Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 6: Wiedererkennbarkeit sichern

Wie Sie die Basis Ihrer Online-Kommunikation technisch am besten mit Ihren Außenposten im Social Web verknüpfen, habe ich Ihnen in den vorangegangenen fünf Teilen dieser Serie gezeigt. Im diesem abschließenden Teil möchte ich noch auf das Thema Wiedererkennbarkeit zu sprechen kommen. Denn so gut Sie Ihre Präsenzen auf technischem Wege auch zueinander in Bezug setzen – damit allein ist es noch nicht getan…

Zwei weitere Punkte gilt es zu berücksichtigen, wenn es mit der Vernetzung von Website und Social Media wirklich funktionieren soll: Das ist um einen die Wahl der Namen für die einzelnen Präsenzen und zum anderen das Design derselben. Das klingt simpel, wird aber oft nicht berücksichtigt oder scheitert auch schon mal an den Vorgaben einzelner Plattformen. Deshalb sollten Sie auf Folgendes achten:

1. Name

Stellen Sie sicher, dass der Name Ihrer Sache online wie offline überall derselbe ist, gleich geschrieben wird, und versuchen Sie, die sprechenden Webadressen einzelner Accounts möglichst einheitlich zu gestalten. Manche Plattformen erlauben beispielsweise keine Bindestriche im Namen oder keine Kleinschreibung. Bei anderen können sprechende Adressen (vanity urls) nicht frei gewählt werden. Bei den großen Drei gilt es daher Folgendes zu beachten:

  • Facebook: Seitennamen dürfen in der Regel keinen Bindestrich enthalten und müssen mit einem Großbuchstaben beginnen. Die Webadresse kann nur einen Punkt enthalten, keinen Binde- oder Unterstrich, Groß- und Kleinschreibung in der url ist möglich, wird aber (genau wie Punkt) ohnehin in beiden Varianten vergeben (d.h. facebook.com/meine.firma führt zur selben Seite wie facebook.com/MeineFirma). Seitenname und Webadresse können unabhängig voneinander vergeben werden.
  • Twitter: Aus der Wahl des Benutzernamens ergibt sich automatisch die Webadresse, d.h. Benutzername @maxmeier = Webadresse https://twitter.com/maxmeier. Das Profil kann aber einen anderen Namen als den Benutzernamen haben, z.B. @ulrikedue als Benutzername für das Profil von Ulrike Dümpelmann oder @caschy für Carsten Knobloch. Punkt oder Bindestrich im Benutzernamen sind nicht möglich, wohl aber Unterstrich.
  • Google+: Bindestrich und Kleinschreibung im Seitennamen sind möglich, vanity url wird nur ab bestimmter Followerzahl und bei verifizierter Seite möglich und ist nur sehr beschränkt wählbar. Alternativ kann die vanity url für das Verlinken von außen (nicht für die Anzeige beim Aufrufen des Accounts) über externe Dienste wie z.B. gplus.to erstellt werden.

Übrigens: Wenn ich im Text eines Instagram-Postings den @instgrambenutzernamen von jemandem nenne und derjenige sein Instagram mit seinem Twitter-Profil verbunden hat, dann ersetzt Twitter die Verlinkung automatisch durch @twitterbenutzername. Es empfiehlt sich also, diese beiden Namen möglichst gleich zu vergeben.

2. Design

Neben der Namensvergabe ist es auch wichtig, bei der Gestaltung der einzelnen Präsenzen möglichst wiedererkennbar zu sein. Da jede Plattform andere Größen für Profil und Titelbilder verwendet und diese auch öfter mal verändert, kann das ganz schön hakelig werden. Eine Übersicht über die derzeit aktuellen Bildgrößen gibt es bei Daniel Rehn.

Wenn Sie sich bei den Profilbildern für ein Logo entscheiden, dann muss dieses sowohl quadratisch (Facebook und Twitter) als auch im runden Ausschnitt (Google+) lesbar sein. Es sollte nicht zu viele Details und einen guten Kontrast haben, damit es auch in Form der kleinen Avatare, die später bei den einzelnen Beiträgen dabei stehen, wiedererkennbar ist. Entscheiden Sie sich für ein Personenfoto, dann sollte es überall dasselbe sein, möglichst sympathisch rüberkommen (lächeln) und zum Anlass passen (privat oder geschäftlich).

Das Titelbild dient der Dekoration und sollte, wenn möglich auch überall dasselbe sein. Da in den mobilen Apps die Position des Profilbilds im Verhältnis zum Titelbild gegenüber der Desktopansicht variiert, sollte das Titelbild tatsächlich nur illustrierenden Charakter haben und funktionieren, egal wo sich das Profilbild darüberschiebt.

Soviel zum Thema Vernetzung Ihrer Website als Basis Ihrer Online-Kommunikation mit Ihren Social-Media-Präsenzen als Außenposten. Alle Teile dieser Serie erreichen Sie über die Liste in Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Falls Sie einzelne Fragen zum Thema Vernetzung haben, hinterlassen Sie mir einfach hier einen Kommentar. Bei Interesse an einer Analyse Ihres Vernetzungsstatus und einer Beratung zu möglichen Optimierungsmaßnahmen nehmen Sie Kontakt mit mir auf.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.