Eine vielseitige Wienerin – Follower-Interview #sprfi (24): Alexandra Steiner

Über das heutige Follower-Interview freue ich mich gleich doppelt: zum einen, weil es von meiner lieben Freundin Alexandra Steiner kommt und zum anderen weil sie damit die Anzahl der Österreicher in dieser Reihe nach vorne bringt! 😉 So wie sie können nicht nur die Leser, mit denen ich noch nicht persönlich in Kontakt stand, die folgenden zehn Fragen beantworten. Auch die Kontakte, mit denen ich mich öfter austausche, sind herzlich willkommen unter #sprfi mitzumachen. Schließlich lese hier ja nicht nur ich mit, sondern auch viele andere, die sie vielleicht noch nicht kennen.

alexandra_steiner1. Wer sind Sie und welche Social-Media-Kanäle nutzen Sie?
Mein Name ist Alexandra Steiner, ich lebe und arbeite in Wien. Ich bin ausgebildete Webdesignerin, PR-Assistentin und Fachtrainerin. Meine Bereiche überschneiden sich häufig, jedoch steht stets die Kommunikation im Vordergrund.

Geschäftlich nutze ich Facebook und Twitter und privat nutze ich auch noch Google+.

2. Worüber kommunizieren Sie mit wem im Social Web?
Facebook und Twitter nutze ich vorwiegend zum Empfehlen von Weblinks, die die oben genannten Themen betreffen. Natürlich nutze ich es auch, um meine eigenen Blogbeiträge zu teilen. Da ich mein Profil sehr von meiner Fanpage trenne, sehe ich mein Profil als Wohnzimmer und teile alles Mögliche mit meinen Kontakten. Manche Themen betreffen beide Bereiche, diese teile ich dann auch auf meiner Fanpage.

Soweit es möglich ist, versuche ich meine Fans immer in meine Kommunikation mit einzubeziehen. Manchmal gelingt es mir sehr gut. 🙂

3. Bloggen Sie auch und wenn ja worüber?
Ich schreibe Blogartikel sowohl privat als auch geschäftlich. In meinem geschäftlichen Blog dreht sich alles um Online-Kommunikation, Social Media, Testberichte von Apps (Android) und nicht zuletzt Barrierefreiheit und Usability in der Webseitengestaltung inkl. der technischen Aspekte wie z.B. CSS3 und HTML5.

Es ist also nicht immer ganz einfach für Leser mich in eine Schublade einzuordnen, da ich viele Bereiche berühre.

4. Nutzen Sie das Social Web auch mobil und wenn ja wie?
Ja und Nein. Ich verweigere die Facebook-App auf meinem SmartPhone und Tablet. Wenn ich Neuigkeiten aus meinem Profil oder Page sehen möchte, nutze ich die mobilen Browser. Wenn ich mobil interagiere nutze ich die App Plume, hier kann ich Statusmeldungen per Twitter und Facebook teilen und auch lesen. Ist sehr praktisch und zudem auch sehr sicher.

5. Pflegen Sie bewusst Ihre Online-Reputation und wenn ja wie?
Grundsätzlich pflege ich all meine Kontakte. Nicht nur online. Mir ist es wichtig, nicht nur ein positives Bild von mir zu zeigen, sondern vor allem ein Authentisches. Wer authentisch ist, ist selten perfekt.

Ich schätze und achte die Arbeit meiner Kollegen sehr und wenn ich etwas für ihre Reputation tun kann, mach ich es gern. Momentan versuche ich gerade meine Xing-Präsenz zu forcieren, lasse mich aber überraschen, wie es sich entwickelt.

Zu meiner Schande muss ich auch zugeben: Vieles, was ich so mache, ist eher ein Spiel mit den technischen Möglichkeiten. Danach entscheide ich dann, wie oder was ich letztendlich davon nutze.

6. Auf welche Probleme stoßen Sie immer wieder beim Benutzen von Social Media?
Probleme würde ich nicht unbedingt sagen. Es sind eher die Unzulänglichkeiten, die weniger mangelndes technisches Wissen als eher die mangelnde soziale Kompetenz betreffen. Es gibt sicher einige Themen, die für viele Nutzer wirklich „Neuland“ sind.

Während meiner Dozentenzeit musste ich häufig feststellen, dass bei vielen Nutzern wenig Eigenverantwortung vorherrscht. Die technischen Möglichkeiten sehen sie als Selbstverständlichkeit an. Sie fühlen sich sehr sicher auf diversen Plattformen und teilen somit sehr intime Dinge.

