„Bleib Mensch!“ – Interview mit Carsten Knobloch zu #meinweginsweb

Carsten Knobloch

In dieser Interviewreihe durfte ich schon einige Blogger-Urgesteine begrüßen. Da darf Carsten Knobloch alias Caschy nicht fehlen, der gerade sein sehr lesenswertes Fazit zu 30.000 Blogbeiträgen veröffentlicht hat! Deshalb freut es mich sehr, dass gerade er die Fortsetzung von #meinweginsweb mit seinen Antworten einläutet:

Carsten KnoblochBitte stelle Dich kurz vor (Name, Ort, Tätigkeit, Website, Facebook, Twitter, Google+, drei Hashtags)

Ich bin Carsten Knobloch und wohne als Dortmund-Exilant mit meiner Familie in Geestland, ehemals Langen in Niedersachsen. Ich arbeite als das, was man heutzutage schlichtweg als Blogger bezeichnet. Ich könnte auch Online-Redakteur sagen, bevorzuge aber den „Blogger“, da das Ganze bei mir langsam gewachsen ist. Hier schreibe ich täglich über Technik, das Web und irgendwie alles, was mich interessiert – was wiederum meistens mit dem eben beschriebenen zu tun hat.

Drei Hashtags, die mich beschreiben? Schwer, außer #BVB und #Technik fällt mir da nichts ein. Das müssen wohl andere machen.

Seit wann bist Du online unterwegs, wann hast Du angefangen zu bloggen und wann bist Du dem ersten sozialen Netzwerk beigetreten? Wie bist Du dazu gekommen?

Puh, das ist alles schon so lang her. Ich steige mal beim Bloggen ein, das begann 2005. Noch ganz privat. Ich war vorher schon mit Seiten und in Foren aktiv, das Bloggen kam dann als persönlicher Ausgleich. Zu dieser Zeit starteten auch Freunde das Bloggen und dann war ich irgendwann dann halt auch dabei. In Social Networks bin ich irgendwie immer sehr früh zu finden, ich probiere alle aus, übrig blieben in den letzten Jahren eigentlich nur wenige Größen.

Gab es Menschen, die Dich persönlich oder durch Ihre Veröffentlichungen bei Deinem Einstieg ins Social Web begleitet haben?

Nein, alles geschah aus dem eigenen Antrieb heraus.

Wie hat sich Dein Weg in Sachen digitale Kommunikation dann bis heute weiterentwickelt (nenne die wichtigsten Meilensteine)?

Da kann ich für mich gar keine persönlichen Meilensteine festhalten, da irgendwie alles bei mir harmonisch gewachsen ist. Ich hatte irgendwann zum Glück die Möglichkeit, mein Hobby zum Beruf zu machen und bin seitdem dabei.

Gibt es Fehler, die Du auf Deinem Weg gemacht hast und wie können andere diese vermeiden?

Fehler eher weniger, eher Erfahrungen. Was viele heute noch vergessen: es gibt ein Urheberrecht und eine Industrie, die sich auf das Abmahnen eingeschossen hat. Hier sollte man generell sehr vorsichtig sein und schauen, was man wie macht.

Welche Wege empfiehlst Du Einsteigern oder denen, die sich in Sachen digitale Kommunikation fortbilden wollen?

Gar nichts. Ich empfehle selten bis nie etwas, da ich mich selber auch nicht als den großen Kommunikator sehe. Ich schreibe Informationen, manchmal Geschichten. Kommunikation hat so viele Facetten, in den letzten Jahren hat sich Kommunikation so verändert, dass man ausser festen Benimm- oder Grundregeln kaum etwas empfehlen kann. Gut ist sicherlich der, der sich selber auch mal ausprobiert, dabei aber nicht gewisse Grundwerte vergisst.

Welches ist Dein bevorzugtes soziales Netzwerk und warum?

Ich habe da zwei Trennungen. Twitter ist mein schnellstes Informationsnetzwerk, während Facebook eher das persönliche ist.

Welche aktuellen Entwicklungen in der digitalen Kommunikation findest Du besonders spannend?

Spannend nicht, eher herausfordernd. Schauen wir einfach mal auf Netzwerke wie Facebook, wie diese mit Hassreden und Aufrufen zu Gewalt umgehen. Nicht einmal Facebook bekommt dies momentan wirklich auf die Kette, was ich überraschend finde. Da muss noch einiges passieren.

Gibt es noch etwas, das Du den Lesern zum Thema Social Web oder digitale Kommunikation allgemein mitgeben möchtest?

Bleib Mensch. Behandle andere, wie du behandelt werden möchtest. Gilt überall, nicht nur im Netz. Wird allerdings immer häufiger vergessen.

Vielen Dank für Deine knackigen Antworten, lieber Carsten! :)

Alle Interviews dieser Reihe können nachgelesen werden unter
http://www.schwindt-pr.com/tag/meinweginsweb.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.