Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 5: Beiträge richtig weitersagen

Nachdem wir die Vernetzung von der Website hin zu den Social-Media-Präsenzen betrachtet und uns dann der Verknüpfung in der umgekehrten Richtung zugewandt haben, geht es diesmal darum, wie Beiträge richtig weitergesagt werden. Und das nicht nur per direktem Link zur Website, sondern auch per Teilen eines solchen Links innerhalb eines oder mehrerer Social-Media-Dienste.

1. Direktes Verlinken von Website-Inhalten

1.1. Verlinken von eigenen Inhalten

beitraege_verlinken

Beiträge in Social Media, die auf Ihre externen Inhalte (z.B. in Ihrem Blog) verweisen sollen, können entweder per Textlink oder Linkanhang umgesetzt werden. Bei den großen Drei geht das wie folgt:

  • Facebook: Sobald Sie die Linkadresse in das Eingabefeld setzen, wird automatisch ein Anhang erzeugt (wie dieser richtig vorbereitet werden kann, habe ich in Teil 3 gezeigt). Danach können Sie die Linkadresse auch wieder aus dem Textfeld löschen und etwas anderes hineinschreiben. Und auch den Anhang können Sie vor dem Veröffentlichen noch nachbearbeiten. Wie das geht, habe ich hier im Blog auch schon beschrieben.
  • Google+: Hier können Sie es entweder wie in Facebook handhaben und den Link ins Textfeld schreiben, oder Sie nutzen dazu die Linkanhang-Funktion über das gelbe Kettensymbol. Den daraus entstehenden Anhang können Sie nicht wie in Facebook verändern, sondern nur das Bild daraus entfernen.
    Übrigens werden Links, die über das Kettensymbol eingegeben werden, von der Suchmaschine Google schnell registriert (dofollow), während die über Textfeld eingegebenen Links mit anderem Anhang (z.B. Foto) nicht indexiert werden (nofollow).  (Quelle)
  • Twitter: Früher musste man Linkadressen für die Nutzung in Twitter erst manuell kürzen, um noch genügend Zeichen für den Beitragstext übrig zu haben. Inzwischen kann Twitter das automatisch. Sie können also einfach die Linkadresse einfügen und Twitter verkürzt sie dann. Linkanhänge gibt es hier nicht.

1.2. Verlinken von Inhalten anderer

Wenn Sie auf dieselbe Weise externe Beiträge von anderen verlinken, bietet es sich an, den Urheber via @mention miteinzubeziehen. Das bedeutet, dass Sie

a) den Autor oder die Seite, von dem/der der Beitrag stammt, über Ihr Weitersagen informieren (@mention erzeugt in den meisten Fällen eine Benachrichtigung)
b) Ihren Lesern eine Referenz zur Quelle innerhalb des Social-Media-Dienstes angeben, in dem Sie sich gerade befinden. (Unter anderem deshalb ist es wichtig, die passenden Social-Media-Profile/Seiten zu einer Website leicht auffindbar zu machen, siehe Teil 2 dieser Serie.) So empfehlen Sie den Urheber zum einen weiter und geben Ihrem Beitrag mehr Vertrauenswürdigkeit.

Dieses Verlinken via @mention funktioniert wie folgt:

  • Facebook: Geben Sie den Namen des Urhebers mit @ beginnend (ohne Leerzeichen!) ein. Facebook wird Ihnen dann eine Auswahl passender Profile/Seiten als Dropdown anbieten. Aber Achtung! Seiten können keine Profile verlinken und auch Profile können nur die Profile verlinken, mit denen sie vernetzt sind! (Mehr dazu lesen und noch mehr.)
  • Google+: Hier setzen Sie statt des @-Zeichens ein + vor den Namen des zu Verlinkenden (ohne Leerzeichen!). In Google+ kann jeder jeden verlinken, egal ob Profil oder Seite.
  • Twitter: Auch hier funktioniert das Verlinken einer anderen Person über das @-Zeichen.

So entsteht nicht nur ein Verweis nach draußen zu dem Beitrag auf einer Website, sondern zusätzlich einer innerhalb des betreffenden Dienstes zur Präsenz des Urhebers. Folgende Grafik zeigt das am Beispiel Ihrer Website-Inhalte, die von jemand anderem via Facebook/Google+/Twitter mit Bezug auf Ihre dortige Präsenz verlinkt werden:

mention

2. Teilen innerhalb eines Dienstes

Neben den Beiträgen, die explizit durch Verlinkung einer externen Webadresse gepostet werden, können Ihre Inhalte natürlich von dort aus erneut weitergesagt werden. Geschieht dies über die im jeweiligen Dienst eingebauten Weitersagefunktionen, so wird der Bezug zu dem Posting, von dem aus geteilt wurde, automatisch hergestellt:

  • Facebook: Unter jedem Facebok-Beitrag befindet sich ein Link namens Teilen, über den dieser Beitrag woanders hin weitergesagt werden kann. Das erzeugt im geteilten Beitrag den Vermerk, der zum einen mit dem/der Ursprungsprofil/seite verlinkt und außerdem mit dem Ursprungsbeitrag. (Siehe auch Richtig Teilen in Facebook und Der Mythos vom Teilen über die ursprüngliche Sichtbarkeit hinaus.)
  • Google+: Auch hier gibt es unter jedem Beitrag eine Teilen-Funktion über den Button mit dem geschwungenen Pfeil – es sei denn, das erneute Teilen wurde deaktiviert. Dies erzeugt einen automatischen Verweis zum Ursprungsabsender und -beitrag.
  • Twitter: Hier können Sie Beiträge über die sogenannte Retweet-Funktion weitersagen, die sich hinter dem kreisförmigen Doppelpfeil unter einem Beitrag verbirgt. Dabei können sie entweder automatisch retweeten, so dass der Beitrag mit dem Originalabsender und dem Vermerk XY retweetete erscheint, oder Sie nutzen die Zitieren-Funktion, die es Ihnen erlaubt, das Ganze noch mit einem Kommentar und einem manuellen RT (für Retweet) zu versehen.

In allen drei Diensten wird das direkte Teilen/Retweeten unter dem bereffenden Beitrag mitgezählt und nachvollziehbar gemacht. Nur in Google+ lässt sich auch die weitere Verbreitung eines Beitrags über die sogenannten Ripples nachvollziehen!

Soviel zum richtigen Vernetzen von Website und Social Media. Im letzten Teil der Serie wird es noch einen Exkurs zum Thema Wiedererkennbarkeit geben. Die Links zu allen Teilen dieser Serie finden Sie im ersten Teil. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.