Meine Erfahrungen mit Blogparaden

Christian Müller hat auf karrierebibel.de eine Blogparade zum Thema Blogparaden ausgerufen, nachdem wir uns darüber unterhalten hatten, was man in einer Blogparade tun sollte und was lieber nicht. Hier kommt mein Beitrag dazu:

Was ist eine Bloparade?

Bevor ich hier weiter über meine Erfahrungen und Tipps schreibe, sollte ich sicherheitshalber nochmal erklären, was eine Blogparade ist:

Eine Blogparade wird damit begonnen, dass jemand in seinem Blog einen Artikel zu einem bestimmten Thema schreibt und dabei seine Leser auffordert, das innerhalb eines begrenzten Zeitraums auch zu tun. Die Teilnehmer verlinken dabei auf den Ausgangsbeitrag und nennen den Initiator. Der Initiator wiederum sammelt die Teilnehmerbeiträge und fasst diese nach Ablauf der festgelegten Zeit in einem weiteren Artikel zusammen.

Erfahrungen als Teilnehmer von Blogparaden

Ich musste erst einmal nachschauen, an wievielen Blogparaden ich bisher überhaupt teilgenommen habe. Es sind gerade mal vier:

Das ist jetzt verglichen mit der Gesamtzahl meiner bisherigen Blogposts hier (das hier wird mein 592ter) nicht besonders viel. Die meisten davon allerdings in diesem Jahr. 😉 Aber ehrlich gesagt stoße ich selten auf Blogparaden, zu denen ein Beitrag hier in mein Blog passt…

Erfahrung als Veranstalterin einer Blogparade

Selbst habe ich bislang nur eine Blogparade veranstaltet. Dummerweise wurde ich mitten in der laufenden Blogparade richtig krank und konnte daher nicht so gut fürs Weitersagen sorgen. Aber ich kam immerhin auf 40 Teilnehmer bei einer recht kurzen Laufzeit von einem Monat. Die komplette Auswertung kann hier nachgelesen werden.

Derzeit bin ich außerdem sowas wie die Patentante von Alexandra Steiners oben genannter Blogparade und beobachte auch das mit großem Interesse. 😉

Meine Tipps

Folgende Tipps habe ich für das Veranstalten von Blogparaden:

  • Blogparaden machen Arbeit! Also nur starten, wenn Sie sicher sein können, dass Sie genug Kapazitäten dafür haben, das zu stemmen!
  • Geben Sie Ihrer Blogparade ein klar umrissenes, möglichst nicht zu kompliziertes Thema. Damit stellen Sie sicher, dass das Thema auch richtig verstanden wird.
  • Achten Sie darauf, dass die Laufzeit lang genug ist. Nicht jeder Teilnehmer kommt sofort dazu, seinen Beitrag zu schreiben und zu veröffentlichen. Einen Monat sollte eine Blogparade mindestens laufen, in Ferienzeiten eher zwei.
  • Erlauben Sie Pingbacks in Ihrem Blog, dann werden sie über neue Beiträge automatisch benachrichtigt (sofern der Teilnehmer dies auch erlaubt).
  • Zeigen Sie den Teilnehmern, dass Sie deren Beiträge gelesen haben, indem Sie dort kommentieren und Danke sagen.
  • Sammeln Sie die Beiträge laufend in einer Linkliste unter dem Ausgangsbeitrag, das ist einfacher als nachher alle auf einmal einsammeln zu müssen und zeigt neuen Teilnehmern, wie gut die Beteiligung ist, bzw. den vorhandenen Teilnehmern, dass Sie ihren Beitrag wahrgenommen haben.
  • Sagen Sie neue Beiträge weiter, denn das zeigt nicht nur Wertschätzung für die Teilnehmer, sondern sorgt auch für weitere Verbreitung. Formulieren Sie dabei individuelle Einleitungen/Tweets, um Ihre Follower darau aufmerksam zu machen, was an diesem beitrag besonders ist und sie nicht mit dem ewig selben „Noch ein Beitrag zu meiner Blogparade“ zu langweilen.
  • Es wird immer wieder Teilnehmer geben, die das Prinzip einer Blogparade nicht verstanden haben und bei ihren Beiträge nicht korrekt verlinken (s. unten). Wenden Sie sich – möglichst nicht öffentlich, um den anderen nicht bloßzustellen – an denjenigen und erklären Sie ihm noch mal höflich, wie es richtig geht. Meistens sind diejenigen dafür dankbar, weil sie es einfach nicht besser wussten.
  • Es wird auch immer wieder Leute geben, die ihren Beitrag nur zur Eigenwerbung nutzen. Aus meiner Sicht ist es okay, diese nicht mit in die Linksammlung aufzunehmen.

Meine Tipps für Teilnehmer:

  • Wenn Sie sich unsicher sind, wie das mit der Teilnahme funktioinert, fragen Sie den Initiator.
  • Leiten Sie Ihren Beitrag ein mit Link auf den Ausgangsbeitrag und mit Namensnennung des Initiators oder veranstaltenden Blogs ein. Sie können den Verweis auch ans Ende des Beitrags setzen, aber nennen und verlinken Sie immer den Beginn der Blogparade.
  • Halten Sie sich ans Thema!
  • Schreiben Sie nur über sich, wenn es mit dem Thema zu tun hat oder danach gefragt wurde. Blogparaden dienen nicht der Eigenwerbung, sondern der Vernetzung und dem Austausch mit anderen Bloggern über das Thema der Blogparade!
  • Es ist okay, Vorgängerbeiträge aus derselben Blogparade im eigenen Beitrag aufzugreifen, wenn dies kommentierend innerhalb Ihres Texts geschieht. Aber die Sammlung als Linkliste obliegt dem Initiator. Sie können auf diese Liste verweisen, sie aber nicht kopieren.
  • Es ist nicht okay, das Thema zu übernehmen und eine eigene Blogparade dazu zu starten.

 

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

11 Kommentare

  1. Hallo Annette,
    ganz im Sinne deiner guten Tipps sage ich hier schon mal „Danke“.

    Wobei ich immer noch finde, dass Blogparaden meist etwas sehr Selbstreferenzielles haben – also für die Blogger. Ich bin mir noch nicht sicher, ob Leser (die keine Blogger sind) das auch attraktiv finden und sich durchklicken und alles lesen. Mein Gefühl sagt mir: nein. Ich glaube essenziell ist am Ende eine inhaltliche und analytische Zusammenfassung des Urhebers dessen, was gelaufen ist – natürlich mit Links. Aber für den Leser schnellen Leser sollte die Essenz auch so erfassbar sein. Nicht jeder hat ja Zeit und Lust, sich das alles durchzulesen – ganz nüchtern betrachtet.

    1. Hi Jochen,
      gerne doch! 🙂 Ich mache eigentlich meist gute Erfahrungen mit sowas – siehe Kommentare zu den letzten Blogparade-Beiträgen. Aber kommt sicher auch auf das Blog und den Betreiber an, da magst Du Recht haben. wir werden sehen. 😉

  2. Hi,
    40 Teilnehmer bei der eigenen Blogparade sind schon recht viel. Manche Paraden fallen eher gering aus, natürlich je nach Reichweite des veranstaltenden Blogs. Und Danke für die interessanten Tipps zum Thema Blogparaden :-).

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