„Das digitale Leben wird selbstverständlicher“ – Follower-Interview #sprfi (20): Melanie Redlberger

Es freut mich, dass ich heute jemanden über mein Follower-Interview kennenlernen darf, der mir aufgrund eines Vortrags folgt. Ich erinnere mich noch gut an die Zuschaltung zum stARTcamp Köln 2011! Übrigens werde ich auch in diesem Jahr wieder zugeschaltet. 😉 Inzwischen läuft hier die Interviewreihe unter dem Hashtag #sprfi weiter. Jeder, der mit hier im Blog, auf Facebook, Twitter oder Google+ folgt, kann die zehn Fragen beantworten und sich damit mir und meinen Lesern vorstellen.

redlberger_melanie1. Wer sind Sie und welche Social-Media-Kanäle nutzen Sie?
Mein Name ist Melanie Redlberger, bei Twitter bin ich als @kultur_divers zu finden, mein Blog heißt www.kultur-divers.de. Facebook und Xing laufen nebenbei. Ich bin Kulturwissenschaftlerin und immer auf der Suche nach dem Moment, wo sich neue Welten öffnen 😉

2. Worüber kommunizieren Sie mit wem im Social Web?
Ich nutze Twitter hauptsächlich, um mich über Museen und Diversity bzw. Interkultur auszutauschen. Auch mein Blog kreist um die Fragestellung, wie sich Kulturinstitutionen interkulturell öffnen und mehr unterschiedliche BesucherInnen jenseits des Bildungsbürgertums ansprechen können. Auf Facebook teile ich Alltagsgeschichten mit Menschen, die ich in den allermeisten Fällen persönlich kenne.

3. Bloggen Sie auch und wenn ja worüber?
Das fängt an bei der aktuellen Ausstellungspraxis in Südafrika, geht weiter bei Ideen, die ich anlässlich von Tagungen und Museumsbesuchen entwickle, bis hin zu einer Art öffentlichen „Denk-Tagebuch“, in dem ich an Fragen arbeite, die sich mit Widerhaken in mir festgesetzt haben.

4. Nutzen Sie das Social Web auch mobil und wenn ja wie?
Ich fahre Bahn, noch Fragen? *g* Wenn ich nicht gerade im Museum, im Büro oder in der heimischen Wohnung herumlaufe, ist das Handy praktisch ständig online, vor allem wenn ich mit dem Zug unterwegs bin. Wobei ich mir da durchaus besseren Empfang wünschen würde 😉

5. Pflegen Sie bewusst Ihre Online-Reputation und wenn ja wie?
Bewusst ja, konsequent nicht. Ich habe mich entschieden, nach dem Lust-Prinzip vorzugehen. Und ich liebe es, bei stARTcamps oder ähnlichen Veranstaltungen auf die Menschen zu treffen, deren Aktivitäten ich im Netz verfolge, und dann im persönlichen Kontakt Präsenz und Interesse zu zeigen.

6. Auf welche Probleme stoßen Sie immer wieder beim Benutzen von Social Media?
Lücken im Mobilfunknetz zwischen Sauerland und Köln 😉 Und Facebook ist sehr sperrig, das würde ich mir schneller und mehr an den Interessen der Nutzer orientiert wünschen. Außerdem will ich mehr Transparenz und Entscheidungsfreiheit, was die Verwendung und das Auslesen meiner Daten angeht.

7. Gibt es Blogs, Seiten oder Apps, die Sie anderen gern empfehlen würden?
Ich verfolge die Musikerin Amanda Palmer, weil sie mich mit ihren Worten immer wieder zu berühren vermag, und weil sie beweist, dass man auch im Netz authentisch sein kann. Im Museumsbereich sind es derzeit vor allem das „The Studio Museum in Harlem“ und die „Tate London“, sowie einzelne Protagonisten wie Christian Gries, Sebastian Hartmann und Christian Henner-Fehr, deren Beiträge mich inspirieren.

8. Was glauben Sie, wie sich der Kommunikationswandel, den wir gerade erleben, weiter entwickeln wird?
Wir werden Alternativen entwickeln, die uns mehr Verfügungsgewalt über unsere Daten geben. Die Offline-Kommunikation wird sich stärker der Online-Kommunikation anpassen, das ist derzeit vor allem in der Werbung sichtbar. Das digitale Leben wird selbstverständlicher, und weit weniger mehr vom sogenannten „realen Leben“ unterschieden werden.

9. Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden, weshalb und auf welchen Kanälen folgen Sie schwindt-pr?
Beim grandiosen stARTcamp Köln 2011 kamen trotz der bösen Technik im Nachklang einige entscheidende Impulse rüber, so dass ich per Facebook und Twitter am Ball blieb. Und ich folge total klassisch – das Facebook-Buch von Annette Schwindt liegt tatsächlich im Büro allzeit griffbereit auf den Schreibtisch! Basiswissen schadet nie, wenn man ein Museum ins Web 2.0 schicken will.

10. Wo kann man Sie online kontaktieren?
Über Twitter @kultur_divers, Facebook (Melanie Redlberger) und meinen Blog www.kultur-divers.de.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Frau Redlberger! :-)

Wenn auch Sie meine Interviewfragen beantworten wollen, damit nicht nur Sie mich, sondern auch ich Sie ein bisschen besser kennenlerne, dann lesen Sie bitte hier weiter: http://www.schwindt-pr.com/follower-interviews/

Fotonachweis: Melanie Redlberger

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.