Neugierig sein und immer weiter lernen – Follower-Interview #sprfi (15): Paulus Peternell

Über zehn Fragen versuche ich, meine Leser besser kennenzulernen. Wer sie sind, was sie mit Social Media machen und wie sie mich dabei gefunden haben. Weitergesagt werden können diese Follower-Interviews übrigens mit dem Hashtag #sprfi.

Im vorigen Follower-Interview wurde die Forderung nach mehr Medienkompetenz für Alt und Jung gestellt. Heute darf ich hier die Antworten meines ältesten mir bekannten Lesers veröffentlichen und darüber freue ich mich ganz besonders! Von seiner Aufgeschlossenheit den neuen Medien gegenüber kann sich manch Jüngerer eine Scheibe abschneiden!

paulus_peternell1. Wer sind Sie und welche Social-Media-Kanäle nutzen Sie?
Ich bin Paulus Peternell, werde im November 87 Jahre alt und nutze hauptsächlich Facebook und Senoirbook.

2. Worüber kommunizieren Sie mit wem im Social Web?
Da meine Familie ziemlich verstreut lebt (in Österreich, Deutschland und Kanada) und der Kontakt persönlich oder brieflich einfach nicht funktioniert, erfahre ich über Facebook einiges Aktuelle. Darüber hinaus ist das Social Web (Als Abbild sozialer Strukturen) eine wichtige Informationsquelle für meine zeitgeschichtliche Arbeit als Autor (und Zeitzeuge) der „Bibliothek der Alten“ im Frankfurter historischen Museum. Darüber hinaus aber geht es mir auch um soziologische Themen im Allgemeinen und speziell da auch da wiederum um das Altwerden und das Altsein. Das Seniorbook ist da äußerst hilfreich.

3. Bloggen Sie auch und wenn ja worüber?
Ich bin unter www.ppp-peregrinus.blogspot.com zu finden. Da aber steht derzeit und schon seit längeren nur ein Essay zur Verfügung. Weitere Veröffentlichungen sind geplant.

4. Nutzen Sie das Social Web auch mobil und wenn ja wie?
Mobil nutze ich das Social Web kaum.

5. Pflegen Sie bewusst Ihre Online-Reputation und wenn ja wie?
Darum kümmere ich mich nicht.

6. Auf welche Probleme stoßen Sie immer wieder beim Benutzen von Social Media?
Probleme bei der Nutzung des Sozial Web gibt es für mich eigentlich nicht, denn ich sehe das Ganze mehr von der philosophischen Seite als Phänomen, das nun einmal vorhanden ist und eben so und nicht anders die kommunikativem Bedürfnisse der Menschen erfüllt, wie immer dies auch beschaffen sein mögen.

7. Gibt es Blogs, Seiten oder Apps, die Sie anderen gern empfehlen würden?
Welche Blogs oder Apps ich gerne empfehlen möchte – da kann ich nicht viel dazu sagen, da ich keine besonderen Vorlieben habe, sondern eben alles, was mich neugierig macht und mir weiterhilft, woraus man lernen kann, bedeutend ist.

8. Was glauben Sie, wie sich der Kommunikationswandel, den wir gerade erleben, weiter entwickeln wird?
„Wandel“, das ist es eben, was eine Prognose erschwert. Im Augenblick versucht man sich einzurichten. Die Diskussion um die „Durchsichtigkeit“ die dabei entstanden ist, ist teilweise überzogen, aber die Kommunikation über das Netz wird die Menschen dazu zwingen aus den elfenbeinernen Türmen ihrer Selbstgefälligkeit heraus zu gehen. Ihre festen Burgen – my home is my castle – zu verlassen, die Zugbrücken herunter zu lassen, um erkennbar und auffindbar zu sein. Die kriminelle Energie, die sich im Netzt breit macht ist sicher ein Problem und da wird man versuchen müssen, Abhilfe zu schaffen.

9. Wie sind Sie auf mich aufmerksam geworden, weshalb und auf welchen Kanälen folgen Sie schwindt-pr?
Sorry, aber das weiß ich nun wirklich nicht mehr so genau, sicher aber im Zug von Recherchen im Netz.

10. Wo kann man Sie online kontaktieren?
Sie finden mich im Facebook, im Seniorbook, und auch auf meiner Homepage www.pm-peternell eu. Infolge einer längeren Krankheitsperiode ist die Homepage noch nicht auf dem neuesten Stand, aber im Großen und Ganzen immer noch brauchbar.

Vielen Dank für Ihre Antworten, Herr Peternell! :-)

Wenn auch Sie meine Interviewfragen beantworten wollen, damit nicht nur Sie mich, sondern auch ich Sie ein bisschen besser kennenlerne, dann lesen Sie bitte hier weiter: http://www.schwindt-pr.com/follower-interviews/

Fotonachweis: Paulus Peternell

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

4 Kommentare

  1. Wow! Respekt mit 87 Jahren! … ein toller Satz für die Sichtbarkeit 2.0

    „….aber die Kommunikation über das Netz wird die Menschen dazu zwingen aus den elfenbeinernen Türmen ihrer Selbstgefälligkeit heraus zu gehen. Ihre festen Burgen – my home is my castle – zu verlassen, die Zugbrücken herunter zu lassen, um erkennbar und auffindbar zu sein“

    Den kann ich nur ganz, ganz fett unterstreichen!

  2. Ich habe in diesem Interview auch einen sehr schönen Satz für mich entdeckt:
    „… ich sehe das Ganze mehr von der philosophischen Seite als Phänomen, das nun einmal vorhanden ist und eben so und nicht anders die kommunikativem Bedürfnisse der Menschen erfüllt, wie immer dies auch beschaffen sein mögen.“

    Danke, Herr Peternell, für diesen Ansporn zu mehr philosophischer Gelassenheit 🙂

    Ihnen viele schöne Stunden auf Facebook!
    Liebe Grüße aus Köln
    Petra Weber

    1. Seniorbook? Das war mir neu! Danke für den Hinweis. Ich habe mir jetzt das Erklärungsvideo angesehen und werde es meiner ‚facebook-aktiven‘ Mutter zeigen.

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