Worauf man beim Kommentieren achten sollte

Nachdem ich erklärt habe, wie man rein praktisch kommentiert, soll jetzt ausgeführt werden, was man m.E. rein inhaltlich beim Kommentieren beachten sollte.

  • Lesen sie das ganze Blogpost, bevor Sie kommentieren!

Haben Sie das Blogpost verstanden?

Wenn Ja:

Schreiben Sie einen Kommentar darüber, was Ihnen an dem Blogpost besonders gefallen hat und warum.

Wenn Ihnen etwas nicht gefallen hat oder Sie nicht mit dem Autor übereinstimmen, äußern Sie Kritik auf sachliche und höfliche Weise!

Wenn Nein:

Stellen Sie Fragen zu dem Blogpost (wieder: auf höfliche und sachliche Weise)

Haben Sie keine Angst zu fragen. Sie können davon ausgehen, dass auch andere solche Fragen haben.

  • Bleiben Sie beim Thema!

Das klingt so selbstverständlich, wird aber leider oft nicht respektiert. Wenn Sie dem Autor etwas anderes als etwas zum Thema mitzuteilen haben, kontaktieren Sie ihn auf anderem Wege (Mail, Soziale Netzerke, Twitter).

  • Kommen Sie zum Punkt!

Ein Kommentar sollte m.E. nicht allzu lang sein. Wenn Sie etwas Längeres dazu zu sagen haben, schreiben Sie doch ein follow-up (ein Blogpost, das auf das soeben gelesene antwortet) in Ihrem eigenen Blog und verlinken von dort auf das Blogpost, auf das Sie sich beziehen. Das verlinkte Blog erhält dann automatisch eine Benachrichtigung darüber (Pingback), die ebenfalls in der Kommentarliste gezeigt wird.

  • Nicht zuviele Links setzen!

Wenn Sie in Ihrem Kommentar auf andere Blogposts oder Websites verlinken wollen, beachten Sie, dass viele Blogs so eingestellt sind, dass ab einer bestimmten Anzahl von Links der Komentar als Spam angesehen wird. (In diesem Blog ist die maximale Linkanzahl pro Kommentar z.B. auf zwei eingestellt.)

Links zu Ihrem eigenen Blog sollten nur eingefügt, werden, wenn Sie die Diskussion zum Thema ergänzen. Ein allgemeiner Link zu Ihrem Blog/Ihrer Website gehört nicht in den Kommentar. Diesen können Sie im Formularfeld „Website“ unterbringen.

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Nachtrag (Danke für die Ergänzung per Kommentar, Alex):

  • Geben Sie Ihren echten Namen an!

Vor allem, wenn Sie sich geschäftlich äußern, sollten Sie Ihren echten Vor- und Nachnamen im Feld „Name“ eintragen. Das unterstreicht die Seriosität Ihres Kommentars und ist außerdem noch föderlich für Ihre Onlinereputation. 😉

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Möchten Sie dieser Liste noch etwas hinzufügen?
Oder sind Sie irgendwo anderer Meinung?
Dann hinterlassen sie mir bitte einen Kommentar. 🙂

Im nächsten Artikel werde ich zeigen, wie man Blogs per RSS abonniert und was es mit diesem RSS eigentlich auf sich hat.

Annette Schwindt
hat sich inzwischen als "schwindt-pr" verabschiedet und bloggt jetzt unter annetteschwindt.de.

5 Kommentare

  1. In einem Punkt bin ich anderer Meinung als du. 🙂

    Du schreibst:

    „Wenn Sie etwas Längeres dazu zu sagen haben, schreiben Sie doch ein follow-up (ein Blogpost, das auf das soeben gelesene antwortet) in Ihrem eigenen Blog und verlinken von dort auf das Blogpost […]“

    An sich ein guter Rat, aber das geht natürlich nur, wenn ich ein eigenes Blog habe und wenn das eigene Blog dann auch noch thematisch zu dem kommentierten Artikel paßt. Da man davon nicht ausgehen kann, finde ich auch längere Kommentare legitim, wenn sie nicht aus endlosem Geschwafel ohne Themenbezug bestehen. „Kommen Sie auf den Punkt“ ist da durchaus relativ zu sehen. Manche Sachverhalte sind so komplex, daß man etwas mehr Platz braucht, um auf den Punkt zu kommen.

    Ein Aspekt, den ich ergänzen möchte, ist der Realname. Ich finde, daß es der Seriosität eines Kommentars zuträglich ist, wenn man seinen Realnamen nennt. Natürlich gibt es auch mal Gründe, anonym zu kommentieren, und dann kommt es natürlich auf den Inhalt des Kommentars an, ich würde aber grundsätzlich erst mal dem Realnamen den Vorzug geben.

    1. Ja, natürlich kann man nur ein follow-up schreiben, wenn man ein eigenes Blog hat. Ansonsten ist auch ein längerer Kommentar okay, wenn er on topic bleibt.

      Guter Hinweis mit dem Realname! Danke! Werde ich noch hinzufügen! 🙂

  2. Der Artikel hat mir seh gut gefallen. Ich hätte mir aber noch gewünscht, dass etwas über das Avatar vom Kommentator zu lesen ist.

    Jedes persönliche Foto oder individuelle Grafik ist besser als keins! Oder was meint Ihr dazu?

    1. Danke für das Feedback und den Hinweis, Stefan! 🙂 Auf den Avatar werde ich an gegebener Stelle noch zu sprechen kommen. Das würde m.E. jetzt hier zu weit führen, da ich das dann gern ausführlicher machen würde.

  3. Wahrscheinlich sollte man zum Kommentar eine Überschrift finden, und sich an dieses Thema halten. Wenn man keinen roten Faden hat, verzettelt man sich leicht und kommt von Thema schnell hinweg. Die Idee größere Posts zu einem Kommentar im eigenen Blog zu verlinken ist ausgezeichnet. So bleibt der Ursprungsblog nicht so überfüllt von Text. Allein schon wegen Google sollte man den Rat, maximal 2 Links pro Kommentar beherzigen. Das ein Kommentar mit dem echten Namen versehen wird ist sicher sehr gut. Mit Sicherheit ist es serieuser als ein Nickname.

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