Ulrike fragt: Was ist ein Tweetup? #udfragt (5)

Ulrike fragtDer heutige Beitrag in der Reihe “Ulrike fragt…” ist etwas anders als sonst. Bisher habe ich Annette im Rahmen meines Blogpraktikums zu verschiedenen Themen befragt und so soll es auch grundsätzlich weitergehen. Die aktuelle Frage habe ich mir durch Ausprobieren selbst beantwortet, als ich im Rahmen des Beethovenfestes kürzlich zu ersten Mal an einem Tweetup teilgenommen habe .

Was ist ein Tweetup?

Tweetup ist eine Wortschöpfung aus Twitter und meet up = sich treffen. Allgemein definiert ist also ein Tweetup ein persönliches Treffen von twitternden Menschen anlässlich einer bestimmten Veranstaltung. Meistens kennen sie sich schon über Twitter und tauschen sich dort über bestimmte Themen aus. In direkten Gesprächen können sie im Rahmen eines Tweetups vertiefen, was sie auf Twitter begonnen haben.

Seit einiger Zeit werden Tweetups im Zusammenhang mit Kulturveranstaltungen immer beliebter. Kuratorenführungen in Ausstellungen und Museen, Generalproben im Theater oder Orchesterproben, immer wieder werden Twitterer zu solchen eigens für sie initiierten und sonst oft für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Veranstaltungen eingeladen.

Was bringt ein Tweetup?

Gerade für kulturelle Veranstaltungen bietet das Format Tweetup einen echten Mehrwert:

1. Ein Tweetup intensiviert das Erlebnis an sich. Anders als in einer „klassischen“ Kulturveranstaltung, die in der Regel passiv verfolgt wird, findet im Tweetup ein Austausch über das Erlebte in Echtzeit statt.

2. Ein Tweetup kann Publikum für kommende Veranstaltungen generieren. Anwesende Twitterer überzeugen sich selbst und ihre Timeline von der Veranstaltung.

Über die Tweets kann die Veranstaltung von überall her verfolgt werden. So wird Interesse am Besuch einer folgenden Veranstaltung oder an der laufenden Ausstellung geweckt.

3. Gutes Ranking: Der Hashtag #befespark des von mir besuchten Tweetups erreichte Platz 2 der beliebtesten Themen bei Twitter.

Auswertung eines Tweetups

Zum Auswerten und Archivieren wird oft der Onlinedienst Storify genutzt. Tweets zum selben Hashtag und z. B. auch Youtube-Videos, und Flickr-Fotos verschiedener Nutzer können hier verbunden werden und liefern so eine Zusammenfassung der vergangenen Veranstaltung.

Beispiel:
Storify des Tweetups im Rahmen des Beethovenfestes.

Mir hat mein erstes Tweetup sehr gut gefallen. Haben Sie schon Erfahrungen mit Tweetups gemacht?

Impression vom Tweetup
Foto: Guido Schwan
Ulrike Dümpelmann
Ulrike Dümpelmann startete 2013 als Blogpraktikanitin und war danach bis September 2015 als freie Mitarbeiterin bei schwindt-pr tätig. Sie ist zuständig für die On- und Offlinekommunikation der Brotfabrik Bühne Bonn, Social Media Addict und (Ex-) Buchhändlerin.