Website und Social Media richtig vernetzen – Teil 1

Die richtige Vernetzung der eigenen Website (oder des eigenen Blogs) mit den dazugehörigen Präsenzen in den sozialen Netzwerken ist ein Thema, das leider viele vernachlässigen oder bei dem oft Fehler gemacht werden. Das hat zur Folge, dass die einzelnen Präsenzen etwas verloren für sich stehen und nicht ihre volle Wirkung entfalten können. Daher möchte ich das Thema in einer kleinen Serie* aufgreifen:

Diese Serie wird folgende Teile haben:

  1. Das Vernetzungsgeflecht von Website und Social-Media-Präsenzen
  2. Social-Media-Präsenzen von der Website aus auffindbar machen
  3. Weitersagen der eigenen Inhalte erleichtern
  4. Website von Social-Media-Präsenzen aus auffindbar machen (Impressumspflicht)
  5. Beiträge via Social Media richtig weitersagen
  6. Wiedererkennbarkeit sichern

Ihre Website ist Ihre Basis und damit Bezugspunkt für jedwede Kommunikation Ihrerseits im Web. Ihre Präsenzen auf Facebook und Co. stellen Außenposten dieser Basis dar. Über diese Außenposten können Sie für die Weiterverbreitung eigener Inhalte sorgen, Beiträge von anderen weiterempfehlen, sich informieren und diskutieren sowie Ihr Netzwerk pflegen.

Aber diese Präsenzen nur zu haben, reicht nicht. Jede einzelne von ihnen muss auch leicht auffindbar sein – egal wo der Besucher einsteigt – und alle Präsenzen zusammen sollten sinnvoll miteinander verknüpft werden.

So entsteht ein komplexes Vernetzungsgeflecht, das wir in den folgenden Artikeln dieser Serie im Detail aufdröseln werden: vernetzungsgeflecht

Facebook, Google+ und Twitter als die großen Drei, stehen in dieser Grafik nur exemplarisch für all die Möglichkeiten, die Ihnen das Social Web bietet. Welche Social Media Sie am besten für sich nutzen können, müssen Sie selbst ausprobieren. Entweder allein oder mit fachkundiger Begleitung. Wichtig ist allerdings, dass zuerst die Basis stimmt.

Warum? Weil Präsenzen auf Facebook und Co. den Regeln des jeweiligen Betreibers unterliegen. Wird dort etwas an der Funktionalität geändert, müssen Sie damit leben und sich anpassen. Und das geschieht ständig. Die Arbeit mit Social Media ist ein fortwährender Lernprozess. Wird ein Dienst gar aufgekauft, grundlegend verändert oder macht ganz dicht (wie z.B. Posterous), müssen Sie all Ihre Inhalte umziehen, sonst gehen sie verloren.

Mit den Inhalten auf Ihrer Website kann das nicht so leicht passieren. Denn wie Ihre Website gestaltet ist und welche Funktionen sie bietet, bestimmen Sie selbst. Die Inhalte dort können damit auch nicht so schnell verloren gehen. (Trotzdem sollten Sie regelmäßig für eine Datensicherung sorgen!) Und nicht zuletzt ist ein eigenes Impressum, auf das aus den Social-Media-Präsenzen verlinkt werden kann, unabdingbar für Ihre geschäftlichen Aktivitäten  im Social Web.

Wenn Sie Begleitung beim Aufbau Ihrer Onlinekommunikation suchen, dann sprechen Sie mich an. Für einzelne Fragen stehe ich auch gern hier via Kommentar zur Verfügung. 🙂

In Teil 2 dieser Serie wird es darum gehen, wie Sie Ihre Social-Media-Präsenzen am besten von Ihrer Website aus auffindbar machen.

