Experiment: Geht’s auch ohne Social Plugins? – Updated

Die Diskussion um die Forderungen des schleswig-holsteinischen Datenschutzbeauftragten erinnerte mich daran,  dass ich kürzlich in einer Umfrage unter meinen Fans darum gebeten hatte, mir zu sagen, wie sie denn zu mir gefunden haben. Ergebnis: die meisten sind durch persönliche Empfehlung oder Suchmaschine bei mir gelandet (und nicht über ein Social Plugin):

Die Insights zu meiner Like-Box bestätigten, dass diese kaum genutzt wurde. Daher habe ich mich gefragt:

Brauche ich Facebooks Social Plugins überhaupt?
Oder ließe sich das auch anders lösen?

Also habe ich die Like-Box der Fanseite von schwindt-pr von meinem Webauftritt entfernt. Den statischen Link zur Fanseite gab es ja vorher schon. Das WordPress-Plugin für dynamische Sharebuttons (ich habe auch vorher keinen Likebutton verwendet, weil der weniger Optionen hat) habe ich außerdem durch handcodierte statische Sharebuttons ersetzt. Damit findet keine Datenübertragung statt, wenn Sie den Button nicht aktiv anklicken.

Das heißt: man kann weiterhin meine Beiträge nach Facebook weitersagen und den Weg zu meiner Fanseite finden. Nur eben ohne Facebooks Social Plugins.

Ich nehme mal scharf an, dass sich dadurch am Feedback nichts ändern wird (zumal ich ja vorher auch schon den Sharebutton – und nicht den Likebutton – verwendet hatte, weil der einfach mehr kann).

Mal schauen 🙂

UPDATE 9.9.2011: Bislang hat sich am Feedback nichts geändert, ich vermisse also weder Like-Box noch Like-Button.

UPDATE 14.12.2011: immer noch genauso 🙂

UPDATE Ende 2012: vermisse sie immer noch nicht und das wird wohl so bleiben 😉

UPDATE August 2013: Yep! 🙂

PS.

Für alle selbsthostenden WordPress-Nutzer hier noch der für WordPress angepasste Code (einzufügen in die index.php und die single.php – Danke, Alex!):

<div>
<a style=“border:1px solid #3B5898; padding: 2px 10px; margin-right: 10px; background-color:#3B5898; color: #FFFFFF; border-radius: 4px;-moz-border-radius: 4px;-webkit-border-radius:4px;-khtml-border-radius:4px; text-decoration:none;“ href=“http://www.facebook.com/sharer.php?u=<?php the_permalink() ?>&t=<?php the_title() ?>“ rel=“nofollow“ target=“_blank“>fb share</a>
<a style=“border:1px solid #B0E2FF; padding: 2px 10px; background-color:#CAEBFF; border-radius: 4px;-moz-border-radius: 4px;-webkit-border-radius:4px;-khtml-border-radius:4px; text-decoration:none;“ href=“http://twitter.com/share?url=<?php the_permalink() ?>&amp;text=<?php the_title() ?>&amp;count=vertical rel=“nofollow“ target=“_blank“>tweet</a>
</div>

 

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

13 Kommentare

  1. muss man denn schon in Aktionismus verfallen ? Ich bin zwar in Hessen, aber wenn ich das richtig verstehe, steckt da keine Rechtsgültigkeit dahinter.

    1. Ich hab fast befürchtet, dass mir das jetzt so ausgelegt wird. Bitte richtig lesen: ich habe -schon vor der Weichert-Sache – eine Umfrage auf meiner Fanseite gemacht, weil ich mal wissen wollte, wie die Leser zu mir gefunden haben. Die meisten kamen per persönlicher Weiterempfehlung oder Suchmaschine, d.h. die Like-Box spielt für mich eh keine Rolle. Andere Social Plugins von Facebook habe ich für schwindt-pr auch vorher nicht genutzt. Nur ein nicht weiter layoutbares WordPress (!)-Plugin für Share-Buttons. Also hab ich die auch mal noch ersetzt und selbst layoutet. Sharing ist jetzt genauso möglich wie vorher.

  2. Konsequenterweise müsstest Du jetzt noch Deine Fanseite abschalten, weil das Dir dort „aufgezwungene“ Statistiktool nicht den Datenschutzbestimmungen entspricht. 😉

    So hilflos man als Nutzer verschiedener Plattformen ist (ich kann z.B. den FB-Einlogbutton für Kommentare auf wp.com gar nicht abstellen), so sinnvoll ist es, hier eine Drohkulisse aufzubauen, die dann Unternehmen wie Facebook hoffentlich dazu bewegt, etwas sensibler mit fremden Daten umzugehen.

    Vermutlich ist der Zeitpunkt gut gewählt, denn mit dem Start von Google+ gibt es erstmals eine ernstzunehmende Alternative und da Facebook ja an die Börse gehen möchte, muss das Unternehmen für entsprechende Rahmenbedingungen sorgen, sonst geht die Sache ganz fürchterlich schief.

    Völlig offen ist die Situation nun aber für die, die Social Media geschäftlich nutzen. Streng genommen müssen sie innerhalb der nächsten vier Wochen ihre FB-Präsenz aufgeben.

    1. Ich mache das ja nicht wegen Herrn Weichert, sondern weil mich die Diskussion drauf gebracht hat, mal zu hinterfragen, ob ich meine Social Plugins überhaupt brauche (siehe Blogpost). Bis auf die Like-Box habe ich für schwindt-pr ohnehin keine genutzt. Fürs Facebook-Buch dagegen sieht es schon anders aus. Da könnte ich die Like-Box gar nicht wegnehmen, weil da eine sog. versteckte fanseite dran hängt, über ie die Leser sich Updates abonniert haben.

  3. Für WordPress-Nutzer:
    Da die Zeichenanzahl bei Twitter begrenzt ist, sollte man bei Twitter-Share den Kurzlink posten anstatt den Permalink.
    Einfach durch ersetzen. (funktioniert ab WordPress 3.0)

Kommentare sind geschlossen.