Twitter Cards via Jetpack Plugin einrichten

Auf Twitter stolperte ich gestern über einen Artikel von Buffer, in dem beschrieben wurde, wie man Twitter Cards für sein Blog nutzen kann und was das überhaupt ist. Eine der Optionen betrifft die Automatisierung über das WordPress-Plugin Jetpack, das ich hier ja bereits nutze. Also probierte ich es aus und seitdem werden die Blogartikel, die ich per Twitter weitersage, mit Anhang dargestellt:

Beispiel eines Tweets mit angehängter Twittercard

Das Einrichten ging ganz einfach. Hier nochmal die nötigen Schritte dazu auf Deutsch:

1. Jetpack installieren

Zunächst benötigt man wie schon gesagt das WordPress-Plugin Jetpack. Sie finden es unter http://wordpress.org/plugins/jetpack/ oder über die Plugin-Suche direkt im Backend Ihres Blogs. Installieren und aktivieren Sie es und verbinden Sie es zuletzt mit Ihrem wordpress.com-Account.

2. Publizieren nach Twitter freischalten

Jetzt können Sie in der Jetpack-Funktion Publizieren Ihr Blog mit Twitter verbinden. Sie finden die Funktion über Einstellungen im WordPress-Menü links und Sharing. Klicken Sie hinter Twitter auf den Verbinden-Button und folgen Sie den genannten Schritten. Nach erfolgreicher Verbindung sollte das Ganze so aussehen:

Erfolgreiche Verbindung mit Twitter

Diese Verbindung dient nicht nur dem Einrichten von Twittercards, sondern zunächst dazu, dass immer wenn Sie einen Blogartikel veröffentlichen, die Überschrift samt WordPress-Kurzlink automatisch via Twitter weitergesagt wird. Vor dem Veröffentlichen eines Artikels können Sie oben rechts neben Ihrem Artikel-Editor den Tweet-Text anpassen oder einstellen ob Sie den jeweiligen Artikel überhaupt autoposten möchten (Häkchen rausnehmen):

Einstellungen für das Publizieren nach Twitter

3. Beispiel-URL validieren

Jetzt müssen Sie nur noch Twitter beibringen, dass und welche Art Twitter Card Sie für Ihr Blog nutzen möchten. Gehen Sie also zum Twitter Card Validator und logen Sie sich mit dem Twitter-Account ein, den Sie auch mit Ihrem Blog verbunden haben. Daraufhin werden Sie gefragt, welche Art Twitter Card Sie mit Ihrem Blog verbinden möchten. Standardmäßig sollte das die Summary sein, aber falls es in Ihrem Blog um Fotos oder Videos geht, können auch andere Arten von Twitter Card besser geeignet sein. (Mehr dazu, siehe o.g. Buffer-Artikel).

Card Auswahl

Nach Auswahl der passenden Card gelangen Sie zum eigentlichen Vaildator, der jetzt auf die gewünschte Card voreingestellt sein sollte. (Manchmal hängt der Validator, dann aktualisieren Sie einfach die Seite und wählen die gewünschte Card erneut aus.)

Screenshot Validator

Wechseln Sie jetzt zu Validate & Apply und geben dort die URL irgendeines Artikels in Ihrem Blog ein und klicken zum Schluss auf Go!.

Eingabefeld im Validator

Sobald der Validator das Ganze verarbeitet hat, sollte eine Meldung wir die Folgende erscheinen:

Validator fragt nach Bestätigung

Klicken Sie Request Approval, um die Validierung abzuschließen. Danach überprüfen Sie Ihren E-Mail-Posteingang. Dort sollte eine Bestätigung „Your twitter card is ready“ oder – falls etwas schief gegangen ist – eine Fehlermeldung ankommen. Im Falle einer Fehlermeldung, wiederholen Sie die Validierung, im Falle der Bestätigung müssen Sie nichts weiter tun. Die Validierung gilt dann für die gesamte Domain.

4. Abwarten

Je nach Auslastung des Validators kann die Umsetzung verschieden lange dauern. Bei meinen Tests dauerte es zwischen wenigen Sekunden bis zu ein paar Stunden zwischen der Mail und der tatsächlichen Umsetzung auf Twitter selbst.

Das Ergebnis sieht dann zum Beispiel so aus:

Übrigens: Wer kein selbstgehostetes WordPress-Blog hat, für den finden sich im o.g. Buffer-Artikel auch weitere Alternativen.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

14 Kommentare

  1. Vielen Dank für die Anleitung. Hat funktioniert. 🙂
    Für die, die das WordPress SEO Plugin von Yoast verwenden: Ihr müsst unter „SEO => Social“ die Einstellungen vornehmen.
    1. Checkbox aktivieren
    2. Twitter Benutzernamen hinterlegen
    3. Cardy Type hinterlegen.
    – Fertig.
    Ohne diese Einstellungen bekommt Ihr sonst beim Card Validator ein „invalid card type“ ausgegeben und könnt so den Vorgang nicht abschließen.
    Liebe Grüße an Rebecca
    Eren

  2. Hallo Frau Schwindt, bei mir erscheint leider immer die Fehlermeldung „Invalid card type“, und zwar beim Schritt der Validierung. Ich habe verschiedene Kartentypen ausprobiert, auch „Photo“ und „Summary Large Photo“. Gibt es für die verschiedenen Kartentypen verschiedene Voraussetzungen? Die Bilder müssen schon ein bestimmtes Verhältnis oder eine gewisse Größe haben, oder? Freundliche Grüße, Katharina Lewald

  3. Entschuldigung, noch eine Frage …:
    Wenn die Twitter Card erstellt wird, sobald der Blogartikel online geht, bedeutet das doch, dass der Blogartikel zu einer Zeit online gehen sollte, wenn auch Leute bei Twitter sind, oder? Ich veröffentliche meine Blogartikel meistens morgens zwischen 8 und 9 Uhr, weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass diese dann über den Tag noch häufig gelesen und geklickt werden. Veröffentliche ich sie zu spät am Tag, passiert manchmal nicht mehr so viel. Inwiefern sollte man also den Veröffentlichungszeitpunkt mit Twitter abstimmen? Wie handhaben Sie das, Frau Schwindt?
    Freundliche Grüße, Katharina Lewald

  4. Leider muss man für das Jetpack aber wie schon gesagt, einen WordPress-Account verwenden UND auch sämtliche Posts zu Twitter werden über die WordPress-Server gezogen (wp.me) – da wird also fleißig mitgetrackt, welche Interaktionen so stattfinden. Ziemlich inakzeptabel.

    Für Twitter-Cards gibt es Plugins für WordPress, z.B. „JM Twitter Cards“. Und mit „Next Scripts: Social Networks Auto Poster“ kann man Posts automatisch auch bei Twitter & Co verbreiten – mit eigenen oder wählbaren Links.

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