Achtung bei der Zielgruppenauswahl auf Facebook-Seiten (targeting)

Wieder was gelernt: Da ich bislang die Zielgruppenauswahl (Targeting) für die Beiträge auf meiner Facebook-Fanseite noch nicht benötigt habe, wollte ich kürzlich mal die Einschränkung nach Geschlecht testen – und entdeckte dabei, dass Targeting nicht gleich Targeting ist… Jetzt macht es auch mehr Sinn, dass die einen Auswahlkriterien sich hinter einem anderen Button verbergen als die anderen.

Wenn ich als Administrator auf einer Facebookseite etwas veröffentliche, dann kann ich das entweder wie voreingestellt öffentlich tun, oder ich schränke mein Publikum nach verschiedenen Kriterien ein. Dazu habe ich einmal die Optionen Standort/Sprache, die sich hinter dem Button namens Öffentlich verbergen:

standortspracheDarüber kann ich Fans in einer bestimmten Stadt oder mit einer bestimmten Nutzersprache (die, die in den Kontoeinstellungen angegeben ist) ansprechen. Dieses Targeting wirkt sich überall in Facebook aus: Auf der Seite selbst, in den Neuigkeiten der Fans und in der ausgeloggten Ansicht.

Wähle ich statt dieses Buttons aber den mit dem Zielkreuz…

zielgruppe… dann habe ich folgende Optionen zur Zielgruppenauswahl:

  • Geschlecht
  • Beziehungsstatus
  • Ausblidung
  • Interessiert an
  • Alter
  • Ort
  • Sprache

Nehme ich eine dieser Optionen (die sich auch miteinander koppeln lassen) in Anspruch, dann bezieht sich das nur auf die Sichtbarkeit des Beitrags im Newsfeed! Auf der Seite selbst und auch in der ausgeloggten Ansicht bleibt der Beitrag zu sehen.

Erkenntlich wird das aber erst, wenn man die Sichtbarkeit eines so eingeschränkt veröffentlichten Beitrags überprüft:

targetingtest

Wenn jeman außerhalb der Zielgruppe einen Facebookfreund innerhalb der Zielgruppe hat, der mit dem Beitrag interagiert, dann kann er den Beitrag durchaus auch in den Kurzmeldungen sehen (Liveticker).

Wenn man das nicht weiß, kann es schnell mal nach hinten losgehen… Hier also nochmal der Unterschied in einem Screenshot zusammengefasst:

targeting

 

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

19 Kommentare

  1. Bei welchen Arten von Facebook-Seiten ist das eigentlich möglich? Bei meiner Seite z.B. hab ich die Möglichkeit nicht, Buttons wie „öffentlich“ oder „Targeting“ auszuwählen.

      1. Ab welcher Fanzahl sind denn die Einstellungen möglich? Ich betreue auch Fanpages, eine davon hat über 30.000 Fans, dort sind „öffentliche“ Zielgruppeeinschränkungen nach Sprache nicht möglich? Geht das erst, wenn ich zwei Seiten zusammengeführt habe und dann bestimmen kann, welchen Post bspw. nur meine englischsprachigen Fans sehen?

  2. Immer, wenn man wieder etwas gelernt hat, tun sich gleich neue Fragen auf:

    http://fourelse.blogspot.ch/2013/08/nein-ausgelernt-wird-man-nie-haben.html

    „Nun klappt es mit der Zielgruppenauswahl – bleibt mir nur noch zu überlegen, welche Sprachen ich zukünftig auswählen muss. Für die deutsche Zielgruppe ist dies ja einfach. Aber: welche Sprachen wähle ich, wenn wir Follower aus den unterschiedlichsten Ländern ansprechen möchten, welche zwar die englischen Posts lesen, aber als Muttersprache beispielsweise Serbokroatisch angegeben haben?“

      1. Auf meiner eigenen persönlichen Seite sehe ich, dass ich als ‚Hauptsprache‘ Deutsch angegeben habe. Daher gehe ich davon aus, dass Holländer, Italiener, Franzosen etc. alle ihre eigene Landessprache angegeben haben. Wenn nun diese Follower eine englisch verfasste Seite verfolgen, muss ich nicht nur ‚English‘ anwählen, sondern auch alle potentiellen anderen Sprachen. Oder den pragmatischen Weg gehen und nur die deutschen Posts in der Sichtbarkeit einschränken. Korrekt?

        1. Die Nutzersprache ist das, was man in den Kontoeinstellungen angegeben hat. Die Sprachkenntnisse, die man im Infobereich des Profils angibt, sind nicht dasselbe.

  3. Wie werden wohl die gruppiert, die z.B. kein Geschlecht angegeben haben? Sehen die nie etwas, oder sehen die alles? Das interessiert mich schon länger.

  4. Vielen Dank für diesen interessanten Beitrag, Frau Schwindt. Wir nutzen in unserem Unternehmen die Privatsphäre-Einstellung auch, um unser mehrsprachiges Profil besser und zielgerichteter zu betreuen. Das Problem ist nur, dass man die Targeting-Funktionen in der App oder mobil nicht hat. Kennt jemand einen Trick, dies zu umgehen?

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