Ein guter Vorsatz fürs neue Jahr

Etwas, das sicher allen Leuten passiert, die anderen zu helfen versuchen, ist dafür angemacht zu werden, wenn man jemandem nicht helfen kann oder die Antwort auf die Frage nicht so ausfällt wie der Fragende es gern möchte. Bislang habe ich das hingenommen und mir meinen Teil gedacht. Es bekommt eben immer der Bote die Prügel, nicht der, von dem die Botschaft stammt.

So lassen des öfteren Leute ihre Wut z.B. über Facebook bei mir ab, posten in Fäkalsprache auf meine Fanseite oder in mein Blog, schreiben, ich würde ihnen alles verderben und Ähnliches. Und das sogar an Weihnachten!

Besonders beliebt ist auch, meine Privatsphäre zu ignorieren und mir – obwohl man sich nicht kennt – eine Nachricht an meinen privaten Account auf Facebook zu schreiben und mich da auch noch um kostenlosen Support zu bitten. Am besten noch in Kombination mit dem Wut ablassen von oben.

Was mich daran wirklich ärgert, ist diese „ich will“-Mentalität. Woher die Antwort auf eine Frage kommt, ob es überhaupt eine Lösung gibt und ob ich der richtige Mensch bin, um dafür angegangen zu werden, ist diesen Leuten schnurz. Mir aber nicht!

Ich mache das hier, weil ich gern mit anderen kommuniziere, weil ich dabei interessante Leute kennenlerne, mit denen ich dann an Lösungen tüfteln kann, und weil ich es selbstverständlich finde, mein Wissen zu teilen. Dafür werde ich von manchen, die damit lieber Geld machen, sicher belächelt, aber das ist wiederum mir egal.

Wenn ich dann aber für diese freiwillige Hilfe blöd angemacht werde, dann macht das keinen Spaß mehr. Und das sind dann die Momente, in denen ich überlege, ob ich mir das alles überhaupt geben muss.

Daher lautet einer meiner guten Vorsätze fürs neue Jahr: Wer sich mir gegenüber im Ton vergreift oder mit blöd kommt, wird ignoriert/gelöscht/geblockt. Das Leben ist zu kurz, um es mit Leuten zu verbringen, die einem die Laune verderben!

Ein Riesendanke geht an dieser Stelle an alle Fans/Leser/Follower, mit denen ich immer wieder erfahren darf, dass auch das Tüfteln am kompliziertesten Problem noch Spaß machen kann, wenn der Ton stimmt! Und an alle, die auch mal Danke sagen können und mich weiterempfehlen. Denn genau für die mache ich weiter! 🙂

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

7 Kommentare

  1. Das Leben ist zu kurz, um es mit Leuten zu verbringen, die einem die Laune verderben … Wenn Dir einer blöd kommt, kegel Ihn einfach raus, Annette.
    Also ich sage dann auch einmal Danke für die vielen, vielen Tipps die wir immer ganz nett von Dir erhalten. Für Dich und Deine Familie alles alles Gute für 2012.

  2. Guten Tag Frau Schwindt,

    mit Spannung laß ich Ihren Artikeln, um dem vollkommen zuzustimmen. Trotz totaler Vernetzung ist es wichtig, Scouts wie Sie zu haben, die einem zeigen wo es in der Materie lang geht. Ohne Sie, wüsste ich manchmal nicht, welche Eigenarten beispielsweise Facebook hat.

    Daher sage ich auf diesem Wege HERZLICHEN DANK! Danke, für die großeartige Hilfe im sozialen Netzwerk!
    Machen Sie auch 2012 weiter, dafür wünsche ich Ihnen viel Kraft, Mut und eine stetig wachsende Leserschaft.

    Nette Grüße
    Frank Stachowitz

  3. Richtig so – und weiter so, liebe Annette, denn es wäre echt schade, wenn Sie dadurch Ihre Lust am Tüfteln/Bloggen/Bücher schreiben etc. pp. verlieren würden!!
    Sie sind meine „Anlaufstelle Nr. 1“ rund um Facebook mit Ihren zahlreichen Tipps und Tricks und werden gern von mir „geteilt“.
    Und dass ich dank des Abo’s nun auch ab und an mal einen Blick auf Ihre ganz private Seite werfen darf, finde ich toll.
    Ich gebe den Dank gerne zurück – für mich sind und bleiben Sie „unsere geniale Annette Schwindt“ 🙂
    L.G.

  4. Diesen guten Vorsatz schreibe ich mir auch auf die Fahne, denn auch ich kann es nicht mehr akzeptieren, das die Hilfsbereitschaft so mit Füßen getreten wird. Ich kann Sie da voll und ganz verstehen und empfinde das völlig ok. 🙂

    Ich lese so oft still ihre vielen Tipps und kann mich nur bedanken, für die wertvolle Unterstützung die Sie nicht nur mir zukommen lassen. ich wünsche Ihnen nette Menschen für 2012 die Ihre Arbeit zu schätzen wissen.

    Alles Liebe und viel Gesundheit!

  5. Liebe Frau Schwindt,

    Sie sind leider nicht allein. Ich bin ja immer wieder überrascht, mit welcher Selbstverständlichkeit Leute Sie um Informationen angehen. Leider ist nach meinen Beobachtungen gerade im deutschsprachigen Online-Bereich die Tendenz des Niedermachens, Beleidigens und Platzhirsch-Gebarens enorm verbreitet. Was dazu geführt hat, daß einige mir bekannte Menschen inzw. nur noch im englischsprachigen Bereich ihrer Wissensgebiete publizieren. Weil die dortige, manchmal vielleicht als oberflächlich betrachtete Freundlichkeit und Anteilnahme einfach positiv bestärkt. Und warum sollte man sich in einer übellaunigen und -wollenden „Community“ aufhalten, wenn es nebenan den gepflegteren Umgang gibt.
    Vielen Dank für Ihre Geduld und Ihre tolle Arbeit.

  6. Ja, das kenne ich, heute gerade (und eh harmlos)
    „Bitte um Lösung!“
    Immerhin „Bitte!“ 😉

    Ich habe oft den Verdacht, dass das geschriebene Wort – bzw das, was „zwischen den Zeilen“ vermutet wird, gerade in der Flüchtigkeit allzu schnell falsch interpretiert wird. Gerade im Web sind klare Aussagen wichtig – und „Interpretationen“ sollten gar nicht nötig sein.
    Damit muss ich jetzt aber ein wenig _diejenigen_ in Schutz nehmen, die sich – mehr oder weniger – im Ton vergreifen: Die konntens vielleicht nicht besser formulieren, haben sich nichts dabei gedacht, vielleicht hat es auch mich am falschen Zeh erwischt und ich habs falsch interpretiert.
    jo, mei.. das Web ist eben ein Geben und Nehmen 😉

    Ich habe übrigens gerade die facebook-grundlagen gelesen und möchte mich hier sehr bedanken für die Arbeit, die Sie sich da gemacht haben. Gut und verständlich formuliert, ich habe gleich vieles davon beherzigt.
    Danke und weiterhin viel Erfolg!

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