Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 3: Weitersagen erleichtern

In Teil 1 dieser Serie ging es um das gesamte Vernetzungsgeflecht von Website und Social Media, das in den darauf folgenden Teilen in die einzelnen Bestandteile zerlegt wird. So ging es in Teil 2 um die Verweise von der eigenen Website zu den dazugehörigen Social-Media-Präsenzen. Hier in Teil 3 soll nun gezeigt werden, wie Sie den Besuchern Ihrer Website das Weitersagen (Sharing) Ihrer Inhalte erleichtern und das Ergebnis nach Ihren Wünschen beeinflussen können.

Natürlich können Sie einen Webinhalt auch immer durch manuelles Kopieren von dessen Webadresse und Einfügen im Eingabefeld der Social-Media-Plattform Ihrer Wahl weitersagen. Weitaus weniger Aufwand ist es jedoch, wenn der betreffende Webinhalt bereits eigene Links oder Buttons dafür zur Verfügung stellt.

Sharing von Website zu Social Media

Weitersage-Buttons sind nicht dasselbe wie Verweise

click & tweet Immer wieder werden die Weitersage-Buttons (auch Sharebuttons genannt) mit den in Teil 2 genannten Verweisen auf die eigenen Social-Media-Präsenzen verwechselt. Das passiert vor allem dann, wenn sie in derselben Größe und demselben Layout verwendet werden. Zu diesem Thema gibt es hier bereits einen älteren Artikel von mir: Verweise und Sharebuttons sind nicht dasselbe!

Stellen Sie also sicher, dass Verweise und Sharebuttons …

  • nicht dieselbe Größe haben
  • nicht dasselbe Layout haben
  • so platziert sind, dass klar wird, was wozu dient: Verweise werden für gewöhnlich im Kopf oder Fuß der Website oder als Widget in der Sidebar platziert. Sharebuttons hingegen befinden sich in der Regel am Ende eines Beitrags oder eines Inhaltsbereichs. Manche Websites platzieren sie auch am Anfang von Artikeln oder als mitscrollende Leiste am Rand.In einer schematischen Zeichnung einer typischen Website sieht das so aus:
    Platzierung der verschiedenen Varianten von Sharebuttons und Verweisen in einer typischen Website

Es ist wichtig, dass die Weitersage-Buttons bei jedem einzelnen Artikel bzw. auf den gewünschten einzelnen Unterseiten Ihrer Website vorhanden sind. Am besten setzen Sie noch eine erläuternde Textzeile dazu. Ich verwende z.B. „Ich freue mich, wenn Sie diesen Beitrag weitersagen“. click & tweet

Woher die Weitersage-Buttons nehmen?

Je nachdem, welches Content Management System Sie für Ihre Website/Ihr Blog verwenden, haben Sie verschiedene Möglichkeiten, die Buttons fürs Weitersagen einzubauen.

Sharebuttons von Facebook und Co.

Die einzelnen Plattformen stellen verschiedene Codes zur Verfügung, mit denen Sie die Buttons zum Weitersagen in Ihre Website einfügen können. Sie finden sie unter:

Diese Codes müssen dann an passender Stelle im Quelltext Ihrer Website untergebracht werden.

Wer sich mit dem Coden auskennt, aber nicht diese Skripte verwenden will, kann die Buttons auch per Hand schreiben. Wie das geht, habe ich HIER bereits erklärt.

Plugins (WordPress und anderswo) click & tweet

Für weniger Fortgeschrittene gibt es in WordPress die Möglichkeit, Plugins zu nutzen. Davon gibt es viele verschiedene. Ich benutze hier derzeit die Sharing-Option des Plugins Jetpack, für die es verschiedene Layout-Varianten gibt. Es gibt aber auch noch andere Plugins, z.B. die von Shareaholic, Simple Share Buttons, oder Share this.

Share this oder Shareaholic bieten auch Lösungen außerhalb von WordPress an.

Optimierung des Weitersage-Ergebnisses

Welche Buttons Sie auch immer in Ihre Website einbauen – Ihre Arbeit ist damit noch nicht beendet. Jetzt geht es noch ans Optimieren Ihrer Weitersage-Ergebnisse. Dies ist vor allem für Facebook wichtig, wofür dort eigene tags (Codezeilen zur Ergänzung des Quelltexts der Website) zur Verfügung gestellt werden. Die beiden wichtigsten sind die für das Bild (wird auch von Google+ verstanden), das beim Weitersagen erscheinen soll, und für die Beschreibung der Website:

<meta property=“og:image“ content=“[URL des Bildes]“>
<meta property=“og:description“ content=“[Kurze Beschreibung der Website]“>

Diese tags müssen in den Header einer Website eingetragen werden. Das Ergebnis sieht bei mir dann zum Beipsiel so aus:

Metatag-ergebnis auf Facebook

Alle weiteren von Facebook zur Verfügung gestellten Tags finden Sie über https://developers.facebook.com/docs/web/webmasters/.

