Facebook: Adressbuchsynchronisation jetzt auch noch für Seitenbetreiber

Oje, da werden sich all die Marketingversessenen jetzt sicher wieder ohne Nachdenken drauf stürzen… Facebook ermöglicht die Adressbuchsynchronisation jetzt auch noch für Seitenbetreiber. Ich kann meine Bitte zu diesem Thema nur wiederholen: BITTE NICHT NUTZEN! Sie befüttern Facebook damit mit Mailadressen von anderen, ohne dass diejeingen dem zugestimmt haben! Ihre Kontakte (gerade im geschäftlichen Kontext) finden es mit Sicherheit nicht witzig, wenn sie plötzlich Mails von Facebook an Adressen bekommen, die sie dort gar nicht nutzen (wollen)…

UPDATE: hier eine Betrachtung aus rechtlicher Sicht, die ebenfalls von der Nutzung abrät! Danke, Jan!

Worum geht’s?

Unter Seite bearbeiten > Marketing finden Seitenbetreiber und -admins jetzt einen Link namens „Erzähle deinen Fans davon“ – was ganz schön irreführend ist, denkt man doch est mal, dass man darüber die existierenden Fans seiner Seite kontaktieren könnte. Dem ist aber nicht so. Gemeint sind vielmehr Kontakte außerhalb von Facebook, die man damit als Fans der Seite anwerben soll…

Dabei kann man entweder ein existierendes Adressbuch (z.B. aus outlook) von seinem Rechner hochladen oder sich direkt in sein Webmail-Konto einloggen und das dortige Adressbuch verwenden. Mehr Details dazu bei insidefacebook.com

Was tun, wenn jemand meine Mailadresse ungefragt in Facebook verwendet hat?

Klicken Sie in der Mail, die Sie dann von Facebook erhalten, unten auf den Link „Keine Mails mehr von Facebook erhalten“ und entfernen Sie Ihre Daten über http://www.facebook.com/help/contact.php?show_form=database_removal aus der Facebook-Datenbank.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

9 Kommentare

  1. Ich kann mir nicht vorstellen, das das Ganze rechtlich bedenklich ist.

    Sogar Xing hat eine „E-Mail-Kontakte zu XING einladen“ Funktion, sehr prominent direkt auf der neuen Startseite ganz unten rechts.

    Und Xing ist ja dafür bekannt, sich sehr an Datenschutzbestimmungen zu halten…

    1. Den Artikel habe ich gelesen, aber dort steht ja nur, das von einer Verwendung der Funktion „abzuraten“ ist und nicht, das es nach deutschen Recht eindeutig verboten ist.

      Mal eine Frage: was ist, wenn ich mein komplettes persönliches Adressbuch bei Google Docs ablege und dort verwalte?

      Bewegen wir uns da nicht in einem ähnlichen Bereich? Könnte man mich dafür belangen?

      Ich glaube kaum und bin der Meinung, das Gesetze eventuell mal an aktuelle Möglichkeiten und Entwicklungen angepasst werden sollten.

      P.S.: Außerdem nutzen wahrscheinlich sowieso nur ein geringer Promille-Satz der Facebook User dieses Feature, ebenfalls meine Meinung: viel Lärm um Nichts! 😉

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