„Social-Media-Berater haben kein privates Facebook-Profil“ – ?

Ich habe mich in diesem Blog ja nun schon öfter mit dem Thema „Freunde“ auf Facebook und meiner Meinung dazu ausgelassen. Neulich begegnete mir aber eine Aussage, die mich doch schwer nachdenklich machte:

Jemand, mit dem ich bislang noch nicht näher zu tun hatte, schickte mir eine Freundschaftsanfrage auf Facebook. Ohne Nachricht dazu, lediglich mit der automatischen Angabe über 13 gemeinsame Freunde (alle im Social-Media-Bereich tätig) .

Daraufhin tat ich, was ich in solchen Fällen immer tue: Ich schickte dieser Person eine Privatnachricht und erklärte ihr, dass ich Facebook so nutze, wie von Facbook vorgesehen: Profil = ich (privat – übrigens auf max. 5000 Vernetzungen beschränkt), Fanseite = schwindt-pr (geschäftlich). Und jemand, mit dem ich noch nie zu tun hatte, und der sich geschäftlch vernetzen möchte, solle das bitte mit zunächst meiner Fanseite tun, denn in meinem Profil wird er nicht das finden, was er sucht. Meine Privatnachrichtenfunktion ist indes für „Alle“ freigegeben.

Die betreffende Person akzeptierte zwar meine Trennung von Privat und Geschäft, meinte dazu aber, sie hätte eigentlich gedacht, Social-Media-Berater hätten kein privates Profil.

Das gab mir zu denken und ich schaute mal bei den Kollegen rund, von denen viele – in der Tat – ihre privaten Profile eher geschäftlich nutzen – oder bei denen es einfach kaum einen Unterschied zu ihrer geschäftlichen Seite zu erkennen gibt. (Siehe auch dieser Beitrag von Klaus Eck)

Ich handhabe das anders. Natürlich weise ich in meinem Profil auch mal auf geschäftliche Blogposts hin, wenn das Thema wichtig ist. Aber in der Regel poste ich dort Musikvideos, Fotos und Links aus meinem privaten Umfeld oder sonstige Dinge, die nichts mit meinem Beruf zu tun haben. Das ist schlicht nicht das, wofür sich solche Personen wie die eingangs genannte mit meinem Profil vernetzen wollen.

Meine Kontakte im Profil stammen zunächst aus dem privaten Umfeld, da ich Facebook zuerst nur als Mensch genutzt habe und erst später in die geschäftliche Nutzung eingestiegen bin.

Geschäftliche Kontakte, mit denen ich mich auch wirklich austausche, bekommen ebenfalls Zugang zu meinem privaten Profil, sind aber – je nach Intensität des Kontakts – in Freundeslisten organisiert, die z.T. noch von meinen rein privaten Postings oder und privaten Fotoalben ausgeschlossen bleiben. Ergibt sich ein näherer Kontakt, werden sie umorganisiert. Und sobald sich woanders ein näherer Kontakt ergibt, füge ich denjenigen gern als Freund und zu einer entsprechenden Freundesliste hinzu.

Auf der Fanseite kann jeder Fragen stellen und wer das nicht öffentlich tun möchte, findet ganz leicht meine Mailadresse. Dafür braucht es mein privates Profil nun wirklich nicht auch noch.

Ich bin zuerst Mensch und DANN Berater! Deshalb brauche ich sehr wohl die Unterscheidung privates Profil – Fanseite. Genau dafür stellt Facebook ja die unterschiedlichen Bereiche zur Verfügung. (Demnächst werden Admins sich auf Fanseiten übrigens entweder als Mensch oder als Seite einloggen können.)

P.S. Die eingangs genannte Person und ich sind übrigens Fan unserer Seiten geworden, weil wir dort genau das finden, was uns interessiert. Sollte sich darüber ein Austausch ergeben, werden wir sicher auch noch „Freunde“. 😉

Wie halten Sie es mit der Kommunikation auf Facebook?
Gibt es Sie dort nur als Geschäfts- oder nur als Privatperson?
Haben Sie ein Profil UND eine Fanseite und wenn ja, wie unterscheiden diese sich voneinander?