* Diese Artikelserie ist in ähnlicher Form schon einmal an anderer Stelle erschienen, dort aber nicht mehr online. Außerdem habe ich zu diesem Thema auch schon einen Vortrag gehalten, dessen Dokumentation aber nicht so ausführlich ist. Die komplette Serie kann unter http://www.schwindt-pr.com/download/ als pdf oder ePub kostenlos heruntergeladen werden.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

20 Kommentare

  1. eine gute Idee, dieses Thema aufzugreifen. Ich habe noch einen Literaturtipp dazu:
    Social Media Marketing, Strategien, Tipps und Tricks für die Praxis, Michael Bernecker, Felix Beilharz. Mit diesem Buch habe ich sehr viel gearbeitet.

    LG

    S. Benker

  2. Ähm, LOL? Bissl wenig Fleisch am Knochen, oder? Mag ja sein, dass das SEO-technisch und nach Mitteln der Aufmerksamkeitsplanung ganz toll und wirksam ist, ich als Leser fühle mich bei solchen Artikelstümpfen regelmäßig auf gut deutsch verarscht.

    1. Das ist schade. Auch, dass Sie anonym kommentieren.
      Wie oben beschrieben geht es hier um den Auftakt einer Reihe, in der die einzelnen Schritte detaillierter ausgeführt werden sollen. Das alles zusammen wäre für einen Artikel zuviel. Daher die Aufsplittung.

  3. Eine Frage: Was machen Unternehmen, die keine Neuigkeiten produzieren können oder wollen? Es kommt immer wieder vor, dass ich auf Firmen treffe, die keinen Inhalt kontinuierlich produzieren. Sind die dann weniger wichtig als ein Malerbetrieb der zuviel Zeit hat und alles mit Artikeln vollmüllt. Lenken Soziale Netzte nicht etwas vom ursprünglichen Gedanken ab und geben uns das was wir eigentlich nicht wollen: Inhaltlose Worthüllen die unsere Kanäle verstopfen. Solange man damit Geld verdienen kann gibt es auf einmal ganz viele Experten für die Soziale Kommunikation. Also noch mal die Frage: Was machen Unternehmen die nichts unwichtiges zu sagen haben?

    1. Unternehmenskommunikation gab es auch schon vor sozialen Netzwerken. Mit Facebook und Co. eröffnet sich für Unternehmen jetzt aber die Möglichkeit, direkter am Kunden dran zu sein, ihm zuzuhören, besseren Kundenservice zu bieten und ihn einzubeziehen. Es geht also zunächst mal ums Zuhören und nicht ums Zumüllen. Wer Unwichtiges postet, hat das Ganze nicht verstanden und wird damit auch keinen Erfolg haben.

    2. Erst in der letzten Woche habe ich einen sehr interessanten Vortrag gehört über ein Unternehmen, welches im Schnitt 17 Pressemitteilungen pro Jahr machte.

      Dann entschied man sich dazu den Kunden zum Thema zu machen und produziert jetzt im Monat 17 News mit Geschichten über die Kunden.

      Es kommt darauf an was man als Unternehmen erreichen will. Ich finde den Einwand gerechtfertigt, sehe aber Potential in allen möglichen Bereichen. Man muss nicht ständig aus sich heraus Neuigkeiten produzieren, aber sicher ist es möglich Kunden einen informativen Mehrwert zu schaffen. Ja auch dies hat Grenzen, fraglich bleibt was das Unternehmen erreichen will.

  4. Liebe Anette,
    ein sehr guter Beitrag, der über die häufigsten Fehler beim Vernetzen mit sozialen Medien spricht. Viele glauben, dass man sich nur die Links aufstellen muss, damit alles funktioniert. Unternehmenskommunikation ist ein Grundpfeiler, den man in seine Arbeit aufnehmen muss, besonders über die sozialen Netzwerke, da diese immer mehr an Bedeutung gewinnen.

  5. Ich hatte immer gedacht das man lediglich einen Account haben muss, aber leider gehört viel mehr dazu als einen Account zu haben.

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