Reputation, Handwerk, Ideenschmiede

Ulrike blickt auf ihr Blogpraktikum zurück

Als ich im letzten Herbst mein Blogpraktikum hier auf schwindt-pr.com begonnen habe, hatte ich viele Wünsche und Erwartungen. Nach sechs Monaten Praktikum bin ich inzwischen freie Mitarbeiterin bei schwindt-pr.com und blicke heute noch einmal auf meine Erfahrungen als Praktikantin zurück.

Social Media gehört seit einiger Zeit auch zu meinen beruflichen Aufgaben als Verantwortliche für Öffentlichkeitsarbeit in einem kleinen Kulturbetrieb. Da ich mich vor dem Praktikum mit Facebook, Google+, Twitter, Instagram und vielen anderen Plattformen mit Begeisterung, aber nur privat beschäftigt hatte, war ich auf der Suche nach einer Form der Weiterbildung, in der ich mir Kompetenz und Fachwissen für meinen Beruf aneignen konnte. Als Annette mir das Blogpraktikum angeboten hat, habe ich direkt zugesagt, denn das Konzept des praktischen berufsbegleitenden Lernens klang für mich sehr vielversprechend und rückblickend kann ich sagen: Dieses Konzept ist für mich mehr als aufgegangen.

Ablauf des Praktikums

Während des Praktikums habe ich mich einmal wöchentlich offline mit Annette getroffen und im Anschluss am heimischen Rechner das Besprochene umgesetzt. Wir haben alle relevanten Plattformen und Tools angesprochen, praktisch ausprobiert und ich habe viele Fragen gestellt, die zum Teil Inhalt meiner Artikelserie #udfragt wurden. Der direkte Austausch war eine Ideenschmiede und Inspirationsquelle für neue Themen. Ich habe unter anderem ein privates Blog aufgesetzt und die neuen Erkenntnisse auch in meinen Arbeitsalltag übernommen.

Handwerk und Reputation

Neben dem inhaltlichen Austausch war die Auseinandersetzung mit dem Handwerk des Bloggens ein wichtiger Bestandteil des Praktikums. Indem Annette meine ersten Artikel sehr detailliert redigiert hat, habe ich mein Schreibhandwerk aufgefrischt. Journalistisches Schreiben ist in meinem Beruf eine der wichtigsten Kompetenzen und die Regeln kenne ich natürlich. Das Schreiben fürs Netz hat aber einige Besonderheiten, die ich erst im Praktikum richtig gelernt habe. Außerdem habe ich den Blick von außen auf mein Schreiben als sehr hilfreich angesehen, denn im Alltag schleichen sich doch einige Routinen und Formulierungen in den eigenen Schreibstil ein, die sich durch professionelles Feedback deutlich verbessern lassen.

Ein weiterer, wenn nicht sogar der entscheidende Vorteil eines Praktikums bei einem etablierten Blog mit vielen Lesern ist die schon bestehende Reputation, an der ich als Neuling partizipieren konnte. Ich konnte meine Artikel auf schwindt-pr.com direkt einer großen Leserschaft zeigen und habe sofort viel Feedback bekommen, ohne mir erst mühsam und langwierig ein eigenes Netzwerk aufbauen zu müssen. Die Leserreaktionen waren zumeist positiv und konstruktiv, so dass ich dadurch zusätzliche Inspirationen bekommen habe.

Auf der Basis von Annettes großem Netzwerk und durch ihre Vermittlung war und ist es für mich leichter, eine eigene Reputation aufzubauen und Kontakte in die Szene zu knüpfen.

Die Zusammenarbeit geht weiter

Das ursprünglich für drei Monate angedachte Praktikum war für mich so bereichernd, dass ich es im Dezember 2013 um drei Monate verlängert habe, und auch jetzt möchte ich nicht auf den Austausch und die Zusammenarbeit mit Annette verzichten. Daher bin ich weiter als freie Mitarbeiterin auf schwindt-pr.com tätig.

Abschließend ein Appell an alle erfolgreichen Blogger: Lassen Sie sich von Neulingen in die Karten schauen, geben Sie Ihr Wissen weiter! Und an alle, die im Netz aktiv werden wollen: Sprechen Sie Blogger an, die in Ihrem Themengebiet erfolgreich sind, und lernen Sie von ihnen. Ich kann die Idee des Blogpraktikums uneingeschränkt empfehlen!

 

Annette Schwindt und Ulrike Dümpelmann  (Foto: Michèle Lichte)
Annette Schwindt und Ulrike Dümpelmann (Foto: Michèle Lichte)
Ulrike Dümpelmann
Ulrike Dümpelmann startete 2013 als Blogpraktikanitin und war danach bis September 2015 als freie Mitarbeiterin bei schwindt-pr tätig. Sie ist zuständig für die On- und Offlinekommunikation der Brotfabrik Bühne Bonn, Social Media Addict und (Ex-) Buchhändlerin.