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

28 Kommentare

  1. Ich regle das ähnlich, siehe mein Blog-Post http://bit.ly/foqwrY – und finde, dass jeder Social Media Berater das Recht auf Privatsphäre haben und nutzen sollte. Freue mich schon auf das getrennte Login für Fanseiten. Super Beitrag, danke!

  2. An das „one women business“.. – sind mir absolut zu viele Worte, zu viele Nebensätze für eine simple Begründung. Ja oder Nein. Anfrage ablehnen oder annehmen. FB ist so simpel. Bitte nicht so kompliziert – simplify your life. Thanks

  3. Für mich ist das ein sehr spannendes Thema. Ich bin privat zu facebook gekommen und habe irgendwann für meine Unternehmung entschieden eine Fanseite aufzubauen. Durch mein persönliches Interesse, meinen geschäftlichen Kontakten und einer in meiner Region nicht vorhandenen SM-Beraterlandschaft, ergibt sich nun für mich die Möglichkeit in diesem Feld tätig zu werden. Daher ist diese Frage gerade sehr aktuell.

    Mein Account ist von Anfang an privat gewesen, warum soll ich also meinen privaten Freunden nun eine dienstlich verträgliche Kommunikation antun? Ich vertrete auch die Meinung, dass Berater, ohne einen privaten Account, ein Glaubwürdigkeitsproblem haben. Schließlich kauf ich ein Motorrad auch nur bei Verkäufern, welche auch privat Motorrad fahren. Diese Beweislast mag bei PR- und Marketing-Beratern anders sein. da diese nach dem Feierabend private Konsumenten sind und so die Welt theoretisch auch aus anderen Blickwinkeln betrachten können. Der SM-Berater hat aber ohne einen privaten Account wohl kaum die Möglichkeit sich auch mal gehen zu lassen und ein einfacher Nutzer zu sein. Woher nimmt er also das Wissen, wie die normalen Nutzer ticken?

    1. Sehr richtig. Genau so ist das bei mir auch. Ich war zuerst privater Abwanderer von Myspace nach Facebook, habe erst mal herumgeschaut und mich mit der neuen Plattform beschäftigt und erst später angefangen, sie geschäftlich zu nutzen. Deswegen gab es in meinem Profil zunächst nur Freunde mit gleichen privaten Interessen, dann kamen (hauptsächlich geschäftliche) Kontakte von Twitter dazu – eine Fanseite hatte ich da noch nicht. Inzwischen vernetze ich mich in meinem privaten Profil auch mit geschäftlichen Kontakten, aber eben nach Intensität in Listen engeteilt. Macht man ja offline nicht anders. nicht jeden, den man kennt, lädt man zu sich nach Hause ein.

  4. Ich habe ein Facebookprofil und da kommt alles rein. Dafür poste ich allerdings auch bewusst. Ich versuche, sowohl als Mensch als auch als Berater gesehen zu werden. Deswegen finde ich die Verbindung von beidem völlig ok, da ich ja privat kein andere Mensch bin als geschäftlich. Schließlich predigen wir doch in Kursen und Coachings, dass es auf Authentizität ankommt…

    Und was die ganz supersensiblen total privaten Dinge angeht, die gehören meiner Meinung nach eh nicht ins Internet. Was für Musik ich aber höre, welche Filme ich ansehe oder ob ich meiner Tante zum Gebrutstag gratuliere, das kann ruhig jeder lesen.

    Im Prinzip stimme ich also @HLO zu: es sollte nicht zu kompliziert werden, egal welch komplizierte Strukturen sich Facebook oder eine ähnliche Plattform ausdenkt 🙂

  5. Interessantes Thema, schon mehrfach behandeld und angesprochen von vielen… Ich habe da eigentlich eine regelrechte evolution erkennen können, zumindest für mich selbst. Schließlich bin ich der Meinung das ein Antwort hier nicht möglich ist. Jeder geht damit anders um.

    Es ist aber auch in die Zukünft zu schauen und es sind die „junge leute“ auch mit ein zu beziehen. Macht man dass, kommt man schnell drauf das viele jungere menschen bereits ein öffentliches Profil haben. So sieht man sehr viele Profile die einfach nicht geschlossen sind, nicht weil die nicht wissen wies funktioniert, sonder einfach weil das so gewollt ist.

