Ulrike fragt: Was ist ein Hangout? #udfragt (9)

Ulrike fragtHeute geht es in meiner Reihe „Ulrike fragt“ um Google Hangouts. Ich finde diesen Dienst spannend, habe ihn aber selbst noch nie genutzt und weiß daher auch nicht so genau , welche Möglichkeiten ich mit ihm habe. Ich habe den Eindruck, dass es nicht nur mir so geht. Hangouts scheinen insgesamt noch nicht viel zum Einsatz zu kommen, selbst nicht bei Menschen, die Social Media sonst intensiv nutzen.

Screenshot des Hangouts mit Gerhard SchröderAls Gesprächspartner für mein neuntes #udfragt konnte ich dieses Mal Gerhard Schröder gewinnen. Er beschäftigt sich seit der Einführung von Google+ intensiv mit dem Thema Hangouts und setzt sie auch bei Projekten für seine Kunden ein. Das folgende Interview habe ich per Hangout geführt und so gleichzeitig meine erste praktische Erfahrung mit diesem Dienst gemacht.

Hier die Zusammenfassung:

Was ist ein Hangout?

Ein Hangout ist eine Form der Videotelefonie. Ich habe dabei aber keinen Telefonhörer in der Hand, sondern nutze einen Rechner sowie Mikro und Kamera. Dies sind die wichtigsten Hardwarevoraussetzungen.

Was brauche ich neben dieser Hardware sonst noch?

Hangouts sind ein Dienst im Rahmen von Google+. Ich brauche also zuerst einen Google+ -Account. Beim ersten Start der Hangout-Funktion in Google+ werde ich dann zum Download einer App aufgefordert. Diese App benötige ich auf meinem Rechner, um Hangouts durchführen zu können.

Wenn Hard- und Software bereit sind, welche Möglichkeiten bietet mir dann ein Hangout?

Ein entscheidender Vorteil gegenüber konventioneller Telefonie ist, dass ich durch Ton und Bild eine umfangreichere Kommunikation führen kann. Außerdem gibt es die Möglichkeit, Informationen einzublenden. Parallel zum Hangout kann ich auch auf Google Drive zugreifen, um  Dokumente, Tabellen, Infografiken etc. einzublenden, die gleichzeitig von allen im Hangout bearbeitet werden können.

Habe ich beim Hangout nur einen Gesprächspartner oder kann ich auch mehrere in eine Runde einladen?

Du kannst bis zu neun Personen in eine Hangout-Sitzung einladen. Auf dem Bildschirm ist dann standardmäßig die aktuell sprechende Person im Vollbild zu sehen, alle anderen am Hangout beteiligten sind in kleinen Fenstern mit ihrem jeweiligen Live-Bild unten rechts eingeblendet.

Ich habe schon öfter den Begriff Hangout on Air gehört. Was verbirgt sich dahinter? Was ist der Unterschied, zu den Hangouts, die Du eben erklärt hast?

Der Unterschied liegt in der Anzahl der möglichen Zuschauer. Beim Hangout habe ich einen Gastgeber und bis zu neun Teilnehmer. Beim Hangout on Air ist das auch so, zusätzlich können aber beliebig viele Zuschauer den Hangout live, eben on Air, verfolgen. Der Hangout on Air ist also eine öffentliche Videokonferenz.

Hangout versus Hangout on Air als Grafik
Grafik: Gerhard Schröder

Weiterführende Links:

 Vielen Dank für das Gespräch, Gerhard. 🙂

Ulrike Dümpelmann
Ulrike Dümpelmann startete 2013 als Blogpraktikanitin und war danach bis September 2015 als freie Mitarbeiterin bei schwindt-pr tätig. Sie ist zuständig für die On- und Offlinekommunikation der Brotfabrik Bühne Bonn, Social Media Addict und (Ex-) Buchhändlerin.

4 Kommentare

  1. Hallo Annette!
    Vielen Dank für diesen tollen Artikel. Ich benutze auf meinem Smartphone die Hangout App und diese funktioniert ebenfalls einwandfrei.
    Viel Spaß bei der Nutzung von Hangouts.
    lg
    Marcel Pohl

  2. Besonders nützlich an Hangouts finde ich die Möglichkeit, dass jede Teilnehmerin eigene lokale Bildschirmansichten von Ihrem Computer einblenden kann – also auch jenseits von Google Drive den anderen Infos gezeigt werden können. Das bedeutet, man kann gut Beratungen und Hilfestellung via Google Hangout geben, oder kollaborativ live zusammen wirken. Nicht nur die Veranstalterin kann groß im Bild zu sehen sein, sondern auch jede zugeschaltete andere Person. Nur die Bildqualität ist ein bißchen mau.

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