Mythos 2 über Facebook-Seiten: „Adminprofile werden automatisch ersichtlich“

Weiter geht es mit meiner kleinen Serie über die Mythen zum Thema Facebook-Seiten: „Wenn eine Seite über ein persönliches Profil verwaltet wird, dann sieht das jeder.“ Das ist oft die größte Angst von Mitarbeitern, die eine Seite für ihr Unternehmen erstellen oder mitverwalten sollen, und gliedert sich in mehrere Untermythen auf:

  • Mythos 2a: Das persönliche Profil eines Admins ist für Besucher/Fans der Seite standardmäßig als zur Seite gehörig ersichtlich.
  • Mythos 2b: Die anderen Admins und womöglich die Fans der Seite können dann alles im persönlichen Profil einsehen.

Das stimmt NICHT!

Adminprofile sind nur ersichtlich, wenn absichtlich so eingestellt

Wenn Sie eine Seite erstellen oder verwalten, wird dadurch das Profil, von dem aus eine Seite verwaltet wird, für Besucher und/oder Fans der Seite nicht automatisch ersichtlich!

Die einzigen, die standardmäßig sehen können, welches Profil als Admin eingetragen ist, sind die anderen Admins. Was sie da sehen, ist aber nur ein Link zum Profil. An den Privatsphäreeinstellungen des jeweiligen Profils für die anderen ändert sich dadurch gar nichts. Sprich: Wenn die Profile von Admin 1 und Admin 2 nicht befreundet sind, dann sehen Admin 1 und 2 nur die öffentliche Ansicht des jeweils anderen Profils. Wenn die Profile von Admin 1 und Admin 2 befreundet sind, dann sieht jeder das, was der andere für ihn über seine Privatsphäreeinstellungen definiert hat.

Administratorenschaft sichtbar machen

Admins können einzeln entscheiden, ob ihre Rolle auf der Seite – aus Transparenzgründen – auch öffentlich für Besucher/Fans angezeigt werden soll. Wenn ja, kann das im Adminbereich unter Seite bearbeiten > Seiteninfo aktualisieren > Mehr > Empfohlen > Seiteninhaber definiert werden:

seiteninhaber

Das führt zu folgendem Eintrag im Info-Bereich der Seite…

seiteninhaber2

… und im persönlichen Profil:

seiteninhaber3

Dabei sind die Links zum Profil bzw. zur Seite klickbar. Die Privatsphäreeinstellungen der einzelnen Präsenzen selbst ändern sich dadurch aber nicht! Das bedeutet, das Profil kann besucht werden, aber der Besucher sieht dadurch nicht mehr als er ohnehin sehen würde, wenn er das Profil auf anderem Wege (z.B. über die Suche oder über Beiträge/Kommentare) erreicht.

Übrigens: Auch wen Sie Fan einer Seite werden (auf einer Seite gefällt mir anklicken) ändert das nichts daran, was Admins oder andere Fans von Ihrem Profil sehen können.

Dieser Artikel ist Teil einer kleinen Serie zum Thema Facebook-Seiten. Am Montag geht es um Mythos 3: „Seiten, die über das persönliche Profil verwaltet werden, können davon entkoppelt werden“.

Zur Gesamtliste der Mythen geht es HIER.

 

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.