    In die nahe Zukunft werden wir alle damit leben müssen eine gewisse datensatz öffentlich zu haben. Und lassen wir ehrlich sein; das ist sie auch jetzt schon, die was meinen das sie noch „ins geheim“ leben können ohne öffentliche Profile sollte sich mal informieren über die Daten die Apple apps weitergeben, Browser ergattern, Facebook liest und verwendet, google, yahoo, usw. Ich schweige lieber noch über Navigationssysteme, Bankomat und kredietkarten usw.

    Gutgut, vielleicht sollte nicht jeder alle fotos sehen die gepostet werden und jeden Mitteilung lesen oder wissen wovon ich fan bin, aber bitte… diejenigen die jetzt immer noch nicht verstanden haben das man nichts posten sollte was man in die öffentlichkeit nicht vertreten kann sollten sich so und so von social media entfernt halten. Das posten von nicht-öffentlich vertretbare sachen geht früher oder später immer nach hinten los.

    Ich habe so ungefähr alle varianten durch. Von strickt geführte freundenlisten bis getrennte doppelte profile, von Unternehmensseiten bis gruppen und alle mischformen. Bis es eines Tages für mich klar war und die „geheimtuerei“ auf`m keks ginge.

    In mein tägliches Geschäft als Online Marketing Firma habe ich es immer noch mit menschen zu tun. Ein Meeting, ein Vortrag, eine Verhandlung kann noch so geschäflich sein, trotzdem bin ich als Hendrik Maat, als person, verheiratet, 4 Kinder, gerade in Urlaub gewesen, Fan von the Cranberries, traktormarke Fendt, Surfer, Skifahrer, Snowboarder, Canyoninger, usw und sofort, ein Mensch gegenüber.

    Mein Gegenüber reagiert auf MICH. Auf wer ich bin, was ich sage, er muss MICH vertrauen wenn er ins Geschäft mit mir gehen möchte. Wie mehr er von mich kennt, wie besser er ein Bild formen kann was er erwarten kann. Wenn ich hier was zu verbergen hätte, war dies nicht gut.

    Ich bin ich, Geschäft oder privat. In mein privates Leben lebe ich meine Ideen genau so und spreche über die arbeit. Im Geschäft lebe ich auch privat und rede über mein Privatleben. (zumindest das was die öffentlichkeit vertragt)

    Ich stehe gerade davor mein profil zu veröffentlichen, vielleicht ist dieser Post ein guter ansatz, ich kann mich kein einziger Grund ausdenken wieso ich das nicht machen sollte, kann mich jemand einen Grund dazu geben?

    1. Interessant, wie mein Artikel aufgefasst wird. Ich sehe da keine Gehemnistuerei, sondern einfach ein themenbezogenes Filtern. Warum soll ich rein geschäftliche Kontakte mit Postings zumüllen, die nicht das sind, weswegen sie sich vernetzen wollen? Also Vernetzung annehmen, aber von den Postings, die ich für sie als irrelevant empfinde, ausnehmen. Ebenso mit meinen privaten Freunden, die außerdem noch zum großen Teil kein Deutsch sprechen und daher meine geschäftlichen Postings gar nicht verstehen. Da sie alle weit weg wohnen, brauche ich mein privates Profil auch für diese Kommunikation. Hätte ich Facebook nicht zuerst privat genutzt, sondern von Anfang an auch geschäftlich, hätte sich diese Trennung möglicherweise gar nicht erst ergeben.

      Ich habe auch schon öfter darüber nachgedacht, ob ich mein Profil öffentlich machen soll, bin aber immer wieder aus o.g. Gründen davon abgekommen. Wer ich bin, wird auch ohne Vernetzung mit meinem privaten Profil klar. 🙂

  6. Ja, so dachte ich auch eine weile, bis mich klar wurde das ich gar nicht in die Lage bin zu bestimmen was andere Menschen interessiert und inspiriert, sogar über die sprachbarriere hinweg.

    Außerdem ist nur ein ganzes Bild ein wahres Bild, meien Eltern interessiert es nicht WAS ich in ein Blog geschrieben habe, aber schon DAS ich es gemacht habe, Eine Kunde inspiriert der Fakt das meine frau Süd Afrikanisch ist dazu mich darauf an zu sprechen und es ensteht eine ganz andere Kundenbeziehung…

    Aber wie gesagt, jeder sieht das noch anders, in 5 Jahren wissen wir nicht besser und leben und surfen wir alle mit ein Profil was bis zu gewissen level offen ist.