Wer sich mit Quelltext-Feinheiten nicht so auskennt, aber selbstgehostetes WordPress benutzt, für den gibt es auch hier Plugins wie z.B. den Facebook Thumb Fixer, die den Eintrag für das richtige Bild übernehmen.

Übrigens: Um zu überprüfen, ob die Optimierung funktioniert, können Sie die URL der betreffenden Seite durch den Facebook debugger überprüfen lassen.

Im nächsten Teil dieser Serie wechseln wir die Perspektive: Bislang ging es ja um die Verknüpfung von der Website hin zu Social Media. In Teil 4 widmen wir uns der Frage, wie in umgekehrter Richtung die einzelnen Social-Media-Präsenzen sinnvoll auf die Website verweisen können und müssen (Impressumspflicht!). Alle weiteren Teile dieser Serie finden Sie über die Liste in Teil 1. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

15 Kommentare

  1. Ich bin insbesondere auf den nächsten Teil gespannt und wollte schon vorab etwas beitragen. Wir hatten bei uns auf der Homepage das Problem, dass immer die selben Personen Beiträge aus Ihrem Fachbereich veröffentlichen und daher der Newsbereich eine verzerrte Darstellung unseres Tätigkeitsfeldes zeigte. Bei Facebook hingegen war die Darstellung ausgeglichen, da dort regelmäßig auch Fotos (der schreibfaulen Mitarbeiter 😉 veröffentlicht werden.

    Seit ein paar Wochen haben wir den Spieß umgedreht und importieren über die Facebook API, zusätzlich zu den Blogbeiträgen, auch Fotobeiträge aus Facebook auf die Webseite. Das kann man natürlich nicht einfach über einen Assistenten zusammenklicken aber wer die Facebook API schon mal genutzt hat, wird eher wenig Schwierigkeiten haben.

    Einziges Manko ist das geringe Textvolumen. Dem Erscheinungsbild unserer Webseite hat es aber gut getan. Es wirkt durch die Bilder viel lebendiger, ein wenig persönlicher und spiegelt das Unternehmensprofil deutlicher als vorher.

      1. Danke, ich hab es erst mit dem Embedded Posts Plugin versucht. Aber der schwarze Hintergrund bei Hochkantbildern war einfach zu dominant im Erscheinungsbild.

        Im zweiten Anlauf habe ich dann mit der PHP Bibliothek von Facebook den Stream unserer Facebookseite ausgelesen und mir gezielt die Fotos herausgepickt. Da Facebook Seiten öffentlich sind, bedarf es keiner extra Berechtigung. Eine FB app ID reicht aus. Die Bilder werden mit den GD Funktionen skaliert und beschnitten und lokal gespeichert. Zum Schluß schreibe ich normalen HTML Code ins CMS, so als wenn der Beitrag lokal erstellt worden wäre. Man kann einen Beitrag dann leicht editieren oder auch deaktivieren.

        Zu jedem Beitrag speicher ich noch die entsprechende FB ID, damit keine Fotos doppelt importiert werden. Das Ganze läuft inzwischen vollautomatisch per Cronjob. Man muss nur ab und zu Rechtschreibfehler korrigieren oder die Überschrift anpassen.

  2. Vielen Dank für den PlugIn Tipp „Facebook Thumb Fixer“. Sehr brauchbar!!!
    Google+ nimmt relativ gut die Bilder aus der Seite. Facebook macht das automatisch oft nicht so gut.

    Eine Frage hätte ich noch: Hier kann ich eine Bildgröße verwenden, welche Bildgröße wäre hier gut? Post, Mobil etc. sind ja leider unterschiedlich im Format. Und so, dass es auch für Google+ gut aussieht.
    Schon mal Danke für die Antwort

  3. Ich komme immer wieder gerne auf Ihre Webseite, wenn ich irgendwo anstehe. Meistens find ich hier eine Lösung. Leider nicht im momentanen Fall:

    Wir machen gerade einen Relaunch einer Webseite. Auf der alten Webseite hatte der Kunde bereits Share Buttons drin. Nun würden wir gerne auf der neuen Seite die Anzahl Shares, die der Kunde bereits hat, übernehmen. Gibt es hierzu eine Möglichkeit oder müssen wir zwangsläufig wieder bei 0 ansetzen?
    Wir benutzen hierfür das „Good Old Share“ Plugin, weil es auch auf der alten Seite bereits verwendet wurde.

    Besten Dank und freundliche Grüsse

    Marco

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