Facebook für Eltern – Teil 1: Worauf Sie bei der Registrierung Ihres Kindes achten sollten #elternfb

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Ist bei Ihnen schon der Zeitpunkt gekommen, zu dem ihr Kind Sie gefragt hat, ob es sich bei Facebook anmelden darf? Wahrscheinlich wird die Begründung lauten: „Alle anderen aus der Schulklasse sind auch schon da“, oder „Wenn ich nicht dabei sein darf, dann finden mich die anderen uncool“. Sie als Eltern denken aber wohl mehr an die Risiken, die den Datenschutz, die Privatsphäre oder die allgemeine Kontrolle der Online-Aktivitäten Ihres Kindes betreffen. Fakt ist: Da Facebook und Co. in der Mitte der Gesellschaft angekommen sind, werden Sie Ihr Kind nicht dauerhaft davon fernhalten können. Sie können aber einiges tun, um Ihr Kind und seine persönlichen Daten in der weiten Welt der sozialen Netzwerke zu schützen. Der erste Schritt, den Sie dabei beaufsichtigen können, ist die Anmeldung bei Facebook. Ihr Kind muss dafür mindestens 13 Jahre alt sein.

Kontaktdaten von Dritten nicht an Facebook weitergeben

Bezüglich der Eingabe von persönlichen Daten sollten Sie Absprachen mit Ihrem Kind treffen, denn Facebook versucht an vielen Stellen, solche Daten abzufragen: So wird bereits im ersten Schritt der Erstellung des Facebook-Kontos nach den Zugangsdaten zum privaten E-Mail-Postfach gefragt, um dort mögliche Facebook-Kontakte zu finden:

Abfrage von E-Mail-Konten

Facebook weist zwar darauf hin, dass die dort gefundenen Kontaktdaten gespeichert werden, da die Speicherung und Nutzung fremder Kontaktdaten ohne die Einwilligung der betreffenden Personen ist nach deutschem Recht jedoch nicht erlaubt ist, sollten Sie Ihrem Kind erklären, warum es diese Funktion unbedingt überspringen sollte.

Persönliche Informationen mit Bedacht eintragen

Im zweiten Anmeldeschritt erfragt Facebook den aktuellen Wohnort, die Heimatstadt und den Namen der Schule. Ist das Profil angelegt, können im Infobereich außerdem zahlreiche weitere persönliche Informationen hinterlegt werden. Hier wird Ihr Kind Angaben machen wollen, um sich selbst zu beschreiben. Sprechen Sie gemeinsam ab, welche Informationen sensibel sind, also Ihr Kind zu leicht identifizierbar machen, und welche Angaben unverfänglicher sind. Auch sollte gemeinsam geklärt werden, wem diese Informationen später zugänglich gemacht werden dürfen. Gemäß der Voreinstellung sind die Angaben zur Schule oder Ausbildung, dem Wohnort, der Familie und sonstigen persönlichen Beziehungen sowie die weiteren persönlichen Details öffentlich sichtbar:

Profilinformationen eingeben

Auch die „Gefällt mir“-Angaben und die eingetragenen Vorlieben zu Musik, Filmen, Büchern usw. werden zunächst öffentlich angezeigt. Lediglich die allgemeinen Angaben und Kontaktinformationen sind nur für die eigenen Freunde sichtbar. Facebook weist allerdings darauf hin, dass sensible Daten von Minderjährigen nicht in der Suche öffentlich sichtbar sind.

Eine Vereinbarung zwischen Ihnen und Ihrem Kind, welche Angaben eingetragen und wem diese Informationen zugänglich gemacht werden dürfen, ist daher für die grundsätzliche Nutzung von Facebook wichtig. Die Privatsphäre-Einstellungen zur Sichtbarkeit sollten daher dem Kind erklärt und grundsätzlich individuell eingestellt werden.

Und so gehts weiter…

In meinem nächsten Artikel werde ich darauf eingehen, was Jugendliche bei der Nutzung von Facebook hinsichtlich der Privatsphäre bzw. den Sichtbarkeitseinstellungen beachten sollten. In einer offenen Reihe möchte ich weitere Stolpersteine ansprechen und wie man sie umgehen kann, damit Jugendliche das soziale Netzwerk sicher nutzen und auch Sie als Eltern beruhigt sein können.

Alle Beiträge zum Thema Facebook für Eltern werden gesammelt unter
http://www.schwindt-pr.com/category/facebook/facebook-fuer-eltern

Weitere Infos gibt es von Facebook unter
https://www.facebook.com/safety/groups/parents/

Rebecca Ohm
Rebecca Ohm ist im Netzwerk von schwindt-pr die Fachfrau für iOS und unterstützt damit Android-Fan Annette Schwindt bei Leserfragen. Nach ihrem Studium des Media Managements und der Medienwissenschaft arbeitet sie nun als Redakteurin beim Fernsehenund gibt an der Universität Bonn einen Kurs über Grundlagen der Website-Gestaltung.

1 Kommentar

  1. Hallo Frau Schwindt/Frau Ohm,

    das ist eine tolle neue Reihe! Viele Eltern, die sich selbst noch nicht mit den neuen Medien beschäftigen sind heutzutage überfordert und können ihren Kindern nicht so zur Seite stehen, wie es eigentlich nötig wäre. Und an den Schulen gibt es ganz viel Handlungsbedarf.
    Ich habe auch mal das Projekt „Elternecke“ angefangen, aber aus Zeitgründen nie richtig losgelegt. Nur in der Google+ Community und auf Twitter poste ich ab und zu Artikel zu diesem Thema, da ich es so wichtig finde. Natürlich auch diesen hier 😉

    Freue mich auf Fortsetzungen und wünsche viel Erfolg,
    Grüße Jutta Beyer

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