    1. Es geht nicht darum, für andere zu bestimmen, was sie interessiert, sondern auch darum, sie nicht zuzuspammen. Mich gibt es außerdem nicht nur auf der Fanseite und dem Profil. Wer also andere seiten von mir kennenlernen will, dem ist freigestellt, sich auch mit diesen zu vernetzen. Dazu braucht es mein privates Profil nicht.

  7. In der Tat ein spannendes Thema. Auch ich beschäftige mich mit Beratung im Social Media Umfeld, nutze Facebook aber schon länger rein privat. Zugeben muss ich, dass ich mir auch lange überlegt habe, wie ich mein rein privates Profil nutzen soll.
    Im wesentlichen sehe ich es wie Fr. Schwindt – mein privates Profil bleibt privat, für geschäftliche Kontakte sind Facebook Pages da. Allerdings gehe ich einen Schritt weiter als Frau Schwindt – KEINE geschäftlichen Kontakte auf meinem privaten Profil. Natürlich ist es richtig, dass es in jeder Beratung auf Glaubwürdigkeit und Authentizität ankommt. Aber das geschieht in Seminaren und in den Beratungsprojekten und nicht notwendigerweise auch auf priv. Profilen. Aus der Tatsache, Social Media Berater zu sein folg m. E. nicht notwendigerweise, eine kundenöffentliche Person zu werden.
    Und schließlich stehen da auch Dinge, die für andere schlicht nicht interessant sind.

  8. Sehr spannender und diskussionsreicher Beitrag.
    Als erstes bin ich in Facebook als Mensch unterwegs, zur Ergänzung des beruflichen Leben nutzen ich die Fanseite.
    Ihre Aussage Frau Schwindet “Ich finde es nicht kompliziert, sondern mache es wie im echten Leben auch. Da lade ich auch nicht jeden zu mir ein“ passt und finde es auch richtig und so ist auch mein Weg, Facebook privat und beruflich zu nutzen.

    Für 2011 wünsche ich Ihnen viel viel Glück und Gesundheit und sage Danke für Ihre Arbeit in 2010 um Facebook vielen Menschen näher und verständlicher zu machen.

    Herzliche Grüsse
    Daniela Skrzypczak

  9. Ich persönlich finde es auch völlig plausibel, persönliches FB-Profil und die Firmenseite zu trennen, auch wenn es sich dabei hauptsächlich um das persönliche Geschäft eines Social-Media-Beraters handelt. Wenn ich mich über Facebook über eine Fanseite informiere, oder auch Kontakt mit der dahinterstehenden Person aufnehme, interessiert es mich nicht, ob diese jetzt ein Fan der Cranberries ist oder welches ihre liebsten Fernsehsendungen sind. Solche Dinge können zwar ein persönliches Bild einer Person vermitteln, sie können aber auch ebenso kontraproduktiv sein und gehören einfach nicht auf eine öffentliche Seite.

    Noch etwas ganz anderes… die grüne Schrift auf blauem Hintergrund im Fuss Ihres Blogs scheint mir (nicht nur aus barrierefreien Gesichtspunkten) etwas gar unklücklich gewählt… :). Ansonsten danke für die immer sehr informativen und spannenden Beiträge.

  10. Wie Sie, Frau Schwindt, das in Ihrem Beitrag geschrieben haben, ist die Trennung vom persönichen Profil und Unternehmensprofil von Facebook so gewollt. Ein Beobachter dieses Prozesses, besonders des amerikanischen Marktes, weisst in seinen Anleitungen immer wieder auf diese Trennung hin. In Amerika werden die Profil von Facebook gelöscht oder blockiert, sollte im persönlichen Profil Werbung über das Unternehmen gepostet werden. In Deutschland drückt wohl Facebook hier noch ein Auge zu. Das wird sich demnächst vielleicht auch ändern. Man sollte deshalb diese Trennung vom Anfang an beachten.
    Übrigens finde ich Ihre Beiträge , Frau Schwindt, immer sehr lehrreich, Danke.