Ich sehe da insbesondere für junge Menschen die Gefahr, ihre eigene Reputation längerfristig zu zerstören. Hier müssen sicher Bildungseinrichtungen mehr in Sachen Medienkompetenz unterrichten. Das betrifft natürlich auch die Lehrkörper.

Um jetzt nicht nur alles negativ zu sehen: Das Potential hingegen ist enorm. Ich kann mir kaum eine Epoche vorstellen, in denen Menschen so nah an politischen oder gesellschaftlichen Geschehen weltweit dabei waren. Noch nie konnten Menschen unterschiedlichster Kulturen und Sprachen direkt in ein politisches Geschehen eingreifen ohne das Wohnzimmer verlassen zu müssen (überspitzt). Um die Wichtigsten zu nennen, der „Arabische Frühling“, die Uni-Demonstrationen #unibrennt vor einigen Jahren und nicht zu vergessen, der Occupy-Aktivismus.

7. Gibt es Blogs, Seiten oder Apps, die Sie anderen gern empfehlen würden?
Es gibt keine bestimmten Blogs, die ich ständig lese. Es sind unterschiedliche Themen, die mich interessieren. Mal sind es Do-int-yourself-Blogs (Nähen) oder unterhaltsame Tierblogs … je nach Bedarf suche ich danach. Wobei ich zugeben muss, ich ziehe oftmals ein Buch einem Blog vor, da ich diesbezüglich doch recht altmodisch bin. Bei sehr interessanten Artikeln kommt es schon vor, dass ich sie mir ausdrucke und sie entspannt auf der Terrasse bei einem Kaffee lese.

Was Apps betrifft, nannte ich bereits Plume. Ich mag die App, ist einfach zu konfigurieren und bietet mir das, was ich brauche.

8. Was glauben Sie, wie sich der Kommunikationswandel, den wir gerade erleben, weiter entwickeln wird?
Über diese Frage habe ich mir die letzten Tage sehr viele Gedanken gemacht. Meiner Beobachtung nach scheint es schon so, dass Nutzer wieder in die analoge Kommunikation zurückfinden wollen. Was sicherlich dazu beiträgt, ist die vorherrschende Unsicherheit: Was wird wirklich mitgelesen, gespeichert und ausgewertet? Auch ist der Wunsch nach dem persönlichen Gegenüber immer stärker zu beobachten. Man trifft sich auf einem Kaffee, plaudert direkt Aug-in-Aug. Ich nenne es „Back to the roots“-Kommunikation.

Wie es sich weiterentwickeln wird, wird sich letztendlich auch dadurch zeigen, wieviel Vertrauen die Nutzer in die Technik haben und wieviel Sicherheit Plattformbetreiber ihren Nutzern bieten können. Es werden sich vielleicht auch zwei Lager bilden: Die Einen, die die Online-Kommunikation verfechten und die Anderen, die sich aus den sozialen Netzwerken zurückziehen. Sicherlich kann man eine gespannte Stimmung wahrnehmen.

9. Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden, weshalb und auf welchen Kanälen folgen Sie schwindt-pr?

Ich kenne dich, liebe Annette, schon seit einigen Jahren und wir haben uns über 2sames kennen und schätzen gelernt. Wir haben gemeinsam während meiner Selbständigkeit an einigen Projekten gearbeitet.

Ich folge schwindt-pr, da ich die Art, wie du Themen recherchierst und kommunizierst sehr angenehm finde. Selbst für Affine, wie mich, ist es wichtig, immer wieder auf deine Blogbeiträge zu achten, man lernt ja nie aus. Zudem durfte ich schon mit Bild in einem deiner Bücher in Erscheinung treten und unterstütze dich gerne, soweit es möglich ist.

Ich denke einfach, dass bei uns die Chemie stimmt, somit fällt es mir leichter, deine Themen eher anzunehmen, als andere. Und das, meine Liebe, ist ein Talent.

10. Wo kann man Sie online kontaktieren?
Mich kann man per Mail info@alexandra-steiner.at über meine Webseite http://www.geckoweb.at oder über meine Sozialen Kanäle http://facebook.geckoweb.at oder http://twitter.geckoweb.at jederzeit erreichen.

Vielen Dank für Deine Antworten, Alex! :-)

Wenn auch Sie meine Interviewfragen beantworten wollen, damit nicht nur Sie mich, sondern auch ich Sie ein bisschen besser kennenlerne, dann lesen Sie bitte hier weiter: http://www.schwindt-pr.com/follower-interviews/

Fotonachweis: Alexandra Steiner

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.