifko

Sebastian Hartmann, der ja schon früher meine Ideen für Cartoons umgesetzt hat, hat sich mit mir auch zum Thema „Einfach kommunizieren“ um eine bildliche Darstellung gekümmert. Die erste Situation stellt das Fachchinesisch dar, bei dem der Zuhörer nicht versteht, worum es eigentlich geht. In der zweiten Situation wird alles klar benannt, der Sprecher kommuniziert einfach – spricht also direkt mit dem anderen und drückt sich dabei klar verständlich aus – und der Zuhörer versteht, was ihm mitgeteilt weden soll.

Ein RIESENDANKE an Sebastian, der sich via Facebook-Messenger zwei Nächte mit mir um die Ohren geschlagen hat, damit die Cartoons rechtzeitig zu meiner Session beim stARTcamp Köln morgen fertig sind!

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Einfach kommunizieren am Beispiel „Jung & Naiv“ #eifko

Die YouTube-Serie „Jung & Naiv – Politik für Desinteressierte“ ist ein weiteres schönes Beispiel für das Einfach kommunizieren. In dieser Serie veröffentlicht Tilo Jung Interviews mit Politikern und richtet sich damit an junge Leute, die an Politik eigentlich nicht so interessiert sind. In den Medien wird das Konzept kontrovers diskutiert. Inzwischen wurde die Folge von „Jung & Naiv“ mit Kanzlerkandidat Peer Steinbrück nicht mehr nur auf YouTube, sondern auch im Fernsehen gezeigt:

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