  11. Dank Ihres tollen Blogs habe ich beim Start meiner Facebook-Aktivitäten alles richtig gemacht: Privates Profil für mich und eine geschäftliche Seite zur Administration meiner Agentur.

    Das hat mir von Anfang an eingeleuchtet und lässt sich auch ohne Überlegung richtig nutzen: Die Privatfotos kommen in mein Profil mit exakter Einstellung welche Angehörige, Freunde und Bekannte was sehen dürfen. Geschäftliche Ideen und Mitteilungen kommen nur auf die Seite meiner Agentur.

    Und natürlich gibt es auch geschäftliche „Freunde“, die somit über beide Kanäle Informationen bekommen.

  12. Ganz klar: Getrennte Seiten. Natürlich ist manche private Sache auch für meine Kunden interessant. Aber dann kann ich ja auch einen entsprechenden Link setzen oder das Thema in passender Form für das Geschäft umsetzen. Und wenn Kunden noch mehr von mir wissen wollen: Es gibt ja auch noch das Telefon und private Gespräche.

  13. Sehr interessante Diskussion!

    Zwei Punkte sind mir eingefallen:

    Auf die Idee als Berater eine Facebook-Fanpage für Firmenkontakte zu nutzen bin ich bisher noch gar nicht gekommen. Auch wenn ich meinen Geschäftskunden natürlich auch bei Bedarf zu einer Fanpage rate.

    Aber hier sehe ich genau den Unterschied: Eine Fanpage sehe ich besonders für Organisationen, um im losen Kontakt zu bleiben. Alleine schon aus der technischen Limitation heraus, dass ich über eine Fanpage keine direkte Nachricht verschicken kann. Als Geschäftsbeziehung halte ich eine Fanpage auch für ein kleines Unternehmen nicht ausreichend.

    Auch auf die Gefahr hin, dass jemand die Hände mit den Worten „Was? NOCH komplizietere?“ zusammenschlägt :-), folgender Vorschlag:
    1 Privates Profil
    1 geschäftliches Profil für alle Mitarbeiter eines Unternehmens
    1 Fanpage

    Damit wäre die Trennung dann ganz sauber. Ich nenne auch ein Beispiel, für das es Sinn machen würde:
    Eine Messe Party. Man feiert und hat Spaß. Einige Kontakte ergeben sich, darunter auch Leute mit denen man Geschäfte machen möchte (als Unternehmer) oder machen muss (als Angestellter). Manche Leute möchte man vielleicht tatächlich nicht auf seinem privaten Profil haben. Will Sie aber auch nicht vor den Kopf stoßen mit: „Geh mal auf meine Fanpage“

    Bei mir sind die Übergänge zwischen privat und beruf mittlerweile mehr als fließend. Es hat sich völlig vermischt. Und bisher bin ich ganz zufrieden damit.

    Um 2008 herum habe ich noch eine Trennung beruflich / privat in sofern praktiziert, als das XING für den Beruf und alle anderen Netzwerke eher privat waren. Das hat sich aber wie oben beschrieben derart vermischt, dass ich tatsächlich über XING sehr private Anfragen bekam 😉 und Aufträge als Facebook Nachricht erhielt.

    Einzig die Limitation auf 5000 Freunde könnte auf Seiten von Facebook da atürlich früher oder später in der Tat zum Problem werden.

    Ich kann hier jeden hier verstehen, strikte Trennungen zu unternehmen. Insbesondere Ihr Argument Frau Schwindt, dass Sie Geschäftskontakte nicht vollspammen möchten leuchtet mir ein. Speziell darüber muss ich noch einmal eingehender nachdenken. Ich würde das Problem vermutlich mit zwei verschiedenen Profilen lösen.

    Vielen Dank für die Anregung

  14. Hmmm, aber ich kann IIRC mehrere Profile zu unterschiedlichen Zwecken / Freundeskreise haben, oder?

    Klar, es darf keine kommerzielle Funktion haben, dass ich über ein „Arbeits-Profil“ werbe, aber mit diesem Profil Arbeitskontakte verwalten sollte ja gehen.

    Prinzipiell könnte ich das sogar über Privatsphäreeinstellungen leisten um zu verhindern, die Geschäftskontakte voll zu spammen.

    Das was ich nicht steuern kann ist, welche Kontakte wen sehen dürfen. Möchte ich zum Beispiel verhindern, dass sich Kunden und Lieferanten gegenseitig sehen können, bleiben mir nur unterschiedliche Profile.

    Oder gibt es dafür bereits Einstellungen?

    1. Man kann das über Listen steuern. Aber nicht so detailliert, dass Liste A nur Liste C und E sehen kann, Liste B aber nur Liste C. Man kann nur all seine Freunde nur pro Liste sichtbar oder unsichtbar machen. Und diese Listen sollte man über „Freunde bearbeiten“ erstellen, nicht über Profil (damit sie unsichtbar bleiben).

  15. Hallo Frau Schwindt, ein sehr gelungener Artikel…wieder mal! :o)

    Da hätte ich auch gleich mal eine Frage: Wie kann man in seinem Privatprofil seine Fanpage als Arbeitgeber angeben?
    Bisher habe ich da noch keine zuverlässige Lösung zu gefunden @ Google und Co…
    Wenn ich den Namen der Fanpage angebe, kommen alle möglichen Alternativen, aber die Fanpage ist nicht dabei.

    Wenn sie dazu einen schicken Tipp parat haben, wäre sicher nicht nur ich sehr dankbar :o)

    1. Das war bei mir auch so, dass meine Fanseite nicht in der Auswahl erschien. Also hab ich den Seitennamen stattdessen komplett reingeschrieben und blind gespeichert. Der Link war dann richtig.

      1. Hallo Frau Schwindt, danke für die Hilfe, aber bei mir hat das leider nicht geklappt.
        Ich kann zwar angeben „facebook.com/meineFB-Fanpage“, aber er linkt dann doch zu einer „neuen“ Seite (Gemeinschaftsseite), anstatt zur bereits existierenden Fanpage.

        In vielen Dingen ist Facebook wirklich *grrrr…*

  16. Hallo, das ist ein interessanter Beitrag.

    Ich bin selber gerade darüber gestoßen, weil mein privates profil sich immer mehr auch mit meiner geschäftlichen Seite vermischt.

    Das Problem….

    Ich habe zuerst bei Facebook mit einem privaten Profil angefangen, wo ich aber auch schon geschäftliche Kontakte freigeschaltet hatte. Dann hab ich eine Fanseite erstell und die geschäftlichen Kontakte einfach gebeten „umzuziehen“ was leider nur ein Teil gemacht hat.

    Ich finde bei der Fanseite gut,dass Personen mir dort Nachrichten schreiben können. Möchte ich aber Nachrichten von meine geschäftlichen Seite aus schreiben geht das nicht. Erstes Manko – mache ich das doch mal – sehen die Leute gleich mein privates Profil und wollen natürlich sich auch gerne dort vernetzten…

    Zweitens ist mir aufgefallen, dass wenn ich auf der Seite eine Veranstaltung erstelle – niemanden einladen kann, der Fan auf meiner Seite ist, aber alle Kontakte einladen kann, die auch in meinem privaten Profil vernetzt sind hmpf….das ist natürlich blöd!

    Nun kam natürlich die Überlegung, ein zweites Profil aufzumachen, was dann wirklich nur privat ist, also für Familie und Enge Freunde.

    Natürlich habe ich Listen angelegt und die eher geschäftlichen Kontake auf eingeschränkt gesetzt. Trotzdem sehen diese ja immer wieder auch wenn ich einen Kommentar hinterlasse oder mich für eine Veranstalung anmelde und dort etwas poste. Auf einmal kommentiert da auch ein eingeschränkter Kontakt meinen Kommentar….

    Ein zweites Profil ist ja nicht erlaubt ich weiß – aber in meinem Bereich vermsicht sich geschäftlich mit privat auch immer wieder mal – gerade im Hinblick auf Kooperationen bzw. weil ich deutschlandweit in meinem Bereich tätig bin und auch in deutschlandweiten Projekten arbeite und man sich dann natürlich auch vernetzt.

    Vielleicht haben sie ja einen Tipp für mich – würde mich freuen. Momentan ist es wirklich ein bisschen ein Dilemma 🙂

    Alles Liebe und Frohe Ostern
    Janina Köck /Praxis Leben im Einklang

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